Trondheim am gleichnamigen Fjord ist mit 197 000 Einwohnern (Stand Census 2023) Norwegens drittgrößte Stadt. Sie ist das Verwaltungszentrum der Region Trøndelag, Universitätsstadt und Standort vieler Technologie-Unternehmen. Außerdem ist sie ein bedeutender Verkehrsknotenpunkt und das kulturelle Zentrum Mittelnorwegens.
Trondheim - Historisches
Seit mehr als 1 000 Jahren ist die Trondheim-Region bewohnt. Der Stadtname lautete ursprünglich „Nidaros“. Der Name geht auf die Wikinger zurück. Deren König, Olav Tryggvason, ließ im Jahr 997 einen Handelsplatz am Ufer des Flusses Nidelva errichten. Dieser Ort war die erste Hauptstadt des Landes. In der Folge entwickelte sich das spätere Trondheim zur wichtigsten Stadt Norwegens und zum Zentrum der Christianisierung. Zeitweilig war die Stadt ein tonangebender Wallfahrtsort in Nordeuropa. Trondheim ist traditionell die Stadt in Norwegen, in der neu ernannte Könige ihren zeremoniellen Segen erhalten.

Trondheim - Brattørkaia
Nach der Reformation ging Trondheims Bedeutung allerdings verloren. Dazu trug auch ein Großfeuer bei, das im Jahr 1681 Teile der Stadt in Schutt und Asche legte. Der Nutzen des Feuers: Beim Wiederaufbau wurden mit den noch heute im Stadtzentrum anzutreffenden breiten Sichtachsen bleibende städtebauliche Akzente gesetzt. Wirtschaftliche Geltung erlangte die Stadt als Handelszentrum und Erzhafen erneut im 18. Jahrhundert.

Trondheim - Nordre gate
Trondheim in der Gegenwart
Trondheim ist das Verwaltungszentrum Mittelnorwegens; ein Teil der Provinzregierung befindet sich in Trondheim. Weit mehr als 30 000 Studenten sind an der Technisch-Naturwissenschaftlichen Universität Norwegens in Trondheim eingeschrieben. Sie ist nach Oslos Universität Norwegens zweitgrößte Hochschule. Bedingt durch die Nähe zur Universität sind in Trondheim viele Technologie-Unternehmen ansässig. Von großer Bedeutung für die Region – einschließlich der Inselgruppe Spitzbergen – ist das Universitätskrankenhaus St. Olav Hospital.

Trondheim - Nedre Bakklandet-Fußgängerzone
Trondheim wirkt sauber und aufgeräumt. Die Stadt ist in eine grüne Hügellandschaft eingebettet. Im Bereich des Kreuzfahrtterminals stehen bemerkenswerte Geschäftsbauten. Der Fluss Nidelva teilt die Stadt. Im Stadtzentrum säumen moderne Wohnbauten mit Bootsanlegern vor der Haustür den Fluss. Trondheim ist ohne Zweifel eine lebens- und liebenswerte Stadt.

Trondheim - Wohnungen am Nidelva-Fluss
Trondheim - kulturelles Highlight in Mittelnorwegen
Kulturelle Highlights sind das Trøndelag Symphonieorchester und das Trøndelag Theater. Museen und Galerien gehören ebenso zum kulturellen Geschehen wie die Musikszene des Dokkhuset oder das Rockheim Museum. Das Dokkhuset ist ein altes Werftgebäude, das zur Musikbühne umgebaut wurde. Das Rockheim ist das nationale norwegische Museum für Pop und Rock. Überall im Stadtbild stehen alte und zeitgenössische Kunstwerke, dazu locken Top-Sehenswürdigkeiten wie der Nidarosdom.
Trondheim - Verkehrsknotenpunkt
Trondheim besitzt einen Flughafen und bietet Zugverbindungen nach Oslo, Bodø und ins benachbarte Schweden. Regelmäßig laufen die Schiffe von Havila Voyages und Hurtigruten Trondheims Hafen an. Die Schiffe verbinden Trondheim mit der südlich gelegenen Stadt Bergen und Kirkenes im äußersten Norden Norwegens.

Trondheims Hauptbahnhof
Trondheim für Kreuzfahrttouristen
Für das Jahr 2024 sind mehr als 90 Anläufe kleiner und großer Kreuzfahrtschiffe geplant. Vor allem auf Reisen in Richtung Nordkap und zurück legen die Schiffe für einige Stunden einen Halt in Trondheim an.
Trondheim ist ein lohnenswerter und interessanter Zwischenstopp. Obwohl es der Stadt bislang an einem leistungsfähigen Abfertigungsterminal mangelt, ist die Lage des Anlegers am Trondheim Turistkai ideal. Als besonders angenehm erweisen sich die kurzen, etwa 15-minütigen Wege vom Liegeplatz am Pirbadet ins Stadtzentrum. Die Zuhilfenahme öffentlicher Verkehrsmittel ist nicht erforderlich. Trondheim ist eine jener Hafenstädte, die man ohne geführte Touren „entdecken“ kann. Unter Trondheim Sehenswürdigkeiten berichten wir über die wesentlichen Attraktionen der Stadt.
Update Oktober 2024



