Autor: Karl W. P. Beyer

In Skagway, im Südosten des US-Bundesstaates Alaska endet die weltberühmte Alaska Inside Passage. Ende des 19. Jahrhunderts war der heute circa 850 Einwohner zählende Ort Ausgangspunkt des Klondike-Goldrauschs im angrenzenden Kanada. Von Skagway gelangten die „Stampeders“ genannten Goldsucher auf schnellstem Weg zu den Goldgründen am Klondike River.

Welcome to Alaska

Welcome to Alaska


Skagway – Alaskas stark frequentiertes Kreuzfahrtziel

Obwohl auch heute noch in der Klondike-Region Gold in bescheidenen Mengen gewonnen wird, liegt der Goldrausch lange Zeit zurück. Skagway, der Ort mit dem nördlichsten, eisfreien Tiefwasserhafen in Nord Amerika, verbindet den Seeweg mit den in das Yukon-Gebiet sowie in die nordwestliche arktische Region führenden Highways. In den Monaten Mai bis September ist Skagway ein stark frequentiertes Kreuzfahrtziel. An den drei Molen liegen während der Saison bis zu fünf Kreuzfahrtschiffe. Für das Jahr 2017 weist die Hafenstatistik 782.000 Passagiere und 350.000 Crew Mitglieder aus. Die Planungen für 2018 sehen bislang insgesamt 410 Schiffsanläufe vor. An Spitzentagen suchen bis zu 8.000 Passagiere die beschauliche Kleinstadt heim.

Kreuzfahrtschiff Norwegian Sun am Ore Dock

Kreuzfahrtschiff Norwegian Sun am Ore Dock


Skagway – Eine Stadt wie auf dem Reißbrett entworfen

Den Louvre oder den Eiffelturm darf man in Skagway nicht erwarten. Den Tagesgästen werden stattdessen eine traumhaft schöne Landschaft sowie ein Bilderbuchort geboten. Die Gemeinde wirkt wie auf dem Reißbrett entworfen. Die Alaska Street, die Main Street, die State Street, der Broadway und die Spring Street führen in nordöstlicher Richtung durch die Stadt. Querstraßen, von der 1st Street bis zur 23rd Street, schneiden die fünf Straßen. Parallel zur Alaska Street verläuft die Landebahn des Regionalflughafens.

Der Broadway von Skagway

Der Broadway von Skagway


Der Broadway – Skagways Hauptgeschäftsstraße

Der Broadway ist Skagways Hauptgeschäftsstraße. An ihm liegen altertümlich aussehende, überwiegend flache oder zweigeschossige Bauten mit „falschen Fassaden“, sogenannten „false fronts“. Die teilweise skurril wirkenden Läden und Pubs ziehen die Passagiere der Kreuzfahrtschiffe magisch an. Einige der restaurierten Häuser gehören dem Klondike Gold Rush National Historical Park. In den Gebäuden werden Alltagsszenen der etwa 120 Jahre zurückliegenden Glanzzeit des Ortes lebensecht nachgestellt.

Falsche Fassaden in Skagway

Falsche Fassaden in Skagway


Skagways Hauptattraktion – Die White Pass & Yukon Route Railway

Was kann der Tagesgast außer einem Geschäftsbummel in Skagway noch erleben? Stark nachgefragt sind Fahrten mit der während des Klondike Gold Rush innerhalb von 26 Monaten gebauten White Pass & Yukon Route Railway. Die Bahnstrecke windet sich über 20 Meilen vom Meeresniveau auf 873 Meter Höhe. Steil abfallende Hänge, Wasserfälle, Tunnel und zahllose Brücken halten für die Bahnreisenden ausreichend „Nervenkitzel“ bereit.

Material der White Pass & Yukon Railway

Material der White Pass & Yukon Railway


Insgesamt führt die Strecke von Skagway über 110 Meilen nach Whitehorse/Yukon. Besonders beliebt sind jedoch Kurzfahrten zur nahegelegenen kanadischen Grenze. Mehr als 400.000 Menschen, darunter viele Passagiere von Kreuzfahrtschiffen, nutzen während der Sommersaison eine Fahrt mit der historischen Bahn. Allerdings fahren auch Busse bis zur kanadischen Grenze. Unter Skagway – Sehenswertes beschreiben wir die Busfahrt hinauf zur kanadischen Grenze sowie Sehenswertes in Skagway.

Felslandschaft am White Pass

Felslandschaft am White Pass


Etwa 550 Meilen südöstlich von Miami/Florida liegen im Atlantischen Ozean die Inseln der Turks und Caicos. Gemeinsam mit Anguilla, den British Virgin Islands, den Cayman Inseln und Montserrat werden die beiden Inselgruppen den British West Indies zugeordnet.