Wir reisen mit der Azamara Quest von Dubai/VAE nach Piräus/Athen. An einem Abend im Mai legt unser Kreuzfahrtschiff wie geplant gegen 18:00 Uhr im Sultan Qaboos Port von Maskat der Hauptstadt des Oman an. Längere Zeit vor dem Anlegemanöver genießen wir den Anblick der rauen und karstigen Felsküste des Oman. Während in Dubai City Wolkenkratzer die Silhouette prägen, bekommen wir von der weit mehr als eine Million Einwohner zählenden Hauptstadt des Landes aus der Ferne vorerst nur den Stadtteil Mutrah zu sehen. Der Stadtteil mit mehr als 200.000 Einwohnern wirkt vom Meer gesehen wie eine pittoreske, in Felsen gebaute Kleinstadt.
Maskat - Mutrah
Für Maskat ist ein „Overnight Stay“ vorgesehen. Azamara Quest verlässt am Folgetag um sechs Uhr abends den Hafen und nimmt Kurs auf Salalah/Oman.
Mit dem Shuttlebus zum Mutrah-Souk
Während unseres Aufenthalts verkehrt zwischen unserem Liegeplatz und dem Zentrum von Mutrah ein Shuttlebus, der Ausflügler ohne Mehrkosten zum Mutrah Souk befördert. Der Folgetag zeigt, dass der Souk der ideale Ausgangspunkt für individuelle Ausflüge in Maskat ist.
Die Händler des Souk schließen ihre Geschäfte erst um zehn Uhr am Abend. Uns bleibt zwischen Ankunft und Ladenschluss somit genügend Zeit, um dem Basar einen Besuch abzustatten. Er gilt als einer der ältesten Märkte im arabischen Raum. In längst vergangenen Zeiten trieben Mutrahs Kaufleute Handel mit arabischen Ländern, Indien und China.
Das Warenangebot ist in der Gegenwart den Bedürfnissen der Bevölkerung, und vermutlich ebenso dem Geschmack der regelmäßig mit Kreuzfahrtschiffen anlandenden Touristen angepasst. Die Fremden interessieren sich vorrangig für Weihrauch, Silber- und Töpferwaren. Diese Artikel reizen uns weniger, wir fühlen uns eher von einigen Exemplaren der reich mit Silber ornamentierten Khanjar-Krummdolche angesprochen. Ein solcher Dolch würde gut zu unserer heimischen Messer- und Dolchsammlung passen. Doch einmal mehr siegt die Vernunft: ein Dolch wird nicht gekauft. Den Souk von Mutrah empfinden wir als ausgesprochen angenehm. Keiner der Händler will uns Touristen auf Gedeih und Verderb etwas verkaufen. Da machten wir in der Vergangenheit in anderen Regionen eher schlechte Erfahrungen.
Maskat - Mutrah Souk
Spaziergang auf der Uferpromenade
Nach Verlassen des Souks gönnen wir uns einen Spaziergang auf der breiten, gepflegten Uferpromenade. Sie verläuft neben der „Corniche“ genannten Uferstraße in Richtung Alt-Maskat. Dort steht der Tag und Nacht beeindruckende Sultanspalast. Am Weg liegen neben einigen Restaurants, das Mutrah Fort und das Mutrah Ghalyas Museum of Modern Art. Wären wir dem Weg bis zum Sultanspalast gefolgt, hätten wir die Anlage des Riyam Vergnügungsparks und den auf dem Gelände installierten riesigen ikonischen Weihrauchbrenner gesehen.
Es ist dämmrig, ab und zu begegnen wir Fußgängern. Im Hafen ruht die Arbeit. Auffällig sind um diese Uhrzeit unser hell erleuchtetes Kreuzfahrtschiff und die abgedunkelte, für den Sultan bereitgehaltene Staatsyacht des Oman. Die Al Said gehört mit 155 Metern Länge weltweit zu den größten Yachten. Gebaut wurde sie von der Fr. Lürssen Werft in Bremen.

Maskat - Omans Staatsyacht
Am Folgetag werden wir sie bei Tageslicht besser sehen. – Ein Taxifahrer bietet seine Dienste für den nächsten Tag an. Wir kommen allerdings nicht ins Geschäft, da wir für den Folgetag eine Rundfahrt mit dem „Big Bus“, dem Hop-On Hopp-Off-Sightseeing-Bus gebucht haben.




