Ho-Chi-Minh-Stadt
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Phu My / Ho-Chi-Minh-Stadt


Im Süden der sozialistischen Republik Vietnam liegt der Industriehafen von Phu Mŷ. Dort docken während der asiatischen Kreuzfahrtsaison große Kreuzfahrtschiffe an den Container-Terminals, damit deren Passagiere die Metropole Ho-Chi-Minh-Stadt kennenlernen können. Kleinere Kreuzfahrtschiffe fahren den gewundenen Saigon River hinauf und legen im Stadtzentrum an der Nha Rong Wharf an.

Phu Mŷ Port - wartende Busse


Phu Mŷ Port - wartende Busse


Ho-Chi-Minh-Stadt  - Nha Rong Wharf


Ho-Chi-Minh-Stadt - Nha Rong Wharf 


Phu Mŷ – das Tor zu Ho-Chi-Minh-Stadt

Phu Mŷ und dessen Hafen sind ohne jeglichen Charme. Reizvoll, und ein besonderes Erlebnis ist dagegen der Besuch von Ho-Chi-Minh-Stadt. Die Metropole am Saigon River ist nicht die Hauptstadt Vietnams; die Kapitale ist Hanoi. Ho-Chi-Minh-Stadt ist allerdings die größte Stadt Vietnams. Bis zum April 1976 trug sie den Namen Saigon. Am Ende des Vietnamkriegs, der mit der Niederlage Südvietnams endete, wurde Saigon von den nordvietnamesischen Machthabern in Ho-Chi-Minh-Stadt umbenannt. 

Ho-Chi-Minh-Stadt – Vietnams größte Stadt

Phu Mŷ Port und die Metropole verbinden moderne Schnellstraßen. Die Distanz beträgt weniger als 70 Kilometer. Die Einwohnerzahl der Stadtprovinz liegt gemäß Zensus vom April 2019 bei knapp neun Millionen. Auffällig ist: Mit Ausnahme des Zentrums weist Ho-Chi-Minh-Stadt kein zusammenhängendes Stadtgebiet auf. 

Der Transfer nach Ho-Chi-Minh-Stadt ist abwechslungsreich. Zuerst passieren Besucher weite Flusslandschaften mit Agrarflächen. Bei Annäherung an die Metropole fallen Bezirke mit modernen Wolkenkratzern und stark verdichteter Bauweise ins Auge. Dazwischen liegen dann wieder unspektakuläre Zonen mit flachen Bauten. Die Kernstadt wurde am rechten Ufer des Saigon River erbaut. Dort spielt sich das urbane Leben ab.

Reiskulturen im Saigon River Delta


Reiskulturen im Saigon River Delta


Satellitenstadt vor Ho-Chi-Minh-Stadt


Satellitenstadt vor Ho-Chi-Minh-Stadt 


Ho-Chi-Minh-Stadt – Geschichte kurzgefasst

Die Kolonialmacht Frankreich besetzte Saigon im Jahr 1859. Die Stadt wurde in der Folgezeit mit Hilfe eines Masterplans entwickelt. Die umliegenden Sümpfe wurden trockengelegt und als Agrarflächen genutzt. Der Export von Kautschuk und Reis machte die französischen Kolonisten wohlhabend.

Frankreich war längst Geschichte, als im Jahr 1954 Vietnam am 17. Breitengrad in das von Kommunisten regierte Nordvietnam und die Militärdiktatur Südvietnam geteilt wurde. Als Folge der Teilung kam es zum Vietnamkrieg, bei dem Südvietnam massiv von den USA unterstützt wurde. Nach dessen Ende im April 1975 und der Wiedervereinigung Nord- und Südvietnams entwickelte sich Ho-Chi-Minh-Stadt zur größten Stadt des Landes.

Ho-Chi-Minh-Stadt - unten die Ben Thanh Markthalle

Ho-Chi-Minh-Stadt - unten die Ben Thanh Markthalle


Ho-Chi-Minh-Stadt – Vietnams universelles Zentrum

Die Stadt ist in der Gegenwart ein herausragendes Handels-, Wirtschafts- und Finanzzentrum, mit Niederlassungen international agierender Konzerne. Außerdem ist sie ein Verkehrsknotenpunkt und ein wichtiges kulturelles Zentrum. Ho-Chi-Minh-Stadt besitzt Universitäten, Hochschulen, Museen und Theater.

Vincom Center im Stadtzentrum

Vincom Center im Stadtzentrum


Boomtown Ho-Chi-Minh-Stadt

Die vormalige Kolonialmacht Frankreich prägte das Stadtbild des früheren Saigon. Viele Bauten aus jener Zeit fügen sich noch immer vorteilhaft in das Stadtbild ein. Seit der wirtschaftlichen Öffnung Vietnams in den 1980er-Jahren boomt die Stadt. Etwa 40 Prozent der Exporte Vietnams stammen aus der Region Ho-Chi-Minh-Stadt. Das Wahrzeichen der Metropole ist der 265 Meter hohe Bitexco Financial Tower. Er liegt im Stadtbezirk 1, nahe am Saigon River.

Hotel Majestic am Saigon River

Hotel Majestic am Saigon River


Ho-Chi-Minh-Stadt – die lebendige Metropole

Ho Chi Minh-Stadt ist eine lebendige, junge und internationale Stadt. Die freundlichen und hilfsbereiten Einwohner sind Ausländern gegenüber sehr aufgeschlossenen. Lediglich wir Europäer empfinden die Millionenstadt als unvorstellbares und andauerndes Verkehrschaos. Mehr als eine Million Motorräder und Motorroller füllen die Straßen. Vierköpfige Familien oder zwei Personen und zwei große Hunde auf einem Motorroller sind keine Seltenheit. Zu den Statussymbolen gehören übrigens Motorroller aus westlicher Produktion. Chinesische Fahrzeuge sind weniger gut angesehen. Egal woher die Fahrzeuge stammen: Für uns Fußgänger ist es oftmals ein Abenteuer und eine große Herausforderung, im Stadtzentrum eine der sechsspurigen Hauptstraßen ohne Verkehrsampeln zu überqueren.

Motorroller wohin man blickt

Motorroller wohin man blickt


Fazit der Kreuzfahrt-Destination Phu Mŷ

Wir sagten es bereits, Phu Mŷ ist für uns ohne jeglichen Reiz. Im Gegensatz dazu gehört das Zentrum der Metropole Ho Chi Minh-Stadt zu jenen touristischen Zielen die man unbedingt kennenlernen sollte. Die Stadt ist sauber und sehr sicher; die wesentlichen Sehenswürdigkeiten lassen sich auch bei nur kurzen Aufenthalten im Verlauf weniger Stunden erkunden.

Lediglich der Straßenverkehr bereitet uns einige Probleme. Verglichen mit Ho-Chi-Minh-Stadt läuft der Straßenverkehr in unseren Millionenstädten Berlin, Hamburg und München betulich ab. Für uns Europäer ist es ein spezielles Abenteuer und eine Herausforderung, dem stetigen Strom von Bussen, PKW und Motorrollern zu begegnen. Da Fußgängerampeln kaum vorhanden sind, bleibt dem Besucher nichts anderes übrig, sich wie die Vietnamesen langsam einen Weg durch den sie umfließenden Verkehrsstrom zu bahnen. Das funktioniert auch bei achtspurigen Straßen! Am einfachsten ist es, einem Vietnamesen über die Straße zu folgen. Details zu den innerstädtischen Attraktionen enthält unser Artikel Ho-Chi-Minh-Stadt Sehenswürdigkeiten.   

Update März 2024

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