Rostock – Deutschlands meist besuchtes Kreuzfahrtziel

Rostocks Wappentier - Der Greif Kreuzfahrten in Nord-West-Europa, im Bereich der Britischen Inseln und der Ostsee liegen bei deutschen und internationalen Urlaubern im Trend. Bei Ostseereisen werden unter den deutschen Häfen Kiel und Rostock-Warnemünde bevorzugt von den Kreuzfahrtschiffen angelaufen, und Rostock-Warnemünde führt die deutsche Rangliste an. Im Jahr 2017 laufen im Minimum 192 Kreuzfahrtschiffe die Hansestadt Rostock an. Die meisten der Schiffe docken an den Cruise Terminals im Stadtteil Seebad Warnemünde. Nur wenige, kleinere Schiffe werden bei mangelndem Platz in Rostocks Industriehafen dirigiert.

Kreuzfahrtterminal Warnemünde

Kreuzfahrtterminal Warnemünde


Wenn Kreuzfahrtschiffe Warnemünde besuchen, genießt vor allem bei internationalen Gästen die deutsche Hauptstadt eine hohe Priorität. Warnemünde und die Siegessäule in Berlin trennen rund 235 Kilometer. Die relative große Distanz und eine jeweils knapp dreistündige Busfahrt halten internationale Kreuzfahrtgäste aber nicht davon ab, während des Liegetages an der Ostsee Busausflüge nach Berlin zu unternehmen.

Unser Schiff hat in Warnemünde angelegt, und uns zieht es nicht nach Berlin. Stattdessen nutzen wir einen Teil des Tages für den Besuch der Rostocker Altstadt. Den Rest bringen wir im Seebad Warnemünde zu. Nicht unbedingt wegen des vorbildlich gepflegten Strandes oder wegen des Spielcasinos im Kurhaus, sondern weil das Seebad ein „rundes“ Ferienziel mit hübschen Straßen und historischen Fischerhäusern ist.

Warnemünde - Straße Am Strom

Warnemünde - Straße Am Strom


Das historische Zentrum der Hansestadt

Wie immer unternehmen wir eine individuelle Tour. Vom Cruise Terminal gehen wir nur wenige Minuten bis zur S-Bahn-Station Warnemünde. Die viertelstündlich verkehrenden S-Bahn-Züge verbinden das Seebad mit dem Rostocker Hauptbahnhof. Den erreichen wir in einer 20-minütigen Fahrt. Im Tiefgeschoss des Hauptbahnhofs steigen wir in eine Tram der Straßenbahn-Linie 6 und fahren fünf Stationen bis zur Station Kröpeliner Tor in der Lange Straße. Dort beginnen wir unseren Rundgang durch Alt-Rostock.

Kröpeliner Tor

Kröpeliner Tor


Das sechsgeschossige, prächtige Kröpeliner Tor ragt 54 Meter in die Höhe. Es war ein wesentlicher Bestandteil der Rostocker Stadtbefestigung. Schon im Jahr 1400 wurde der ursprünglich nur zweigeschossige Bau auf die heutige Höhe erweitert. Sein aktuelles Erscheinungsbild erhielt es im 19. Jahrhundert. Im Gebäudeinneren wird über die ehemalige Stadtbefestigung berichtet.

Die Rostocker Stadtbefestigung mit den Wallanlagen entstand in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts. Teile der Wälle sind noch heute erhalten. Das längste Stück erstreckt sich auf 450 Meter Länge südwestlich des Kröpeliner Tors. Es lohnt sich, einen kleinen Umweg über die Wallanlage einzulegen.

Wallanlage

Wallanlage


Wir verlassen die Wallanlage und steigen hinunter zum Kloster zum Heiligen Kreuz. Die dänische Königin Margarete I. stiftete das ehemalige Zisterzienser-Nonnenkloster im Jahr 1270. Heutzutage ist es Sitz des Kulturhistorischen Museums und der Universitätskirche. Die Anlage ist für jedermann zugänglich. Einige unauffällige Häuser beherbergen Läden und in einem schmalen Haus ist seit 1993 das Kemposwski-Archiv untergebracht. Der Schriftsteller Walter Kempowski ist ein Sohn der Stadt.

Universitätskirche und Kulturhistorisches Museum Universitätskirche und Klostergarten Gebäude im Klosterhof Kempowski Archiv (mittig)

 

An das Gelände des ehemaligen Klosters schließt sich der Universitätsplatz an. Dort stehen das Hauptgebäude der Universität, das Stadtpalais und der Brunnen der Lebensfreude. Auch ein Standbild des in Rostock geborenen Generalfeldmarschalls von Blücher bekommen wir zu sehen.

Hauptgebäude der Universität Rostock

Hauptgebäude der Universität Rostock


Die Universität ist die älteste Universität Nordeuropas. Sie wurde im Jahr 1419 gegründet. Das den Universitätsplatz dominierende Hauptgebäude wurde im Renaissance-Stil errichtet.

Der Brunnen der Lebensfreude wurde 1980 von den Rostocker Künstlern Jo Jastram und Reinhard Dietrich gestaltet. Die aus 20 Figuren und 18 Wasserfontänen bestehende Brunnenanlage kommt uns sehr sinnenfreudig vor. Der Brunnen präsentiert Lebensfreude pur. Er zeigt nackte herumtollende Personen beiderlei Geschlechts, Wildschweine und Möwen. So recht passt das nicht in unser Weltbild des norddeutschen Lebens; aber gefallen hat es uns schon.

Brunnen der Lebensfreude

Brunnen der Lebensfreude


Zunächst folgen wir der Kröpeliner Straße. Die erwähnten wir noch gar nicht. Die Fußgängerstraße führt vom Kröpeliner Tor bis zum Neuer Markt. Sie ist die Haupteinkaufsstraße im historischen Stadtzentrum. Hier sehen wir vor allem die Geschäfte bekannter Laden-Ketten, Bäckereien oder Cafés. Es sieht so aus wie in allen Gegenden Deutschlands. Ungewohnt und staunenswert sind dagegen die traditionsreichen, überwiegend restaurierten Giebelhäuser der Straße. Etwas ganz Besonderes ist die Stadtbibliothek. Das Gebäude ist ein herausragendes Beispiel norddeutscher Backsteingotik.

Kröpeliner Straße mit dem Kröpeliner Tor Fassaden der Kröpeliner Straße Straßenzug mit der Stadtbibliothek Stadtbibliothek

 

Unser nächstes Ziel ist die Marienkirche. Sie wird uns als größte und schönste Kirche Rostocks mit reicher Ausstattung beschrieben. Die Kirche ist bezüglich ihrer Größe, ihrer Orgel, ihres Altars und wegen ihrer astronomischen Uhr, der Reloj Astronomico, wirklich sehenswert. Erbaut wurde sie zwischen 1290 und der Mitte des 15. Jahrhunderts. Die astronomische Uhr löste 1472 eine Vorgängeruhr ab. Was die Atmosphäre des Bauwerks anbelangt, empfinden wir die evangelisch-lutherische Hauptkirche der Stadt als ausgesprochen kühl und nüchtern. Der zur Reformationszeit einsetzende Bildersturm war in der Marienkirche wohl besonders wirkungsvoll.

Marienkirche Westbau mit dem Turmmassiv Marienkirche Kirchenschiff der Marienkirche Buntglasfenster der Marienkirche

 

Leuchter der Marienkirche Marienkirche - ehemaliger Hochaltar Marienkirche - Reloj Astronomico Marienkirche - Hauptaltar

 

Von der Marienkirche gehen wir zum Neuer Markt  hinüber. Er ist einer von drei (ehemaligen) Marktplätze Rostocks. Die Bebauung des Marktes wurde durch die Bombardements der Stadt Ende April 1942 zwar stark beschädigt, die Kriegsschäden wurden jedoch beseitigt. Auf dem Platz wird noch regelmäßig Markt gehalten; außerdem finden dort saisonale Veranstaltungen statt.

Seit 2001 existiert der Möwenbrunnen auf dem Neuer Markt. Vier Meeresgötter gruppieren sich um eine von einer Möwe besetzten Säule. Die Götter repräsentieren Neptun mit dem Dreizack, den Griechen Nereus, den in eine Muschel blasenden Triton und Proteus. Uns fällt in diesem Zusammenhang auf, wie viele sehenswerte, öffentliche Brunnenanlagen Rostock besitzt.

Möwenbrunnen und Häuser am Neuer Markt

Möwenbrunnen und Häuser am Neuer Markt


Den Giebelhäusern des Neuer Markt gegenüber steht das Rathaus. Der mit den historischen Rathäusern Lübecks und Stralsunds vergleichbare Bau soll einer der bedeutendsten in Backsteingotik errichteten Profanbauten des Ostseeraums sein.

Rathaus

Rathaus


Wenn wir schon am Rathaus sind, gehen wir noch ein paar Schritte durch die Große Wasserstraße zum Kerkhoffhaus. Es ist eines der namhaftesten Rostocker Baudenkmale. Benannt ist es nach dem Ratsherren Bartold Kerkhoff. Der ließ das Patrizierhaus um 1470 errichten. Die Hausfront mit den reichhaltigen Terrakottaverzierungen entstammt dem 16. Jahrhundert. Das Gebäude wird von der Stadt Rostock genutzt.

Kerkhoffhaus

Kerkhoffhaus


Vom Neuen Markt führt die Steinstraße zum nahe gelegenen, ebenfalls sehenswerten  Steintor, einem mächtigen Torgebäude. Neben dem Steintor steht das ehemalige Ständehaus. Es war der Versammlungsort für die Ritter- und Landschaft Mecklenburg-Vorpommerns. Ende des 19. Jahrhunderts wurde der Backsteinbau errichtet. Heute nutzt das Oberlandesgericht Rostock das Gebäude. Vor dem Ständehaus liegt der Rosengarten, eine weitläufige Parkanlage, der in westlicher Richtung in die Wallanlage übergeht. Auf der anderen Seite des Stadttors sind noch Reste der Rostocker Stadtmauer zu sehen.

Steintor von Süden Ständehaus Ständehaus Stadtmauer am Steintor

 

Seit 2001 existiert der Möwenbrunnen auf dem Neuer Markt. Vier Meeresgötter gruppieren sich um eine von einer Möwe besetzten Säule. Die Götter repräsentieren Neptun mit dem Dreizack, den Griechen Nereus, den in eine Muschel blasenden Triton und Proteus. Uns fällt in diesem Zusammenhang auf, wie viele sehenswerte, öffentliche Brunnenanlagen Rostock besitzt.

Seit 2001 existiert der Möwenbrunnen auf dem Neuer Markt. Vier Meeresgötter gruppieren sich um eine von einer Möwe besetzten Säule. Die Götter repräsentieren Neptun mit dem Dreizack, den Griechen Nereus, den in eine Muschel blasenden Triton und Proteus. Uns fällt in diesem Zusammenhang auf, wie viele sehenswerte, öffentliche Brunnenanlagen Rostock besitzt.

Am Steintor biegen wir in die Straße Hinter der Mauer ein und gehen bis zur Nikolaikirche. Sie entstammt dem Jahr 1230 und war eine der vier Kirchen der Innenstadtgemeinde. Erbaut wurde sie ab 1230. Die Hallenkirche wird nicht mehr für Gottesdienste genutzt. Stattdessen wird das Backsteingebäude für Konzerte, Ausstellungen und Podien verwendet. Im Turm sind Büros und Diensträume der Kirchenverwaltung untergekommen, und im weitläufigen Kirchendach wurden drei Wohnetagen eingebaut. Zu bestimmten Zeiten kann das Kircheninnere besichtigt werden.

Nikolaikirche

Nikolaikirche


PetrikircheDurch die Altschmiedestraße gehen wir bis zur Petrikirche am Alter Markt. Sie ist Rostocks älteste Kirche. Mit 117 Meter Höhe besitzt sie den höchsten Kirchturm aller Rostocker Kirchen. Ein erster Kirchenbau entstand um 1300. Ihm folgte Mitte des 14. Jahrhunderts eine in Backsteingotik errichtete dreischiffige Basilika.

Die Luftangriffe des Jahres 1942 richteten auch bei dieser Kirche schwere Schäden an. In der Folge wurden Zwischenwände zwischen die Kirchenschiffe eingezogen. Außerdem wurde in 24 Meter Höhe eine Zwischendecke im Hauptschiff eingebaut. Empfehlenswert ist bei klarer Sicht eine Turmbesteigung. Ein Aufzug bringt die Besucher auf 45 Meter Höhe. Der 360°-Ausblick ist phänomenal.

Kosten der Aufzugfahrt: 3 Euro

Petrikirche  

Petrikirche


Von der Aussichtsplattform lassen sich die Flusslandschaft derWarnow und der Stadthafen gut betrachten. Beide wollen wir gleich darauf aus der Nähe ansehen. Der Nase nach gehen wir hinüber zur Silohalbinsel. Dort widmen wir uns zuerst der Rostocker Hauptverwaltung der AIDA Cruises. Die liegt an einer gut hergerichteten Kaianlage. Der folgen wir in Richtung der Bootsstege bis zum Alten Tretkran. Die Krananlage ist ein verkleinerter Nachbau eines Tretkrans aus dem 18. Jahrhundert. Bevor es Maschinen gab, mussten Lasten mit Muskelkraft von Menschen oder Tieren gehoben werden.

AIDA Cruises Zentrale Restaurantschiff am Kempowski-Ufer Alte Speichergebäude Der Hafentretkran

 

Bevor wir am Tretkran ankommen, werfen wir auf Höhe des Lokschuppens noch einen Blick über die meist stark befahrene Straße Am Strande auf das gegenüberliegende, klassizistische Mönchentor. Es wurde im Jahr 1805 neu errichtet, und es ist nicht einmal klein.

Das Mönchentor

Das Mönchentor


Knapp hinter dem Tretkran queren wir die Straße Am Strande und gehen in die Wokrenter Straße hinein. Wegmarke ist uns dabei das Lokal „Zur Kogge“. Repräsentative Giebelhäuser zieren die Straße. Nur zwei der Häuser sind originalen Ursprungs, alle übrigen Bauten sind neueren Datums. Das Hausbaumhaus ist ein typisches Beispiel eines spätgotischen Rostocker Giebelhauses aus dem 15. Jahrhundert. 

Wokrenter Straße mit dem Hausbaum Haus

Wokrenter Straße mit dem Hausbaum Haus


Das Gebäude kann besichtigt werden. Sehenswert sind der Saal im Erdgeschoss, der Salon im Obergeschoss und das Kellergewölbe. Rostocker empfehlen uns einen Besuch des Gebäudes.

Anschrift: Wokrenter Straße 40; Öffnungszeiten: Dienstag bis Freitag: 11:00 bis 15:00 Uhr.

Natürlich gäbe es noch mehr zu sehen. Das Haus der Musik, das Krahnstöver Haus oder das Kuhtor. Da wir an unserem einzigen Besuchstag in Rostock auch noch einige Eindrücke des Seebades Warnemünde erhaschen möchten, ist es nun aber an der Zeit, mit der S-Bahn nach Warnemünde zurückzufahren. Wir belassen es bei der Feststellung einer der netten Damen der Tourist-Information: „Wenn Sie das alles gesehen haben, müssen Sie ansonsten nichts mehr ansehen“.

Wir schlagen uns von der Wokrenter Straße in Richtung Lange Straße durch, gehen hinüber zur Marienkirche und fahren vom Rathaus mit der Straßenbahn zum Hauptbahnhof. Dort besteigen wir die S-Bahn und kommen bald darauf wieder in Warnemünde an. Wir verlassen Rostock in der Überzeugung, dass seit der Wende Beachtliches im historischen Zentrum Rostocks geschaffen wurde. Wenn dazu noch – wie in unserem Fall - das Wetter passt, ist Rostock tatsächlich einen Besuch wert.

Empfehlung:

Am Universitätsplatz liegt die Tourist-Information Rostock. Dort starten kleine Panoramabusse zu etwa 45 minütigen Stadtrundfahrten. Sie erscheinen uns als höchst empfehlenswert für eine Stadtrundfahrt. Die Rundfahrt wird für 12 Euro angeboten. Außerdem gibt es noch weitere Busrundfahrten, z. B. solche mit Hop-On-Hopp-Off Bussen.

Panorama-Stadtrundfahrtbus

Panorama-Stadtrundfahrtbus


Rostocks Straßenbahnen starten und halten im Tiefgeschoss des Hauptbahnhofs.

 

Spaziergang durch Warnemünde in 90 Minuten

Wir verlassen den Bahnhof und queren das Hafenbecken des Alten Strom, der ehemaligen Schiffszufahrt von der Ostsee zum Rostocker Hafen. An der Ecke Am Strom/Kirchenstraße liegt die Warnemünder Vogtei. Sie geht auf das Jahr 1250 zurück. Damals war sie ein dänischer Palast. Später war sie der Sitz der schwedischen und französischen Vögte und ab 1605 Sitz des Rostocker Vogtes. In unserer Zeit ist die Vogtei der Sitz der Tourismuszentrale und Tourist-Information Warnemünde.

Warnemünde - Alte Vogtei

Warnemünde - Alte Vogtei


Die Vogtei war auch immer Brauerei und Schänke. In diesem Zusammenhang lasen wir eine bemerkenswerte Zahl: Zur Blütezeit der Hanse war Rostock berühmt für sein Brauwesen. Chronisten berichten von circa 200 Brauereien, deren Produkte im Ostseeraum gehandelt wurden.

Wir gehen rechts in die Alexandrinenstraße hinein. Die und die parallel verlaufende Straße Am Strom waren die allerersten Straßen Warnemündes. Wir bewundern die vielen alten, kleinen, ehemals von Fischern, Seeleuten und Lotsen bewohnten Giebelhäuser. An der Hausnummer 31 steht das Heimatmuseum. Weiter vor, in nördlicher Richtung sehen wir den kleinen Brunnen Warneminner Ümgang. Wir zählen 19 festlich gekleidete Figuren, die sich auf dem Weg zum Rostocker Vogt befinden.

Alexandrinenstraße

Alexandrinenstraße


Nach mehreren Hundert Metern wechseln wir nach rechts in die Straße Am Strom. Die verläuft parallel zum Wasserarm „Alten Strom“. Dort sind Fischkutter, Fahrgastschiffe, Yachten und Segelboote vertäut. Die am Strom liegenden Häuser beherbergen Cafés, Lokale und viele kleine Geschäfte.

Am Strom

Am Strom


Wir gehen allerdings nicht bis zum Ende der „Westmole“ , sondern biegen in die Straße Am Leuchtturm ein. Und gleich darauf sehen wir zwei der typischen Warnemünder Wahrzeichen. Das eine ist der 30 Meter hohe Leuchtturm, der zwischen 1897 und 1898 aus weiß glasierten Ziegelsteinen gebaut wurde. Das andere ist der Teepott. Das Gebäude ist eine kugelförmige architektonische Leistung aus DDR-Zeiten.

Teepott und Leuchtturm

Teepott und Leuchtturm


Nun folgen wir der Seepromenade; unsere Wegmarke ist das Hochhaus des „NEPTUN Hotel“. Neben der Promenade liegt der breite, gepflegte Strand. Unzählige Strandkörbe warten auf Gäste. Am Haus des Kurgastes, dem im Bauhausstil errichteten „Kurhaus“, verlassen wir die Seepromenade. Im Kurhausgarten finden in der Zeit von Mai bis Oktober regelmäßig Kurkonzerte statt. Der gepflegte, baumbestandene Kurpark schließt sich an. Er ist weitläufiger, als wir ursprünglich annahmen.

Haus des Kurgastes

Haus des Kurgastes


Wir fragen uns zur Mühlenstraße durch, um noch einen Blick auf die 1866 gebaute Holländermühle zu werfen. Bis 1991 wurde in der Mühle noch Korn gemahlen; danach wurde sie in ein gastronomisches Objekt umgewandelt. Wir folgen der von Läden gesäumten Mühlenstraße etwa 500 Meter bis zur evangelischen Kirche. Geweiht wurde sie im Jahr 1871. Sie war die dritte Kirche am gleichen Standort. Geöffnet ist sie täglich zwischen 12:00 bis 18:00 Uhr. In den Seitenschiffen fallen uns zwei von den Warnemünder Lotsenkommandeuren geschenkte Votivschiffe auf. Der Schnitzaltar kann in die zweite Hälfte des 15. Jahrhunderts zurückdatiert werden.

Warnemündes Holländermühle

Warnemündes Holländermühle


An der Kirche schließen wir unseren Rundgang durch Warnemünde ab. Wir halten uns in östlicher Richtung, passieren nochmals den Bahnhof und gehen durch eine Unterführung bis zum Fahrwasser. Dort halten wir uns nach rechts und sehen bald darauf das Cruise Terminal und unser Kreuzfahrtschiff.

Fazit

Wir meinen, Rostock und das Seebad Warnemünde sind im Verlauf einer Ostsee-Kreuzfahrt unbedingt einen Besuch wert. Historisch Sehenswertes und die von einem Seebad gebotenen Zerstreuungen könnten nicht besser miteinander kombiniert werden.