Hochseeschiffe legen in Matosinhos an der Mündung des Douro in den Atlantik an. Im Port de Leixões werden die Kreuzfahrtschiffe an den Terminals Norte und Sul abgefertigt. WORLD VOYAGER legt morgens am Terminal Sul an. Es ist ein warmer sonniger Tag, und der Himmel ist blau und wolkenlos.
Mit dem Bus von Port Leixões nach Porto
Wir wollen Porto auf eigene Faust erkunden. Da der Aufenthalt nicht besonders lang ist, müssen wir unsere Zeit gut nutzen. Im Hafengelände verkehrt ein Shuttlebus, der uns zu dem neuen Terminalgebäude bringt. Dort gibt es einen Informationsstand für Touristen. Eine freundliche Mitarbeiterin erklärt uns, dass wir entweder mit der Metro oder dem Bus nach Porto fahren können. Wir entscheiden uns für den Bus. Zur Haltestelle ist es nicht weit.
Rundgang durch das Centro Histórico
Bus 500 bringt uns in weniger als 30 Minuten bis zur Estação de São Bento im Historischen Zentrum von Porto. Gegenüber auf dem Hügel liegt die Kathedrale. Dort wollen wir unseren Rundgang durch Porto beginnen. Details zu den Attraktionen auf unserem Rundgang findet ihr in unserem Beitrag Porto Sehenswürdigkeiten.

Kathedrale Sé und Denkmal des Vimara Peres
In der Kathedrale von Porto
Die Kathedrale ist ein gewaltiger Bau. Die Türme wirken trutzig. Im Inneren gefällt mir am besten der Kreuzgang. Wie so oft in Portugal, sind auch hier viele Wände mit Azulejos dekoriert. Geschichtliche und kirchliche Ereignisse sind detailliert dargestellt. Eine Treppe führt zum Obergeschoss. Von dort sind der Kreuzgang und die Türme besonders gut zu sehen.
Am Terreiro da Sé
Die Gebäude rund um den Terreiro da Sé sind prächtig. In der Casa de Cabido, dem Sitz der Domherren, befindet sich ein Museum. Der Bischofspalast liegt an der Südseite, und in der Mitte der Pelourinho, eine Rekonstruktion des Prangers, der dort im Mittelalter stand. Wir gehen am Torre de Cidada vorbei. In dem Nachbau des mittelalterlichen Turmhauses hat die Touristeninformation einen Standort.
Vom Miradouro da Vitória bis zum Jardim da Cordoaria
Wir schlendern durch malerische Gassen zu unserem nächsten Etappenziel, dem Miradouro da Vitória. Es geht bergauf und bergab über Kopfsteinpflaster. Wir queren die Fußgängerzone Rua das Flores am MMIPO, dem Museum für religiöse Kunst. Zuletzt führt eine lange Treppe hinauf zum Miradouro. Belohnt werden wir mit einem Panoramablick auf Porto und den Douro.
Nicht weit entfernt passieren wir das Kloster de São Bento, dann das Museum für Fotografie und erreichen den Jardim da Cordoaria. Der kleine Park wurde schon 1865 angelegt. Schöne alte Bäume geben Schatten. Ein Wasserbecken, Bänke und viele Skulpturen locken Besucher.
An der Praça de Parada Leitão
Wir durchqueren den Jardim da Cordoaria und erreichen die Praça de Parada Leitão. Rechts liegen imposante Gebäude der Universität Porto, links Straßencafés und vor uns die Igreja dos Carmelitas und die Igreja do Carmo.
Die Kirchen sind durch die Casa Escondida, ein schmales mehrstöckiges Haus, verbunden. Wir besichtigen die Carmo-Kirche, die Katakomben, das zugehörige Museum und die Casa Escondida. Dann ist es Zeit für eine Pause in einem der Straßencafés.
An der Praça de Parada Leitão treffen sich die Linien 18 und 22 der historischen Tram. Die Fahrt mit einer der alten Bahnen sollte auf jeden Fall zu einem Aufenthalt in Porto gehören. Uns fehlt heute leider die Zeit für diese Aktion.

Porto - historische Straßenbahn
Ein schöner Buchladen und der höchste Kirchturm Portugals
Auf dem Weg zur Livraria Lello passieren wir den Brunnen Fonte dos Leões. Die Livraria Lello gehört wegen der prachtvoll gestalteten Innenräume zu den schönsten Buchläden der Welt. Vor dem Eingang dieser Touristenattraktion hat sich eine lange Menschenschlange gebildet. Zum Anstehen ist unsere Zeit zu knapp bemessen. Schade für uns, wir werden die Livraria Lello ein anderes Mal besichtigen.
In nur wenigen Minuten stehen wir vor dem Torre dos Clérigos. Der höchste Kirchturm Portugals ist das Wahrzeichen der Stadt. Er ragt hoch hinaus über die Dächer Portos und ist von weitem zu sehen. Und wenn man die 225 Stufen zur Plattform des Turmes überwindet, hat man einen uneingeschränkten weiten Panoramablick.
Eine Bahnhofshalle voller Azulejos
Der direkte Weg zur Estação de São Bento ist wegen Bauarbeiten gesperrt. So lernen wir noch weitere malerische Gassen in der Nähe der Rua das Flores kennen. Der Bahnhof Estação de São Bento ist von außen nicht spektakulär. Er wurde berühmt durch seine Eingangshalle, deren Wände fast vollständig mit Azulejos dekoriert sind. Ein echter Hingucker.
Am Ufer des Douro
Wir machen uns auf den Weg zum Ufer des Douro. Am Cais de Ribeira do Porto starten die Boote zu Ausflügen in das Dourotal. An der Uferpromenade reihen sich Bars, Restaurants und Cafés.
Blick auf Portos Weltkulturerbe
Überragend ist der Blick auf die Ponte Dom Luis I, die Häuser der Altstadt und die gegenüber liegende Uferseite mit dem Kloster Serra do Pilar, den Portwein-Kellereien und der am Douro entlangführenden Seilbahn Teleférico de Gaia.
Praça do Infante Dom Henrique
Auf unserem Programm steht als nächstes die Igreja de São Francisco. Die Kirche ist bekannt für ihre vergoldeten Schnitzereien im Innenraum. Heute ist sie ein Museum. Gleich daneben, an der Praça do Infante Dom Henrique, liegt der Palácio da Bolsa, die ehemalige Handelsbörse. Sie dient heute repräsentativen Zwecken und kann auf geführten Touren besichtigt werden. Auf der Praça erinnert ein Denkmal an den Entdecker Infante Dom Henrique (Heinrich der Seefahrer). Er wurde in Porto geboren.
Matosinhos ist einen Besuch wert
Für uns ist es Zeit zum Schiff zurückzukehren. Wieder nehmen wir den Bus 500 nach Matosinhos. Schon auf dem Weg nach Porto ist uns aufgefallen, dass auch Matosinhos einen Besuch wert ist. Wir passieren schöne Parkanlagen, interessante Kunstinstallationen und zwei alte Forts, sehen attraktive Geschäfte und lange Sandstrände.
Matosinhos besitzt sehenswerte Herrenhäuser und eine Wallfahrtskirche. Nach dem Bau der Igreja Matriz do Bom Jesus entwickelte sich Matosinhos seit dem 16. Jahrhundert zu einem bekannten Wallfahrtsort.
Fazit Porto
Porto ist eine Stadt, die sich sehr gut auf eigene Faust erkunden lässt. Die Stadt ist lebens- und liebenswert, und sie fasziniert mich bei jedem meiner Besuche. Es gibt so viel zu sehen und zu entdecken. Unsere 6stündige Tour war einfach zu kurz.

Porto - Ponte Dom Luis l
Mehr Zeit für die malerische Altstadt und die Sehenswürdigkeiten am südlichen Ufer des Douro, eine Fahrt mit der historischen Tram und ein Abend am Cais de Ribeira würde uns gefallen. Wir werden wiederkommen.













