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Sydney / Cape Breton


Nova Scotia (Neuschottland) ist die östlichste und zweitkleinste Provinz Kanadas. Die Region besteht hauptsächlich aus der gleichnamigen Halbinsel und der Insel Cape Breton. Nova Scotia schließt an die kanadische Provinz „New Brunswick“ (Neubraunschweig) an. Die schmale Meeresbucht Strait of Canso trennt Nova Scotia von Cape Breton. Ein Damm verbindet beide Landstriche.

Wissenswertes zu Cape Breton

Im Norden und Westen grenzt Cape Breton an den Sankt Lorenz Strom, im Süden an die Meerenge von Canso und im Osten an den Atlantik. Mit 10.311 Quadratkilometern Fläche macht die etwa 175 km lange und 135 km breite Insel nicht einmal zwanzig Prozent der Fläche Nova Scotias aus. Die Küstenlinie ist zerklüftet. Im Inneren der Insel bestimmen der Bras d’Or Lake und die Cape Breton Highlands das Landschaftsbild.

Cape Breton - Blick auf den Bras d’Or LakeCape Breton - Blick auf den Bras d’Or Lake


Der 1.100 Quadratkilometer große Bras d’Or Lake ist ein riesiges, langgezogenes Seengebiet, das durch zwei natürliche Zugänge mit dem Atlantik verbunden ist. Im Jahr 2011 wurde ein Teil des Sees und der umgebenden Landschaft in die Liste der UNESCO-Biosphärenreservate aufgenommen. Der 80 Kilometer lange und bis zu 30 Kilometer breite See ist ein beliebtes Segelrevier. An der nur einen Kilometer breiten Barra Strait wird er von einer Auto- und Eisenbahnbrücke gequert.

Brücke an der Grand Narrows WaterfrontBrücke an der Grand Narrows Waterfront


Der White Hill, Nova Scotias höchster Berg, ist 532 Meter hoch. Er liegt im Inselnorden in den Cape Breton Highlands. Die Hochebene des Cape-Breton-Highlands-Nationalparks variiert zwischen 350 und 532 Höhenmetern. Sie ist die höchste Erhebung der gesamten kanadischen Atlantik-Region.

Cape Breton – Ziel französischer und englischer Einwanderer

Bevor die Europäer den Landstrich in Besitz nahmen, war Cape Breton ursprünglich von den indianischen Ureinwohnern des Mi’kmaq-Stammes bewohnt. Die ersten Siedler waren Franzosen. Sie ließen sich im 17. Jahrhundert auf der Insel nieder. Auf die Franzosen folgten Briten, deren Truppen das Land im Jahr 1758 eroberten. Ihnen schlossen sich im späten 18. Jahrhundert etwa 50.000 schottische Einwanderer an. Sie brachten die keltische Sprache nach Nordamerika. Über Jahrzehnte war das Keltische die gebräuchlichste Sprache der Inselbewohner. Reste der Kultur, der Musik und der Sprache werden heute noch mit Hingabe gepflegt. Mit großem Stolz wird von „Cape Breton Island, the Celtic Heart of North America” gesprochen.

Highland Village Museum - Scottish Home - das erste HausHighland Village Museum - Scottish Home - das erste Haus


Cape Breton – Ziel der Touristen

Cape Breton ist nur dünn besiedelt. Die Insel ist gegenwärtig von annähernd 100.000 Menschen bewohnt. Größter Ort ist die Inselhauptstadt Sydney mit 31.000 Einwohnern. Sydney wurde im Jahr 1785 von britischen Königstreuen gegründet, die vor den Folgen des Amerikanischen Bürgerkriegs flüchteten. Wegen der in der Umgebung gefundenen Bodenschätze gelangte die Stadt rasch zu Wohlstand. Die industrielle Blütezeit der Stadt förderte die Zuwanderung von Siedlern aus vielen Ländern.

Sydney Charlotte Street - Ausdruck ehemaligen WohlstandsSydney Charlotte Street - Ausdruck ehemaligen Wohlstands


Lange Zeit zählte Sydney zu Kanadas wichtigsten Kohle-und Stahlstandorten. Seit im Jahr 2001 die Kohleminen geschlossen und die Stahlproduktion aufgegeben wurde, befindet sich die Stadt im Wandel. Anstatt auf die Montanindustrie setzt die Region nun auf den Tourismus. Die liebliche Landschaft und viel Wasser machen Cape Breton zu einem touristischen Ziel für Wanderer und Wassersportler.

Cape Breton – Ziel der Kreuzfahrtschiffe

Kreuzfahrtschiffe laufen Sydney zwischen April und Anfang November an. Die Planungen für das laufende Jahr sehen 111 Anläufe kleiner und großer Schiffe vor. An einzelnen Tagen sind zur gleichen Zeit mehrere Kreuzfahrtschiffe zu Gast. Bei 100-prozentiger Auslastung der Schiffe dürfte die Region mit bis zu 220.000 Kreuzfahrt-Passagieren rechnen. Zur Erinnerung an die unbeugsamen schottischen Einwanderer werden die Besucher bereits am Joan Harris Cruise Pavilion mit einer riesigen, 17 Meter hohen und acht Tonnen schweren Fiedel und Männern in Schottenröcken begrüßt. Was es auf Cape Breton zu sehen und zu erleben gibt, darüber berichten wir unter Sydney SehenswürdigkeitenEin Tag in Sydney und auf Cape Breton und Landausflug zur Festung Louisbourg.

Joan Harris Cruise Pavilion - die weltgrößte Fiedel


Joan Harris Cruise Pavilion - die weltgrößte Fiedel


In Sydney trägt Mann Rock


In Sydney trägt Mann Rock 


Von der Nachbargemeinde North Sydney aus fahren Hochseefähren nach Neufundland. Sie verbinden Cape Breton mit dem nördlich gelegenen Hafen Channel-Port aux Basques und dem nordöstlichen Fährhafen Argentia.

Update – November 2023