Puerto Quetzal / Guatemala

Puerto Quetzal / Guatemala


Quetzal heißt der farbenprächtige Wappenvogel Guatemalas, Quetzal heißt die guatemaltekische Währung, und Puerto Quetzal heißt der an der Pazifikküste gelegene Tiefwasserhafen des Landes. Er ist Guatemalas wichtigster und größter Pazifikhafen.

Puerto Quetzals wirtschaftliche Bedeutung

Mit dem Bau des Hafens wurde erst im Jahr 1980 begonnen. Im November 1985 war der erste Bauabschnitt vollendet. Der Hafen dient vor allem dem Frachtgeschäft. Die Hafenbetriebe und das angeschlossene Gewerbegebiet sind die wesentlichen Arbeitgeber der Region Escuintla. Umgeschlagen werden Öl, Gas, Kohle und Schüttgüter. Kreuzfahrtschiffe laufen Puerto Quetzal 40 bis 50 Mal im Jahr an.

Puerto Quetzal - das Container Terminal

Puerto Quetzal - das Container Terminal


Puerto Quetzal – ein interessantes Kreuzfahrtziel

Die Kreuzfahrt-Schiffe docken in dem riesigen Hafengelände an einer Pontonbrücke vor der Marina Pez Vela. Die ankommenden Passagiere gehen auf direktem Wege zum Empfangsbereich, einem Bau mit einem trapezförmigen Strohdach. Hilfsbereite und freundliche Mitarbeiter geben bei Bedarf Auskünfte. Hinter dem Pavillon treffen die Passagiere auf einen weitläufigen zwischen hohen Bäumen platzierten Kunstgewerbemarkt und eine Bierbar. Außerhalb des abgetrennten Terminalbereichs warten unabhängige Touranbieter auf Gäste, die individuelle Touren suchen. Dort stehen auch die Busse der Schiffstouren.

Puerto Quetzal - Industrie-, Sportboot- und Kreuzfahrthafen in Einem
Puerto Quetzal - der Empfangsbereich der Kreuzfahrt-Passagiere
Puerto Quetzal - Stände hinter dem Cruise Terminal

Puerto Quetzal - Gelände hinter dem Cruise Terminal

 

 

Puerto Quetzal – Unternehmungen

Die nächstgelegene Stadt, Puerto San José, ist wenige Kilometer entfernt. Die Stadt bietet einen langgezogenen, schwarzen Sandstrand, der die verwöhnten Gäste der Schiffe nicht interessieren dürfte. Überhaupt: Die flache, subtropische und von Landwirtschaft geprägte Küstenregion ist für Kreuzfahrtpassagiere nicht attraktiv.

Das guatemaltekische Tiefland hinter Puerto Quetzal

Das guatemaltekische Tiefland hinter Puerto Quetzal


Sehenswertes bietet ausschließlich das Hochland. Ausflüge werden ins 80 Kilometer entfernte und mehr als 1.500 Meter hoch gelegene La Antigua Guatemala unternommen. Eine weitere gern besuchte Destination ist der 140 Kilometer entfernte Atitlánsee. Der von drei Vulkanen umgebene See liegt in 1.560 Meter Höhe. Schon der deutsche Forschungsreisende Alexander von Humboldt rühmte die Schönheit des Sees.

Vulkan de Acatenango im guatemaltekischen Hochland
La Antigua Guatemala - Calle Oriente mit dem Rathaus

Über die wesentlichen Tagesziele im Hinterland berichten wir unter Puerto Quetzal Sehenswürdigkeiten.

Puerto Quetzal – allgemeine Hinweise

Die Republik Guatemala ist die größte Volkswirtschaft Zentralamerikas. Den Einschätzungen des Deutschen Auswärtigen Amtes zufolge ist das Land ein sogenanntes „Middle Income Country“. Das Pro-Kopf-Einkommen Guatemalas lag im Ende 2018 bei 4.472 USD. Das Land leidet allerdings unter enormen sozialen Gegensätzen. Jeder zweite Einwohner gilt als arm, ein Viertel der guatemaltekischen Bevölkerung wird als extrem arm eingeschätzt.

La Antigua Guatemala - die erhaltene Fassade der Kathedrale San José

La Antigua Guatemala - die erhaltene Fassade der Kathedrale San José


Das Auswärtige Amt empfiehlt Besuchern Guatemalas, bei Reisen im Land auf ihre Sicherheit bedacht sein. Von Alleinreisen rät das Amt generell ab. Stattdessen empfiehlt es Gruppenreisen mit Reiseleitung. Sicherheit bieten lizenzierte Taxis. Deren Kfz-Schilder beginnen mit dem Buchstaben „A“. An den Seitentüren tragen die Taxis eine Lizenznummer. In Antigua Guatemala werden solche Hinweise als übertrieben empfunden. Antigua sei ungefährlich, wohingegen in der Hauptstadt Guatemala-Stadt Vorsicht geboten sei.

Im Dezember 2019 besuchten wir La Antigua Guatemala auf eigene Faust. Unser Fazit: Die Stadt ist sehr sehenswert und überhaupt nicht gefährlich. Unter Ein Tag in La Antigua Guatemala berichten wir über unseren Ausflug in die UNESCO Welterbestätte. 

Update Januar 2020