Die Stadt mit ihren 240.000 Einwohnern bietet nicht allzu viele Highlights. Ein Rundgang durch die Stadt hinterlässt jedoch genügend Eindrücke, an die man sich später gern erinnert.

Messina - Don Giovanni di Austria
Messina - Altar Dom
Messina - Glockenturm

Die Schiffe legen nah am Zentrum an. Nach dem Verlassen des Schiffs überquert man die Via Vittorio Emanuele II am Fußgängerüberweg und geht geradeaus in Richtung des Denkmals des Don Giovanni di Austria. Durch die Via Lepanto ist es nur ein kurzes Stück bis zum Dom.

Das in 1197 geweihte Gotteshaus wurde durch ein schweres Erdbeben im Jahr 1908 zerstört und in den Jahren 1919 bis 1920 wieder aufgebaut. Nach einem Brandschaden im Jahr 1943 erfolgte der Wiederaufbau in seiner heutigen Form. Das Gebäude beeindruckt durch das hoch aufragende Hauptschiff und die beiden von Heiligenfiguren flankierten Seitenschiffe.

Sehr schön der Altarraum. Im freistehenden Glockenturm sieht man die größte mechanische Uhr der Welt. In sechs übereinander befindlichen Etagen setzen sich zur Mittagsstunde verschiedene Figuren in Bewegung, um religiöse historische Begebenheiten der Stadt zu erzählen.

Alles im Einzelnen aufzuzählen würde hier zu weit führen. Lustig: In Etage 2 taucht ein goldener Hahn auf, der gellende Schreie ausstößt, die man über einen Kilometer Luftlinie noch hören kann.

Vor dem Dom sieht man den Orionbrunnen, der an den Begründer Messinas erinnern soll. Durch einen kleinen Park geht es weiter bis zum Corso Cavour. Dort biegt man nach rechts ab und geht ca. 150 Meter bis zur Galleria Vittorio Emanuele III. Bedauerlicherweise war dieses schöne Bauwerk im September 2011 leer gezogen und sich selbst überlassen. An der Galleria biegt man links in die Via Sant’ Agostinoein.

Nach ca. 400 Meter ansteigenden Wegs steht man vor dem Falconieri-Brunnen, der durch seine Fabelgestalten mit Fischkörpern und Löwenköpfen auf sich aufmerksam macht. - Ab hier wird es mühsamer. Über eine breite, steile Treppe geht es hinauf zum Santuario della Madonna di Montalto. Wer keine Treppen steigen möchte, nimmt die Straße. Vermutlich ein kleiner Umweg. Der Aufstieg ist alle Mühe wert, von dort oben hat man einen herrlichen Panoramablick auf die Stadt, den Hafen und das gegenüber liegende italienische Festland.

Messina - Sacrario di Cristo Re mit Glocke
Messina Rathaus

Hübsch auch der Kirchengarten, den man durch das Kircheninnere erreicht. Nach Umrundung der Kirche, steht man auf der Via Dina e Clarenza. Dort hält man sich rechts. Wieder geht es bergauf. Nach 150 Metern erreicht man die Viale Principe Umberto, in die man nach rechts einbiegt. Nach etwa 20 Minuten Fußweg steht man unter dem Sacrario di Cristo Re.

Diese Gedenkstätte soll die drittgrößte Glocke Italiens besitzen. Das von einer Kuppel gekrönte Bauwerk hütet die Gebeine von im Ersten Weltkrieg gefallenen Soldaten und Zivilisten. Auch von dort oben bietet sich wieder ein wunderbarer Ausblick auf die Stadt.

Unterhalb des Bauwerks liegt an der Straße die Bar Panorama in deren Garten man sich stärken und vom Weg ausruhen kann. Durch steile Straßen geht es dann abwärts zurück zum Schiff, vorbei am imposanten Rathausund an den Gebäuden der Universitäts-Institute.

Messina - Mariensäule im Hafen

Wer will, kann noch einen Umweg zum Teatro Vittorio Emanuele machen. Von dort stößt man auf die am Hafen vorbei führende Via Vittorio Emanuele. Gegenüber der Hafeneinfahrt liegt die Mariensäule, auf deren Sockel die Inschrift Vos et ipsam Civitatem benedicimus (Wir segnen Euch und Eure Stadt) prangt. Die Gottesmutter soll im September 42 n. Chr. durch die Hand Jesu, einen segnenden Brief für die Stadt geschrieben haben. - Ein paar Minuten später, steht man wieder am Hafeneinlass und kann an Bord des Schiffs gehen. Ein angenehmer Tag in Messina geht zu Ende. Ciao Messina.