Santorin


Wenn über die griechische Insel Santorin gesprochen wird, ist eigentlich die Insel Thira gemeint. Denn Santorin ist mehr als nur eine Insel. Santorin ist ein Mini-Archipel im Süden der Kykladen. Beide, Santorin und die übrigen Kykladen-Inseln gehören zu den beliebtesten touristischen Zielen Griechenlands.

Santorin - Touristen in Oia

Santorin - Touristen in Oia


Der Name Santorin stammt aus der Zeit, als die Republik Venedig zu Beginn des 13. Jahrhunderts die Inseln der südlichen Ägäis beherrschte. Der Name der frühchristlichen Basilika Santa Irini in der Nähe des heutigen Perissa wurde ein Synonym für die gesamte Insel.

Santorin - Fira

Santorin - Fira


Der Archipel Santorin entstand nach heftigen Vulkanausbrüchen, die vermutlich vor etwa 1,6 Millionen Jahren in der Ägäis einsetzten. Weitere Eruptionen schufen ursprünglich eine Insel mit einem geschätzten Durchmesser von 16 Kilometern. Ihre heutige Form erhielt Santorin aber erst vor etwa 3.600 Jahren, als infolge erneuter vulkanischer Aktivitäten die Insel einbrach und eine mehr als 80 km² große und bis zu 700 Meter tiefe Caldera entstand.

Santorin - Kreuzfahrtschiffe vor Nea Kameni

Santorin - Kreuzfahrtschiffe vor Nea Kameni


Sie ist ringförmig von der Hauptinsel Thira und den Inseln Thirasia und Aspronisi umgeben. Im Zentrum der Wasserfläche liegen die Reste des Vulkans, die beiden Eilande Palea Kameni und Nea Kameni. Zum Archipel gehören außerdem die abseits gelegene Insel Christiana und der Unterwasservulkan Kolumbos. Weltweit zählt die Caldera wegen ihrer einmaligen Schönheit zu den bekanntesten Vulkankratern.

Santorin - Die Caldera mit der Insel Thirasia

Santorin - Die Caldera mit der Insel Thirasia


Santorin in Zahlen

Die Gesamtfläche der Inseln des Kleinstarchipels macht etwas mehr als 92 km² aus. Von denen entfallen auf die Hauptinsel Thira 79 km². Deren Hauptstadt und zugleich größter Ort ist Fira. Dort leben permanent 1.600 Menschen. Das im Inselnorden gelegene Oia zählt einschließlich aller Eingemeindungen etwas mehr als 1.200 Einwohner. Zwischen der nördlichen Spitze (Kap Mavropetra) bei Oia und dem Kap Exomitis im Süden bei Perissa liegen 17 Kilometer.

Santorin - Oia

Santorin - Oia


Die höchste Erhebung der Insel, das Profitis Ilias-Massiv südlich von Pirgos misst 567 Meter.

Santorin - Profitis Ilias Massiv

Santorin - Profitis Ilias-Massiv


Im Westen der Insel ragt die weltbekannte, gigantische Steilküste aus der Caldera auf. Oberhalb der Küste liegen in circa 250 und 150 Meter Meereshöhe die Gemeinden Fira und Oia, deren Häuser aus Platzgründen in Terrassenbauweise übereinander getürmt wurden. Etwa 80 Prozent der Inselfläche werden als Kulturfläche, vor allem für den Anbau von Wein genutzt. Im 17., 18. und 19. Jahrhundert war Wein das wichtige Exportprodukt der Insel. Außerdem bescherte der Handel mit Wein der Santoriner Handelsflotte einen erheblichen Aufschwung. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts besaßen Santorins Reeder Griechenlands drittgrößte Handelsflotte. Kurzum: Die Männer Santorins, die in der Landwirtschaft und dem Weinbau keine Beschäftigung fanden, fuhren zur See.

Santorin - Fira von der Caldera gesehen Santorin - Oia mit dem Hafen von Armeni


Santorin heute

Santorin ist in erster Linie vom Tourismus abhängig. Unzählige Besucher aus allen Teilen der Welt kommen jährlich nach Santorin, um die einmalige Insel zu sehen und zu erleben. Tagestouristen reisen mit Fähren und Kreuzfahrtschiffen an. Der internationale Flughafen von Santorin wickelt Charterflüge von und nach vielen europäischen Zielen ab. Strandurlauber residieren im Südosten der Insel in den Orten Perissa und Kamari. Die Gemeinden Fira und Oia sind wegen ihrer einmaligen Lage, ihrer verwinkelten Gassen und der vielfältigen Einkaufsmöglichkeiten Publikumsmagneten. Gut erschlossene Straßen, ein funktionierendes öffentliches Busnetz, Taxen und eine Masse Leihwagen, Quads sowie Motorräder halten die Inselbesucher mobil.   

Santorin - Busbahnhof in Fira 

Santorin - Busbahnhof in Fira


Mit Kreuzfahrtschiffen anreisende Gäste sind besonders bevorzugt. Den Schiffsgästen präsentiert sich vor allem Fira während der Liegezeit wie aus dem Bilderbuch. Die Kehrseite der Medaille ist, dass nach Angaben von Bild.de die griechischen Hafenbehörden auf Santorin im Jahr 2015 insgesamt 636 Anläufe von Kreuzfahrtschiffen mit 790.000 Gästen verzeichneten. Diese Nachfrage muss zwangsläufig zu Engpässen an Land führen. Die Behörden wollen den Zugang regulieren. Die Vorstellung ist, dass zukünftig täglich nur maximal 8.000 Gäste an Land gehen sollen.

Santorin - Fira mit der orthodoxen Kathedrale vom Schiff gesehen

Santorin - Fira mit der orthodoxen Kathedrale vom Schiff gesehen


Über die Sehenswürdigkeiten der Insel und ein empfohlenes Tagesprogramm berichten wir unter Santorin – Sehenswürdigkeiten und Ein Tag auf Santorin

Tipp

Weitere Infos zu Santorin gibt es auf unseren Seiten "Griechische Inselwelt - Santorini" und "Santorin Insel".