Autor: Karl W. P. Beyer

malta sonnenuntergang

Malta Sonnenuntergang


Im 16. Jahrhundert trat Spanien die Insel Malta an den Hl. Johanniterorden ab. Im Jahr 1565 mussten sich die Ritter gegen osmanische Invasoren behaupten. Es gelang ihnen, die Invasionstruppen zu vertreiben. Im Anschluss hieran wurde beschlossen, die Stadt zu befestigen. Es wurde der noch heute existente Gitterplan entwickelt, nach dem die Stadt entstanden ist. Auf der Landzunge verlaufen neun Straßen längs zur Landzunge parallel zu einander. Zwölf Straßen schneiden sie quer. Auf der Höhe von St. John’s Bastion oder St. James Bastion kann man den abschüssigen Verlauf der Straßen gut sehen. Wir schlagen vor, wie folgt zu gehen.

Die Kreuzfahrtschiffe landen gegenüber von Fort St. Michael an der Valletta Waterfront. Oberhalb des Liegeplatzes sieht man die Upper Barracca Gardens und die St. James Bastion. Zuerst sollte man die Upper Barracca Gardens besuchen. Von hier genießt man den Blick auf den Grand Harbour. Man verlässt die Gardens über die South Street. Auf Höhe der Republic Street biegt man nach rechts in diese ein und folgt ihr bis zur St. John’s Co-Cathedral (Zugang über St. John Street).

Die Kirche ist eines der wichtigsten Baudenkmäler der Insel. Vielen Rittern diente sie als letzte Ruhestatt. Die vielen kunstvoll gearbeiteten Marmorgrabplatten legen davon Zeugnis ab. Leider ist seit etwa vier Jahren ein großer Teil der Platten zu ihrem Schutz mit Läufern abgedeckt. Man kann jedoch noch genug von den Platten sehen. Gemälde von Caravaggio sind im Kathedral-Museum ausgestellt. An Sonntagen ist die Kirche für Besucher geschlossen. Zur Abendmesse (18.00 Uhr) wird wieder geöffnet. Es empfiehlt sich, vor der Abendmesse die Kirche zu besichtigen. Ab 17.00 Uhr wird geöffnet.

Die Kirche wird als Ko-Kathedrale bezeichnet, da sie dem Erzbischof von Malta als zweiter Sitz neben der St. Pauls Kathedrale in Mdina dient. Besucher der Kathedrale sollten auch einen Blick auf die Anzeigen im rechten Turm werfen. Zentral sieht man die Uhrzeit. Zur Anzeige wird nur ein Zeiger verwendet. Links darunter wird das Monatsdatum (z.B. der 18.), rechts darunter wird der Wochentag (z.B. Sonntag) angezeigt.

Malta - Upper Barracca Gardens
Malta - St. Johns Co-Cathedral
Malta - St. Johns

Zurück auf der Republic Street stößt man in Richtung Fort St. Elmo auf einen Platz, an dem sich der Oberste Gerichtshof Maltas befindet. Die nächste Station schräg gegenüber ist der Palast der Großmeister. Sofern hier gerade keine Tagungen des Inselparlaments stattfinden, kann der Palast besichtigt werden. Weiter geht es die Straße hinunter bis zum Fort St. Elmo, das heute Sitz der maltesischen Polizeiakademie ist. Folglich kann es nicht besichtigt werden. Wer möchte, kann stattdessen das unterhalb des Forts gelegene The Malta Experience ansehen. Hier wird in 45 Minuten die 7.000jährige Geschichte Maltas vor dem Besucher ausgebreitet. Eintrittspreis 9,50 Euro. Studenten und Rentner erhalten Nachlässe.

Es empfiehlt sich, die Landzunge in Richtung St. Elmo Bay zu queren. Gegenüber der Bucht liegt der Ort Sliema. Wir folgen jedoch der Boat Street oberhalb der Bucht, bis wir zu St. Paul’s Anglican Cathedral kommen. An ihrer Kuppel ist sie gut zu erkennen. Hier biegen wir nach links in die Old Theatre Street ein, die uns an der Karmeliterkirche und am Manoel-Theater vorbei zum Großmeisterpalast zurück bringt. Spätestens hier wird es Zeit für einen Drink. - So gestärkt gehen wir die Republic Street westwärts in Richtung City Gate. Dieses war bei unserem Besuch im September 2011 Baumaßnahmen gewichen. Wir wollen hoffen, dass es wieder aufgebaut wird. Hinter dem City Gate liegt übrigens das Bus Terminal (nicht zu übersehen der Tritonen-Brunnen). Wenn man etwas Glück hat, sieht man noch einen der alten maltesischen Omnibusse.

Malta - Oberster Gerichtshof
Malta - Blick auf Sliema
Malta - St. Pauls und Karmeliterkirche
Malta - Kuppel der Karmeliterkirche
Malta - Tritonen Brunnen
 


Zurück zu Valletta: Es kann nicht schaden, ein paar Schritte zurück bis zur Pope Pius V Street zu gehen und sich nach links in Richtung St. Michael’s Bastion zu wenden. Hier ist eine kleine, gepflegte Anlage entstanden. Von dort aus hat man einen vorzüglichen Blick auf den Marsamxett Harbour mit Manoel Island (Fort Manoel) in der Mitte, und Sliema rechts.

Malta - St. Michaels Bastion Malta - Fort Manoel Sicherlich kann es auch nicht schaden, den einen oder anderen Blick in die vielen Läden der Stadt zu werfen. Wohltuend ist, dass die uns bekannten Kettenläden, Valletta noch nicht für sich entdeckt haben. Es wirkt alles noch sehr ursprünglich. Die meisten Malteser, die wir in früheren Jahren und heute kennen gelernt haben, sprechen gutes Englisch. Somit ist es auch kein Problem, sich mit ihnen vielleicht beim nächsten Drink zu unterhalten. Zum Schiff zurück geht es ohne Probleme. Immer bergab hinunter zur Waterfront.

Malta - Hinab zur Waterfront
Malta - Gegenueber der Waterfront
Malta - Good Bye