Ein Tag auf Malta


Kreuzfahrtschiffe mit Kurs Valletta durchfahren den über drei Kilometer langen Grand Harbour, bevor sie an der Waterfront im Stadtteil Floriana anlegen. Die Valletta Waterfront ist eine von 19 renovierten Lagerhäusern gesäumte Promenade. Die ehemaligen Lagerhäuser werden neuerdings als Cafés, Bars und Restaurants genutzt. Oberhalb des Docks liegen die sehenswerten Upper Barrakka Gardens.

Restaurants und Cafés an Vallettas Waterfront

Restaurants und Cafés an Vallettas Waterfront

Upper Barrakka Gardens – unser erstes Ziel

Wir beginnen unseren Rundgang durch die UNESCO Welterbe-Stadt Valletta an den Upper Barrakka Gardens, einer öffentlichen Parkanlage. Diese wurde am höchsten Punkt der Stadtbefestigung auf der St. Peter and St. Paul Bastion errichtet. Ihr Hauptmerkmal ist ein doppelter Bogengang, den die maltesischen Ordensritter im 17. Jahrhundert bauen ließen. Von der Höhe genießen wir den weiten Blick auf den Grand Harbour und die gegenüberliegenden, dicht bebauten Landzungen von Senglea und Vittoriosa.

Valletta - Upper Barrakka Gardens


Valletta - Upper Barrakka Gardens


Valletta - Upper Barrakka Gardens


Valletta - Upper Barrakka Gardens 


Hinweistafeln und Skulpturen schmücken die Terrasse. Unter den Skulpturen fällt eine Büste von Winston Churchill und eine Bronzeskulptur dreier Kinder mit dem Titel Les Gavroches, die Zeitungsjungen, ins Auge.

Galerie der Upper Barrakka Gardens
Upper Barrakka Gardens - Saluting Battery
Upper Barrakka Gardens - Büste des Winston Churchill
Upper Barrakka Gardens - Bronzeskulptur Les Gavroches


Die Upper Barrakka Gardens erreichen wir mit einem Aufzug. Der Lift verbindet den hinter der Waterfront verlaufenden Festungsgraben mit dem Garten. Vom Kreuzfahrtterminal gehen wir wenige Hundert Schritte bis zum Barrakka Lift.

Lift zu den Upper Barrakka Gardens mit der Saluting Battery


Lift zu den Upper Barrakka Gardens mit der Saluting Battery


Lift zu den Upper Barrakka Gardens


Lift zu den Upper Barrakka Gardens 


St. John’s Co-Cathedral

Nach den Upper Barrakka Gardens besuchen wir die St. John’s Co-Cathedral. Die Bischofskirche ist ein wichtiges Baudenkmal der Insel. Sie fungiert neben der Kathedrale St. Paul in Mdina, dem eigentlichen Bischofssitz, als zweiter Sitz des Erzbischofs von Malta.

Die Malteser-Ritter ließen den von außen schlicht wirkenden Bau zwischen 1573 und 1578 im Barockstil errichten. Weitere 100 Jahre vergingen, um den Innenraum reichhaltig und kunstvoll auszugestalten. Die Kathedrale besitzt keine Seitenschiffe. Stattdessen wurden an den Seiten acht Kapellen, für jede „Zunge“ des Ordens eine, geschaffen. Vielen Rittern diente die Kathedrale als letzte Ruhestätte. Kunstvoll gearbeitete Grabplatten aus Marmor legen Zeugnis über die Toten ab. Ein Teil der Platten ist zum Schutz mit Läufern abgedeckt, dennoch bleibt die Pracht der Grabsteine im Ganzen nicht verborgen. Das Caravaggio-Gemälde, das die Enthauptung Johannes des Täufers darstellt, zählt zu den bedeutendsten Kunstwerken der Kathedrale. Weitere Kunstschätze birgt das angrenzende Kathedralmuseum.

Valletta - St. John's Square - der Platz vor der Kathedrale
Valletta - St. John’s Co-Cathedral
Valletta - die überwältigende Pracht der St. John’s Co-Cathedral
Valletta - St. John’s Co-Cathedral - Altar und Grabplatten


Beim Besuch der Kathedrale empfiehlt es sich, einen Blick auf die Uhr im rechten Turm (Südturm) zu werfen. Zentral wird die Uhrzeit mit einem Stundenzeiger angegeben, ein Minutenzeiger fehlt. Links unter der Uhr sieht man das Monatsdatum (zum Beispiel der 18.) und rechts darunter den Wochentag (zum Beispiel Sonntag).

Valletta - Turmuhr der St. John’s Co-Cathedral

Valletta - Turmuhr der St. John’s Co-Cathedral


Eintritt: Erwachsene zahlen 15 Euro; Rentner und Studenten zahlen die Hälfte.
Öffnungszeiten: Montag bis Samstag an Vormittagen (letzter Einlass 14:00 Uhr)
An Sonn- und Feiertagen ist die Kathedrale für Besucher geschlossen.

 

 

Unser nächstes Ziel – Fort Elmo

Wir verlassen die Kathedrale und gehen auf der Republic Street nach Nordosten. Am St. Georg-Platz sehen wir Maltas Obersten Gerichtshofs, und schräg gegenüber liegt der Großmeisterpalast. Einzelne Bereiche des Palastes, wie das Waffenarsenal, sind für Besucher geöffnet. Lediglich bei Staatsempfängen wird das Gebäude geschlossen.

Valletta - Republic Street


Valletta - Republic Street


Valletta - der Großmeisterpalast am St. Georg Platz


Valletta - der Großmeisterpalast am St. Georg Platz 


Die Republic Street führt bis zum Fort St. Elmo, einem vom Johanniterorden gebauten und in der britischen Kolonialzeit weiter verstärkten Festungsbau. Das Fort dient als Polizeiakademie, weshalb es nicht besichtigt werden kann. Lediglich das auf dem Gelände befindliche National War Museum ist für Besucher geöffnet.

Lower Barrakka Gardens und Fort Elmo

Lower Barrakka Gardens und Fort Elmo


Eine außerhalb des Forts gelegene Bastion wird von der audiovisuellen Show „The Malta Experience“ genutzt. In einem Panorama-Auditorium wird die 6.000-jährige Geschichte Maltas vor den Zuschauern ausgebreitet. Zum Malta Experience gehört ebenfalls die „Sacra Infermeria“, die Heilige Krankenstation des Johanniterordens. Sie wurde mehr als 400 Jahre genutzt. Ein Bistro und ein Souvenirgeschäft runden das Erlebnis ab.

Tickets 16 Euro. Studenten und Rentner erhalten Nachlässe.

St. Paul’s Anglican Cathedral und die Karmeliten Kirche

Wir queren die Landzunge vor Fort Elmo in Richtung St. Elmo Bay. Der Bucht gegenüber liegt die Stadt Sliema. Bis zur St. Paul’s Anglican Cathedral folgen wir der oberhalb der Bucht verlaufenden Straße San Bastjan. Nebenan liegt die römisch-katholische Karmeliten Kirche, die wegen ihrer Kuppel unverwechselbar ist. Sie ist eine der bekanntesten Kirchen und touristischen Charakteristika der Stadt. Im Zweiten Weltkrieg wurde das Gotteshaus schwer beschädigt. Seine typische, 42 Meter hohe, ovale Kuppel erhielt das Gotteshaus nach dem Krieg.

Valletta - St. Paul’s Anglican Cathedral  und Karmeliten Kirche


Valletta - St. Paul’s Anglican Cathedral und Karmeliten Kirche


Valletta - St. Paul’s Anglican Cathedral


Valletta - St. Paul’s Anglican Cathedral 


Die Kathedrale wird vom Independence Square betreten. Den Eingangsbereich schmückt ein Portal mit sechs Ionischen Säulen.

Zurück zum Kreuzfahrtschiff

Im Anschluss an die Karmeliten Kirche folgen wir der Old Theatre Street und erreichen das unscheinbare Teatru Manoel. Seit dem Jahr 1732 wird das Theater bespielt; es zählt zu den ältesten Bühnen Europas. Der ovale, in Anlehnung an das venezianische Teatro La Fenice gestaltete Zuschauerraum fasst mehr als 600 Plätze im Saal und auf vier Rängen.

Die Old Theatre Street führt bis zum Großmeisterpalast. Dort gönnen wir uns eine Pause und nehmen ein Getränk zu uns. – Gestärkt gehen wir die Republic Street westwärts in Richtung City Gate. Hinter dem Stadttor liegen der Tritonen-Brunnen und Vallettas Bus Terminal. Um uns herum ragen gewaltige Bastionen auf.

Valletta - Parlament und City Gate
Valletta - Maltas Parlamentsgebäude
Valletta - Tritonenbrunnen
Valletta - Tritonenbrunnen - die Meeresgötter


Anschließend begeben wir zur Pope Pius V Street zurück und wenden uns nach links. Bald darauf erreichen wir St. Michael’s Bastion. Dort, in einer kleinen, gepflegten Anlage, genießen wir einen Blick auf den Marsamxett Harbour mit Manoel Island (Fort Manoel) in der Mitte und Sliema rechts daneben. Für die Sliema Ferry, sie verbindet Valletta mit Sliema, bleibt uns keine Zeit. Aus eigener Erfahrung wissen wir, dass die kurze Fahrt mit der Fähre grandiose Blicke bietet.

Valletta - Hastings Garden


Valletta - Hastings Garden


Valletta - Blick von Hastings Garden auf Manoel Island mit Fort Manoel


Valletta - Blick von Hastings Garden auf Manoel Island mit Fort Manoel 


Auf dem Rückweg zum Schiff schadet es nicht, einen Blick in die vielen Läden der Stadt zu werfen. Als wohltuend empfinden wir es, dass die uns bekannten Kettenläden Valletta noch nicht für sich entdeckt haben. Die Stadt wirkt, wie wir sie 20 Jahre zuvor kennengelernt haben. Die meisten Malteser, die wir in früheren Jahren und heute kennenlernten, sprechen gutes Englisch. Es stellt kein Problem dar, sich mit ihnen beim Zusammentreffen zu unterhalten. Der Weg zurück zum Schiff bereitet keine Probleme: Es geht hinunter zur Waterfront, wo die Cafés und Bars auf die Gäste der Schiffe warten.

Zurück zum Kreuzfahrtschiff durch Vallettas Altstadt

Zurück zum Kreuzfahrtschiff durch Vallettas Altstadt


Update März 2021