- Tarragona – UNESCO Weltkulturerbe
- Start des Stadtrundgangs
- Das römische Amphitheater
- Das Prätorium
- Das Provinzforum
- Die Arkaden der Carrer de la Merceria
- Die Kathedrale und das Diözesanmuseum
- Das Hospital medieval und die Universität
- Tarragonas historisches Zentrum
- Passeig Arqueològic
- Tarragonas Rathaus
- Mercat de Tarragona
- Fòrum romà
- Circ romà
- Die Rambla Nova
- Römische Bauten außerhalb der Stadt
Die 100 Kilometer südwestlich von Barcelona gelegene Stadt Tarragona ist einen Besuch wert. Die Stadt besitzt ein angenehmes Flair und bietet eine Fülle antiker Sehenswürdigkeiten. Tarragona ist ein attraktives Reiseziel nicht allein für Gäste von Kreuzfahrtschiffen.

Tarragona - Rambla Nova
Die Stadt und die gesamte Region gelangten im Jahr 218 v. Chr. unter römische Herrschaft. Die Römer nannten ihre Siedlung Táracco. Sie entwickelte sich schnell zu einem wichtigen Stützpunkt. In der römischen Herrschaftsperiode entstanden prächtige und groß dimensionierte öffentliche Bauten, deren Überreste überall im Stadtbild Tarragonas zu sehen sind.
Tarragona – UNESCO Weltkulturerbe
Die Bauten sind bekannt als das Archäologische Ensemble von Tárraco. Es umfasst 14 Monumente aus römischer Zeit. Viele davon existieren noch als Fragmente. Andere liegen versteckt unter der aktuellen Bausubstanz.
Wichtige innerstädtische Fundstücke sind das römische Amphitheater, der Circ romà und das Forum Romanum. Außerhalb der Stadt liegen das Grabmonument Torre del Escipions, der Triumphbogen Arc de Berà, die archäologische Fundstelle von Centcelles mit dem Mausoleum und das Pont del Diable genannte Aquädukt. Die Fundstücke sind von solch immenser historischer Bedeutung, dass Centcelles und der gesamte antike römische Stadtbezirk Tarragonas unter der Bezeichnung Ensemble von Tárraco im Jahr 2000 zum UNESCO Weltkulturerbe erklärt wurden.
Einige der römischen Relikte sind im Rahmen eines archäologischen Rundgangs entlang des „Passeig Arqueològic“ neben der Stadtmauer zu sehen.
Start des Stadtrundgangs
Kreuzfahrtschiffe legen fünf Kilometer vom Stadtzentrum entfernt an der Moll de Llevant an. Taxen und Shuttlebusse gewährleisten die Anbindung an den Stadtkern.
Die Portbusse halten in der Via Augusta oberhalb des römischen Amphitheaters.

Haltepunkt des Portbusses - Parc de l'Amfiteatre
Die Via Augusta ist der Ausgangspunkt des von uns empfohlenen Rundgangs durch Tarragonas historisches Zentrum.
Das römische Amphitheater
Das in Meeresnähe gelegene, gut erhaltene ovale Amphitheater wurde im 2. Jahrhundert n. Chr. auf einer Fläche von 110 x 87 Metern erbaut. Im weiten Oval fanden 14.000 bis 15.000 Zuschauer Platz. Besucher begeisterten sich an Gladiatoren- und Raubtierkämpfen sowie öffentlichen Hinrichtungen. Bei Festivals wie „Tarraco Viva“ und „Història Viva“ wird heutzutage der römische Alltag in Szene gesetzt.

Reste des Amphitheaters
Im 5. und erneut im 12. Jahrhundert wurden Kirchbauten über der Arena errichtet. Wertvolle Bausubstanz ging verloren, als das Amphitheater im Mittelalter als Steinbruch diente. Aber noch heute sind weite Bereiche der Anlage gut zu erkennen.
Standort: Parc de l’Amfiteatre romà
Das Prätorium
Auch der gewaltige Turm oberhalb des Amphitheaters entstammt der Römerzeit. Die Treppen des Prätoriums verbanden einst den tiefer gelegenen Stadtteil Tarracos mit dem deutlich höher gelegenen Zirkus und dem Provinzforum.
Im 12. Jahrhundert nutzten die Könige Aragóns die Anlage als Palast. Noch später diente sie als Gefängnis.
Standort: Plaça del Rei
Das repräsentative Gebäude neben dem Prätorium ist Sitz des Museu Nacional Arqueològic de Tarragona (MNAT). Ausgestellt werden Skulpturen, Mosaiken, Architekturfragmente, Keramiken, Haushaltsgegenstände, militärische Geräte, Amphoren, Fundstücke von Garderobe, Grabbeigaben oder Münzen.

Plaça del Rei - Museu Nacional Arqueològic de Tarragona
Das Provinzforum
An der Plaça del Forum stehen imponierende Reste römischer Mauern. Sie gehörten zum unteren Platz des Provinzforums, einem gewaltigen rechteckigen Komplex, der an drei Seiten von Säulengängen umgeben war. Die ursprüngliche Größe wird auf 318 x 175 Meter geschätzt. Vermutlich war der Platz von Gärten umgeben und mit Statuen geschmückt. Die Sockel der Statuen wurden später in die Bauten der Carrer de la Merceria einbezogen. Diese Straße verbindet die Plaça del Forum mit der Plaça de les Cols unterhalb der Kathedrale.

Plaça del Forum - Reste antiker Mauern
Die Arkaden der Carrer de la Merceria
Sehenswert sind die Bogengänge der Carrer de la Merceria. Unter den Bögen wurde im Mittelalter Markt abgehalten.

Plaça de les Cols - Carrer de la Merceria
Die Kathedrale und das Diözesanmuseum
Tarragonas dreischiffige Kathedrale ist der Heiligen Thekla gewidmet. Der Bau des Gotteshauses dauerte insgesamt 160 Jahre. Die Arbeiten begannen im Jahr 1171 und endeten im Jahr 1331. Besonders sehenswert sind das im Jahr 1475 vollendete Hauptportal, das aus weißem Marmor gefertigte Tor zum Kreuzgang und die wertvollen Sammlungen religiöser Kunst im benachbarten Diözesanmuseum.
Standort: Pla de la Seu
Eintrittspreis: 5,00 Euro (Reduzierungen für Kinder, Schüler und Senioren werden gewährt)
Das Hospital medieval und die Universität
An der Ostseite der Kathedrale verläuft die Straße Carrer de les Coques. Beachtenswerte Bauten dieser Straße sind das Museu Biblic Tarraconense und das Hospital medieval, das Alte Hospital. Von dem im Jahr 1171 gegründeten Hospital ist lediglich die romanisch-gotische Fassade erhalten geblieben. Dahinter verbergen sich Büroräume, die von einer öffentlichen Einrichtung genutzt werden. Die Hausfront mit der Säulenvorhalle und den fünf Rundbögen ist sehenswert.

Hospital medieval in der Carrer de los Coques
Unweit des Alten Hospitals liegt das wirklich sehenswerte Rektorat der Universitat Rovira i Virgili (URV). Es wurde zu Beginn des 20. Jahrhunderts in Spaniens Jugendstil, dem „Modernisme“, erbaut. Anfangs wurde dieses stilistisch gelungene Gebäude als Schlachthof genutzt.

Das Rektorat der Universität
Tarragonas historisches Zentrum
Tarragonas historisches Zentrum offenbart sich den Besuchern vor allem in den Straßen Carrer Major und Carrer dels Cavallers. In der Carrer dels Cavallers liegt das Museu d'Història de Tarragona. Das Museum ist der Stadtgeschichte Tarragonas gewidmet.
Standort: Carrer dels Cavallers 14

Casa Museu Castellarnau - Museu d'Història de Tarragona
Nur wenige Schritte sind es vom Museum zur Antiga Audiència mit dem Modell Maqueta de Tarraco. Die Einrichtung zeigt ein Abbild der römischen Siedlung Tarraco aus der Zeit des 2. Jahrhunderts n. Chr.
Standort: Plaça del Pallol

Die Antiga Audiencia
Passeig Arqueològic
Von der ursprünglich 3.500 Meter langen, römischen Stadtmauer sind heute noch 1.100 Meter erhalten. Die Mauer ist eines der ältesten Bauwerke aus römischer Zeit außerhalb Italiens. Sie erhielt zwischen dem 16. und 18. Jahrhundert eine Verstärkung. Das mächtige Portal de Sant Antoni, der Zugang zur Altstadt, wurde im 18. Jahrhundert in die Mauer eingelassen. Die Fenster in der Stadtmauer kamen später hinzu.
Zwischen der Stadtmauer und dem neuzeitlichen Unterwall verläuft ein archäologischer Rundweg. Vor dem Passeig Arqueològic erstreckt sich die Parkanlage Camp de Mart mit der multiplen Veranstaltungsfläche des Auditoriums.
Das Portal de Sant Antoni liegt am Passeig de Sant Antoni/Plaça de Sant Antoni.
Der Zutritt zum Archäologischen Rundgang kostet 3,30 Euro.
Tarragonas Rathaus
Das Rathaus an der Plaça de la Font ist einen Abstecher wert. Der Platz bedeckt zwar einen großen Teil des Römischen Zirkus; Besucher werden ersatzweise mit dem Blick auf die gelungene repräsentative Fassade des im ionischen Stil errichteten Rathauses belohnt. Der Bau entspringt dem 19. Jahrhundert. Die Plaça de la Font ist ein zentraler Veranstaltungsort. Bars und Restaurants laden zum Verweilen ein.

Plaça de la Font mit Rathaus
Mercat de Tarragona
Ein sehenswertes Ziel an Werktagen ist die Markthalle. Das über 100 Jahre alte, im Stil des Modernisme errichtete Gebäude entstammt dem Jahr 1915.
Standort: Plaça de Corsini
Öffnungszeiten: Montag bis Samstag von 8.30 bis 21.00 Uhr

Mercat de Tarragona
Fòrum romà
Unweit der Markthalle liegen die Reste des Forum Romanum. Einige Säulen, Säulenreste und Teile von Gewölben erinnern auf der weitläufigen Fläche an die römischen Herrscher.

Forum Romanum
Circ romà
Die ursprünglichen Maße des Circus werden auf 360 x 110 Meter geschätzt. Teile der Gewölbe des Circus sind unter modernen Bauten begehbar. Die Plaça De La Font einen bedeckt allerdings einen großen Teil der ehemaligen Rennbahn.

Circ romà
Die Rambla Nova
Die Rambla Nova ist die knapp zwei Kilometer lange Haupt-Einkaufsmeile Tarragonas. Zu beiden Seiten der Rambla verlaufen die Fahrbahnen. Dazwischen liegt eine Promenade mit schattenspendenden Bäumen und Bänken.
Die Straße verläuft zwischen der Plaça Imperial Tàrraco und dem Balcon de Mediterráneo. Der Balco del Mediterrani am oberen Ende der Rambla Nova gewährt aus 40 Meter Höhe Ausblicke auf das Meer, Teile des Hafens, das Amphitheater und den Strand del Miracle. Die Legende sagt, wer im Vorübergehen das Eisengeländer anfasst, dem winkt das Glück.

Balco del Mediterrani
Touristen bewundern auf der Rambla Nova das nahe der Font del Centanari gelegene elf Meter hohe Monument als Castellers. Die riesige, aus 222 Körpern bestehende Menschengruppe symbolisiert ein katalanisches Brauchtum der letzten beiden Jahrhunderte: die von Wagemutigen gebildeten Menschentürme. Der Turm von Tarragona besteht aus sieben Ebenen. Einzelne Personen tragen die Gesichter berühmter Männer wie Pablo Picasso, Antoni Gaudí oder Joan Miró.

Monument als Castellers
Römische Bauten außerhalb der Stadt
Vier Kilometer außerhalb der Stadt liegt das Aquädukt Les Ferreres. Es war ein Teil der antiken römischen Wasserleitung. Die Reste des Bauwerks sind 217 Meter lang und 27 Meter hoch. Zusammen mit den anderen römischen Monumenten der Stadt ist die Wasserleitung ein UNESCO Weltkulturerbe.
Ebenfalls außerhalb Tarragonas liegt der Bogen von Berà. Mit 11,40 Metern Höhe und 4,80 Metern lichter Weite überspannt er die antike Via Augusta.





