Sint Maarten - Philipsburg - Begrüßung
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Saint Martin / Sint Maarten


Saint Martin, eine der Inseln über dem Winde, ist ein karibisches Unikum. Es ist die kleinste Insel der Welt, die von zwei Nationen zugleich beansprucht wird. Saint Martin ist zweigeteilt. Der nördliche Teil – Saint Martin – gehört zu Frankreich, während der südliche Abschnitt – Sint Maarten – Bestandteil des Königsreichs der Niederlande ist.

Saint Martin – geologisch betrachtet

Die Insel ist, wie viele der karibischen Inseln, vulkanischen Ursprungs. Genügend aktive oder inaktive Vulkane im weiten Umkreis belegen dieses Phänomen. Im Vergleich zu jenen Inseln ist Saint Martin eher hügelig geraten. Die höchste Erhebung ist mit nur 424 Metern der im französischen Part gelegene kegelförmige Pic Paradis. Und während auf den Nachbarinseln häufig beeindruckende Wasserfälle, Flüsse und opulenter Regenwald Bewunderung auslösen, sind es hier die Sandstrände, die für Kurzweil und Pläsier sorgen.

Saint Martin - Orient Bay

Saint Martin - Orient Bay


Saint Martin – Daten und Fakten

Saint Martin wurde im Jahr 1493 von niemand Geringerem als Christoph Kolumbus entdeckt. Die Entdeckung erfolgte am Namenstag des heiligen Martins. Somit fiel dem Entdecker die Namenswahl vermutlich nicht allzu schwer. Lange Zeit passierte wenig. Irgendwann errichteten Holländer eine Festung auf der Isla de San Martín, so lautete der frühere Name.

Im Jahr 1633 eroberten spanische Truppen die Insel. Im Jahr 1648 rebellierten französische und holländische Kriegsgefangene gegen die Spanier; die unterlagen den Rebellen und gaben die Insel frei. Im Vertrag von Concordia wurde im Jahr 1648 die Aufteilung der Insel unter Frankreich und den Niederlanden einvernehmlich geregelt.

Das Eiland ist, einige kleine Nachbarinseln eingeschlossen, 88 Quadratkilometer groß. Der französische Anteil beläuft sich auf 54 Quadratkilometer, der holländische auf 34 Quadratkilometer. Umgekehrt verhält es sich mit den Einwohnerzahlen. Der Census des Jahres 2022 ergab 41.901 Bürger mit holländischem Pass, während im französischen Teil im selben Jahr knapp 31.500 Franzosen wohnten. Insgesamt sind es mehr als 73.000 Insulaner, denen es dank der im Jahr 1939 eingerichteten Offshore-Zone in beiden Gebieten nicht wirklich schlecht geht.

Saint Martin - Marigot - Marktstände

Saint Martin - Marigot - Marktstände


Politisch ist Sint Maarten seit dem Jahr 2010 ein „autonomer Landesteil“ des Königreichs der Niederlande. Staatsoberhaupt ist der holländische König. Hauptstadt ist Philipsburg. Offizielles Zahlungsmittel ist der Antillen-Gulden. Der US-Dollar wird als Zweitwährung überall akzeptiert. Mit ihm kommt der Kreuzfahrer in der Karibikregion immer gut zurecht.

Saint Martin ist ein sogenanntes französisches Überseegebiet. Staatsoberhaupt ist der Präsident der Französischen Republik. Die Staatsgrenze zwischen beiden Regionen ist eher fiktiv. Urplötzlich bewegt man sich im Nachbarland. Die Hauptstadt Saint Martins ist Marigot. Obwohl zu Frankreich gehörend, sprechen die Einwohner zumeist Englisch. Kein Wunder, es gibt sogar englische Grundschulen. Und noch etwas: Saint Martin gehört zur EU. Womit sich keine Probleme mit der Währung ergeben. In Saint Martin zählt der Euro.

Saint Martin – Wirtschaft

Der Anbau von Zuckerrohr machte beide Staatsgebiete einst sehr wohlhabend. Das änderte sich, als das Mitte des 19. Jahrhunderts ergangene Verbot der Sklavenarbeit der Landwirtschaft die Grundlage entzog. Die regionale Wirtschaft brach zusammen. Erst im Jahr 1939 konnte sich Saint Martin aus seiner schweren Krise befreien, als es sich zur Freihandelszone erklärte.

In der Gegenwart können sich die Bewohner beider Inselteile dank ihrer diversifizierten Wirtschaft nicht beklagen. Die wichtigste Einnahmequelle ist der Tourismus. Hinzu kommen Agrar-Produkte, Handel und Dienstleistungen. Besonders Finanzdienstleistungen haben sich als ein anwachsender Wirtschaftszweig erwiesen. Kein Wunder, dass bei derart guten Bedingungen die Arbeitslosenquote im Vergleich zu anderen Karibikinseln relativ niedrig ausfällt.

Saint Martin - Plane Spotter am Maho Beach

Saint Martin - Plane Spotter am Maho Beach


Sint Maarten – Ziel der Kreuzfahrtschiffe

Sint Maarten ist eines der am meisten besuchten Kreuzfahrtziele der Karibik. Kreuzfahrtschiffe legen für gewöhnlich im Süden der Insel, in Philipsburg an. An manchen Tagen suchen Passagiere von bis zu sieben Schiffen den Hafen heim.

Sint Maarten - Kreuzfahrtschiffe an den Piers von Philipsburg

Sint Maarten - Kreuzfahrtschiffe an den Piers von Philipsburg


Dies ist sicherlich nicht so sehr auf die Sehenswürdigkeiten und Schönheiten der Insel zurückzuführen. Davon gibt es nicht viele. Es ist der Freihafenstatus, der das Einkaufen in Sint Maarten so interessant macht. Das lockt vor allem die durchweg amerikanischen Besucher wie Nektar die Bienen. Apropos Sehenswürdigkeiten: Unter Saint Martin Sehenswürdigkeiten beschreiben wir was auf der Insel die Aufmerksamkeit der Touristen auf sich zieht.

Update April 2025