Reykjavik / Island


Kratersee auf IslandIsland ist sensationell. Europas zweitgrößter Inselstaat ist vor allem eines: pure Natur. Gewaltig und gewalttätig sind Islands Vulkane. Auf 103.000 km² Staatsfläche wurden 30 Vulkane gezählt. Diese Zahl wird nirgendwo auf der Welt erreicht. Island ist die größte Vulkaninsel der Erde. Die Vulkane und die vielen heißen Quellen liefern geothermische Energie. Dieses unerschöpfliche Reservoir wird beinahe überall im Land zum Heizen und zur Stromerzeugung verwendet.

Trotz der vielen aktiven Vulkane ist Island aber auch ein „Eisland“. Gut elf Prozent des Landes sind nämlich mit Gletschern bedeckt. Der mächtigste Gletscher Islands ist der im Südosten des Landes liegende Vatnajökull. Seine Eiskappe ist bis zu 1.000 m dick.

Snäefellsjökull Vulkan

Snäefellsjökull Vulkan


Vulkane und Eis sind nicht alles. Im Landesinneren, dem Hochland, erstreckt sich eine nahezu unbewohnte Wüste. Der höchste Berg, der schneebedeckte Hvannadalshnjúkur, misst 2.110 m. Flüsse, Wasserfälle und Seen sieht man allenthalben. Europas energiereichster Wasserfall, der Dettifoss Fall, liegt im Nordosten des Landes. Europas größter Wasserfall, der Gulfoss Fall, ist von Reykjavik gut zu erreichen. Diese Aufzählung ließe sich beliebig fortsetzen.

Gulfoss Wasserfall

Gulfoss Wasserfall


Trotz der eisigen Gletscherfelder sind Islands Temperaturen eher gemäßigt. Die Sommer sind kühl und die Winter geraten mild. Die Niederschläge sind ergiebig. Sie erreichen in den südlichen Landesteilen im Jahr bis zu 2.000 mm. Im Bereich des Vatnajökull fallen sogar bis zu 4.000 mm Regen und Schnee.

Reykjavik

Reykjavik Stadt


Die beste und bekömmlichste Reisezeit für Island liegt zwischen Mitte Juni bis Mitte September. In dieser Zeit ist es am wärmsten.

Islands Fauna ist wenig artenreich. Im östlichen Hochland leben an die 3.000 Rentiere. Sie sind Nachkommen von ursprünglich 13 aus Norwegen eingeführten Rentieren. Unter den Nutztieren haben sich das Islandschaf, Rinder und das Islandpferd durchgesetzt. Gerühmt wird Islands Vogelwelt. Was Rang und Namen hat, ist vertreten, z. B. Basstölpel, Eissturmvögel oder Trottellummen. Aber auch wilde Schwäne, Enten und Greifvögel fanden auf Island ein Zuhause. Im Meer leben diverse Walarten. Um sie muss man sich, trotz des praktizierten Walfangs, wohl keine Sorgen machen. Die geschätzten Zahlen lassen auf ergiebige Bestände schließen.

Islandpferde

Islandpferde


An Wald mangelt es dagegen auf Island. Die ursprünglich reichlich vorhandenen Baumbestände wurden in früheren Zeiten zum Zwecke der Landwirtschaft gerodet. Gegenwärtig ist nur ein Prozent des Landes mit Bäumen bestanden, obgleich von staatlicher Seite jährlich an die 6 Millionen Bäume gepflanzt werden.

Baumlose Landschaft

Baumlose Landschaft


island ein wikinger

Island ein Wikinger


Entdeckt wurde Island im 9. Jahrhundert von einem schwedischen Wikinger. Besiedelt wurde das Land vor allem von norwegischen und skandinavischen Einwanderern. Im Jahr 1397 gelangte Island zusammen mit Norwegen unter den Einfluss des dänischen Königshauses. Lange Zeit, nämlich bis zur Gründung der isländischen Republik im Jahr 1944, blieb Island unter dem Einfluss der dänischen Krone.

Auf Island leben etwa 320.000 Menschen. Die meisten von ihnen wohnen in Städten. Allein in Reykjavik sind 115.000 Menschen gemeldet. In der Metropolregion Reykjavik leben etwa zwei Drittel der Einwohner des Landes. - Auf europäische Verhältnisse bezogen ist Island extrem dünn besiedelt. Statistisch gesehen kommen auf einen Quadratkilometer gerade einmal 3 Menschen.

Reykjavik von oben

Reykjavik von oben