Rhodos Sehenswürdigkeiten


Rhodos, Griechenlands viertgrößte Insel, bietet ihren Besuchern viele Sehenswürdigkeiten und Freizeitaktivitäten. Für einen Zwischenstopp mit dem Kreuzfahrtschiff empfehlen wir ausschließlich den Besuch der historischen Altstadt der Inselmetropole.

Rhodos-Stadt – der erste Eindruck

Der Anleger der Kreuzfahrtschiffe und der Fähren liegt in fußläufiger Entfernung vom historischen Stadtzentrum. Vom erhöhten Standort an Bord eines Kreuzfahrtschiffs bieten sich den Passagieren uneingeschränkte Blicke auf die von mächtigen und hohen Festungsmauern umgebene Altstadt. Jenseits der Mauern erstreckt sich in Hanglage die Neustadt. In Rhodos-Stadt leben annähernd 50.000 Menschen.

Rhodos-Stadt - die befestigte Altstadt

Rhodos-Stadt - die befestigte Altstadt


Rhodos historischer Hintergrund

Nach wenigen Minuten Fußweg tauchen Besucher ein in das Straßengewirr der pittoresken Altstadt. Vom sagenhaften Koloss von Rhodos, einer technischen Meisterleistung der Antike, ist nichts mehr zu erahnen. Die mehr als 30 Meter hohe Bronzestatue fiel etwa 60 Jahre nach ihrer Errichtung einem Erdbeben zum Opfer.

Geblieben ist allerdings die Erinnerung an den Johanniterorden. Nachdem der Papst dem Orden die Insel Rhodos im Jahr 1307 als immerwährendes Eigentum zugesprochen hatte, begannen die Ordensritter die Insel zu befestigen, um sie gegen muslimische Attacken zu verteidigen. Die imposanten Mauern, Bollwerke und Stadttore zeugen noch immer vom Bemühen der Johanniter, die Stadt uneinnehmbar zu machen. Mehr als 200 Jahre blieben die Ritter auf Rhodos. Als osmanische Truppen im Jahr 1523 die Insel eroberten, verließen die Johanniter die Insel. Die Epochen der Kreuzritter und der nachfolgenden Osmanen schufen ein außergewöhnliches Stadtensemble, das die UNESCO im Jahr 1988 zum Weltkulturerbe erklärte.

Rhodos-Stadt - die Stadtmauer mit dem See-Tor

Rhodos-Stadt - die Stadtmauer mit dem See-Tor


Unsere zehn Top-Sehenswürdigkeiten von Rhodos-Stadt

Obwohl wir die gesamte Altstadt von Rhodos als ein beispielloses Ensemble empfinden, schätzen wir die folgenden zehn Bauwerke, Plätze und Monumente für besonders bemerkenswert ein.

Die Festungsmauer

Die Johanniterritter übernahmen Rhodos nach längerer Belagerung. Der Orden errichtete in der Stadt sein Hauptquartier und baute in der Folgezeit Rhodos zur Festung aus. Eine mehr als vier Kilometer lange Festungsmauer mit mehreren imposanten Toren umgibt bis heute die Altstadt. Die Mauer wurde in acht Abschnitte eingeteilt und von Rittern der acht „Zungen“, gemeint sind die Herkunftsregionen der Ritter, bewacht. Besonders auffällige Stadttore sind das See-Tor am Kolona Hafen sowie das Sankt-Athanasios-Tor auf der gegenüberliegenden Seite des Festungsrings.

Rhodos - Altstadt und Neustadt
Rhodos-Stadt - Festungsmauer davor Skulptur mit Delfinen
Rhodos-Stadt - die Stadtmauer
Rhodos-Stadt - Sankt-Nikolaus-Festung mit dem Leuchtturm

Der Großmeisterpalast des Johanniterordens

Der Palast der Großmeister wurde im 14. Jahrhundert errichtet. Er diente als Kastell und als Amtssitz der auf Lebenszeit gewählten Großmeister. Nachdem Osmanen in der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts Rhodos übernahmen, wurde der Palast als Gefängnis und Lager für Schießpulver genutzt. Im Jahr 1856 ereignete sich in der Pulverkammer eine Explosion, die den Großmeisterpalast und die umliegenden Bauten stark beschädigte. Der Palast wurde zwischen 1912 und 1943 unter italienischer Herrschaft restauriert. Allerdings geriet der Wiederaufbau nicht maßstabsgerecht: Die Besatzer vergrößerten den Palast auf das Anderthalbfache der ursprünglichen Größe, um ausreichend Raum für den Kommandanten der Insel zu schaffen.

Rhodos-Stadt - der Großmeisterpalast
Rhodos-Stadt - der Großmeisterpalast
Rhodos-Stadt - der Großmeisterpalast
Rhodos-Stadt - der Großmeisterpalast

Die Kirche Unserer Lieben Frau – Santa Maria del Borgo

Die Johanniter errichteten die Kirche im 14. Jahrhundert als eines der ersten Gotteshäuser unter ihrer Herrschaft. Während der osmanischen Regentschaft wurde die Kirche in eine Moschee umgewandelt. Nach schweren im Zweiten Weltkrieg erfolgten Bombardements zeugen heute nur noch Gebäudeteile von der ehemaligen Kirche.

Rhodos-Stadt - die Kirche Unserer Lieben Frau


Rhodos-Stadt - die Kirche Unserer Lieben Frau


Rhodos-Stadt - die Kirche Unserer Lieben Frau


Rhodos-Stadt - die Kirche Unserer Lieben Frau 


Die Süleyman-Pascha-Moschee

Nach dem Abzug der Johanniter von Rhodos ließ Sultan Süleymann I. vom Jahr 1523 an im nordwestlichen Teil der Altstadt eine Moschee bauen. Der aktuelle Gebäudekomplex wurde zu Beginn des 19. Jahrhunderts errichtet. Der quadratische Bau besitzt zehn Kuppeln. Das Minarett ist neueren Ursprungs.

Rhodos-Stadt - Kuppeln der Süleyman-Pascha-Moschee


Rhodos-Stadt - Kuppeln der Süleyman-Pascha-Moschee


Rhodos-Stadt - Minarett der Süleyman-Pascha-Moschee


Rhodos-Stadt - Minarett der Süleyman-Pascha-Moschee 


Die Islamische Bibliothek

Gegenüber der Moschee liegt die im Jahr 1793 eingerichtete türkische Hafiz-Ahmed-Agha-Bibliothek. Die Bibliothek bewahrt wertvolle Bücher und Handschriften auf. Der Innenhof ist mit Mosaiken auf Kieselsteinen geschmückt. Das Archiv darf an Werktagen besichtigt werden.

Rhodos-Stadt - Garten der islamischen Bibliothek

Der Uhrenturm

Der die Altstadt überragende Uhrenturm an der Orfeustraße wurde unter türkischer Herrschaft im Jahr 1851 auf den Resten eines Turms aus byzantinischer Zeit gebaut. Die Explosion des Pulverdepots im Großmeisterpalast zerstörte den vorherigen Turm. Im selben Jahr erfolgte der Wiederaufbau. Die Uhr zeigte den Inselgriechen die türkische Zeit an. Auf der Zeitangabe basierten Regeln, wann die Stadt betreten oder verlassen werden durfte. Der Turm ist für Besucher geöffnet.

Rhodos-Stadt - der Uhrenturm

Rhodos-Stadt - der Uhrenturm


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Die Ritterstraße mit den Häusern der „Zungen“

An der 200 Meter langen Odos Ippoton, der Ritterstraße, liegen die meisten Herbergen der „Zungen“. Der Johanniterorden bestand aus acht Landsmannschaften, den „Zungen“. Die Herbergen der Engländer und der Auvergne befinden sich in anderen Bereichen der Altstadt. Unklarheit besteht bezüglich des Standorts der deutschen „Zunge“. Am oberen Ende der Ritterstraße liegt der Großmeisterpalast; das untere Ende stößt auf den Kleobulos-Platz.

Rhodos-Stadt - die Ritterstraße
Rhodos-Stadt - die Ritterstraße
Rhodos-Stadt - die Ritterstraße - Auberge de Provence
Rhodos-Stadt - die Ritterstraße - Herberge

Das Neue Hospital des Ordens grenzt an die Ritterstraße. Das Bauwerk findet in der Gegenwart als archäologisches Museum Verwendung. Zur Zeit der Kreuzritter zählte das Hospital zu den modernsten und am besten ausgestatteten Einrichtungen seiner Zeit. Der Krankensaal war 50 Meter lang und zwölf Meter breit.

Rhodos-Stadt - das Archäologische Museum

Rhodos-Stadt - das Archäologische Museum


Platia Athinas

In der Altstadt liegt im ehemaligen türkischen Viertel die Platia Athinas. An dem kleinen Platz liegen zwei Kirchenruinen die ebenfalls sehenswert sind: die Basilika Sankt Michael und die Kirche Agios Spyridon. Das Mittelschiff der Kirche ist erhalten geblieben.

Rhodos-Stadt - Platia Athinas


Rhodos-Stadt - Platia Athinas


Rhodos-Stadt - Platia Athinas


Rhodos-Stadt - Platia Athinas 


Platia Ippokratous

Der Platz des Hippokrates liegt ebenfalls im Zentrum der Altstadt. Das Wahrzeichen des Platzes ist der Brunnen des Hippokrates. Auf der Spitze des Brunnens thront eine Eule. Ein weiteres Symbol des Platzes ist der Palast des Kastellans, erkennbar an den steilen Treppen auf denen sich häufig ermüdete Touristen ausruhen.

Rhodos-Stadt - Platia Ippokratous mit dem Eulenbrunnen
Rhodos-Stadt - Platia Ippokratous
Rhodos-Stadt - Platia Ippokratous mit dem Eulenbrunnen
Rhodos-Stadt - Platia Ippokratous mit dem Palast des Kastellans

Der Mandraki Hafen

Neben dem Hafenbecken der Fähren und der Kreuzfahrtschiffe liegt der Mandraki-Hafen. Attraktive Blickfänge im Hafenumfeld sind die Hafeneinfahrt, die Sankt-Nikolaus-Festung mit dem Leuchtturm und die Windmühlen.

Die Hafeneinfahrt

Zwei Säulen, eine auf jeder Seite, markieren die Hafeneinfahrt. Auf den Säulen stehen die Wappentiere von Rhodos: ein Hirsch und eine Hirschkuh. Die Skulpturen sind nicht antiken Ursprungs; die italienischen Besatzer ließen die Säulen errichten. Der Legende nach hat in der Antike über der Hafeneinfahrt der Koloss von Rhodos gestanden.

Rhodos-Stadt - Zufahrt zum Mandraki Hafen


Rhodos-Stadt - Zufahrt zum Mandraki Hafen


Rhodos-Stadt - Hirsch und Hirschkuh mit Sankt-Nikolaus-Festung  


Rhodos-Stadt - Hirsch und Hirschkuh mit Sankt-Nikolaus-Festung  


Die Sankt-Nikolaus-Festung

An der Spitze der Mole des Mandraki-Hafens ragt die im 15. Jahrhundert erbaute Sankt-Nikolaus-Festung auf. Das Fort gehörte zum Verteidigungssystem der Johanniter. Im Laufe der Jahrhunderte wurde die Bastei mehrfach umgebaut. Auf der oberen Plattform der Festung steht der Leuchtturm Agios Nikolaos.

Die Getreidemühlen

Auf der Mole des Mandraki-Hafens stehen drei restaurierte Windmühlen. Ursprünglich standen dort 14 Mühlen in Linie. Sie mahlten das mit Schiffen angelandete Getreide.

Rhodos-Stadt - Getreidemühlen auf der Mole des Mandraki-Hafens

Rhodos-Stadt - Getreidemühlen auf der Mole des Mandraki-Hafens


Je nach Interessenlage gibt es in Rhodos-Stadt noch viel mehr zu sehen und zu unternehmen. Unter Ein Tag in Rhodos beschreiben wir unseren Stadtrundgang. Am Ende des Besuchstages tstellen wir fest, dass viele der Sehenswürdigkeiten unentdeckt blieben.

Update Mai 2023

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