Valencia ist definitiv einen Besuch wert. Alt und Neu liegen nah beieinander. So beispielsweise die Altstadt Valencias oder die futuristische Stadt der Künste und der Wissenschaften. Dazu bieten die üppigen Parkanlagen und die Strände der Costa de Valencia Raum für Erholung und Entspannung.
Sehenswürdigkeiten in der Altstadt
Im Centro Storico spiegelt sich die mehr als 2000jährige Geschichte der Stadt. Überall machen wir eine Reise in die Vergangenheit.

Mercat Central
Torres de Serranos
Die Altstadt war früher von einer Stadtmauer umgeben. Einlass in die Stadt boten zwölf Tore, die Teil der Stadtmauer waren. Erhalten sind die Stadttore Torres de Quart und Torres de Serranos.
Das Stadttor Torres de Serranos – valencianisch Porta del Serrans - liegt am alten Flussbett des Turia. Es wurde zwischen 1392 und 1398 im Stil der valencianischen Gotik gebaut. Die wuchtigen fünfeckigen Türme sind jeweils 33 Meter hoch und durch einen Rundbogen verbunden.

Torres de Serranos
Die Türme dürfen bestiegen werden. Die Aussicht auf die Altstadt von Valencia und den Turia Garten lohnen den Aufstieg allemal.
La Seu de Valencia
Die Kathedrale von València wurde im 13. Jahrhundert auf den Fundamenten eines römischen Tempels und einer Moschee errichtet. Besonders auffällig sind die Portale Puerta de los Apóstoles, Puerta del Palau und Puerta Barroca sowie die kunstvoll gestalteten Kapellen. Bei der Reliquie, die in der Capilla del Santo Cáliz aufbewahrt wird, soll es sich um den Kelch des letzten Abendmahls Jesu Christi handeln.
Der Glockenturm El Miguelete wurde im 14. Jahrhundert gebaut. Er gilt als eines der Wahrzeichen und Sehenswürdigkeiten Valencias. Der Turm ist 51 Meter hoch und darf bestiegen werden. Über eine Wendeltreppe führen 207 Stufen nach oben. Der Rundumblick gilt als der schönste, den Valencia zu bieten hat.
Für die Besichtigung der Kathedrale, des Museums mit Schatzkammer und für die Turmbesteigung werden Gebühren verlangt.
Basilica de la Virgen de los Desamparados
Die Basilika der Heiligen Jungfrau der Hilflosen wurde in den Jahren 1642 bis 1667 gebaut. Die barocke Kirche ist der Schutzpatronin von Valencia geweiht. Eine ovale Kuppel mit blauen Ziegeln überwölbt den üppig ausgestatteten Innenraum. Die Basilika ist über eine kleine Brücke mit der Kathedrale verbunden.
Lonja de la Seda
Im 15. Jahrhundert wurde Valencia ein wichtiges Handelszentrum im Mittelmeerraum. Zu den bedeutenden Wirtschaftszweigen gehörte die Seidenweberei. Die ehemalige Seidenbörse wurde zwischen1482 und 1533 im gotischen Stil gebaut.

Lonja de la Seda
Der über 2.000 Quadratmeter große Komplex besteht aus vier Teilen: dem Turm, dem Säulensaal, dem Saal Consulado del Mar und dem Innenhof. Noch heute besticht der Bau durch seine aufwändigen Steinmetz- und Schnitzarbeiten. Ein weiteres besonderes Merkmal der Lonja sind die Orangenbäume im Innenhof. Die Lonja de la Seda gehört seit 1996 zum UNESCO Weltkulturerbe.
Mercado Central
Die zentrale Markthalle liegt gegenüber der Seidenbörse. Sie entstand in den Jahren 1914 bis 1928. Mit 8200 Quadratmetern Fläche gehört der Jugendstilbau zu den größten dieser Art in Europa. Auffällig sind die dekorativen Azulejos und Glasarbeiten. Ein Schmuckstück ist die Deckenkuppel im mittleren Bereich der Halle.
Der Mercado Central gehört zu den größten Märkten für Frischprodukte Europas. Lediglich sonntags ist der Markt geschlossen.
Plaza de Toros
In der Stierkampfarena aus dem 19. Jahrhundert werden immer noch Stierkämpfe ausgetragen. 16.000 Besucher finden Platz in dem imposanten klassizistischen Gebäude. Der Durchmesser beträgt 52 Meter, die gesamte Höhe über 17 Meter. Die Arena kann nicht besichtigt werden. Seit 1929 gibt es jedoch ein Museum, das über den Stierkampf in Valencia informiert.

Plaza de Toros - Stierkampfarena
Estación del Norte
Valencias Nordbahnhof wurde im Jahr 1917 eingeweiht. Er gehört zu den schönsten Jugendstilbauten Europas. Besonders hervorzuheben sind die Innenbereiche. Neben der lichten Eingangshalle liegen Schalter- und Empfangsräume, deren Böden, Wände, Decken und Pfeiler mit Mosaiken, Keramiken und Malereien in leuchtenden Farben geschmückt sind.
Plätze in der Altstadt
Bei einem Rundgang durch Valencias Altstadt trifft man immer wieder auf bemerkenswerte Plätze. Dies ist eine kleine Auswahl.
Plaza del Ayuntamiento
Der Rathausplatz ist umgeben von repräsentativen Gebäuden aus dem 19. und 20. Jahrhundert. Das Rathaus beherrscht eine Längsseite. Die prunkvolle Eingangshalle und ein ebenso prächtiger Empfangsraum, die Sala de Cristal, können besichtigt werden. Im gleichen Gebäude befinden sich ein kleines Stadtmuseum und die Touristeninformation.

Plaza del Ayuntamiento - Rathaus
Der Palacio de Comunicaciones, das ehemalige Hauptpostamt, wurde 1915 in unterschiedlichen Baustilen gebaut. Der Haupteingang wird von ionischen Säulen begrenzt, und die Fassade ist prächtig verziert. Über der Eingangshalle wölbt sich eine Kuppel, und der Innenhof wird von einem künstlerischen Glasfenster beherrscht. Weithin sichtbar ist der schlanke Metallturm, in dem eine Wendeltreppe zu einer Aussichtsplattform führt.
Auf dem Platz gibt es eine Grünanlage mit Sitzbänken, einen großen runden Brunnen, viele Blumenstände und die Bronzestatue von Francesc de Vinatea. Im 14. Jahrhundert war er ein berühmter Ritter des Königreichs Valencia.
Plaza de la Virgen
Auf der Plaza de la Virgen befand sich zu römischer Zeit das Forum. Die Rückseite der Kathedrale, die Basilika der Heiligen Jungfrau der Hilflosen, der Garten des Palastes der Generalität und einige Terrassencafés säumen den Platz. Im Palast der Generalität hat die Regierung des Landes Valencia ihren Sitz. Auf der Plaza de la Virgen liegt der Turia Brunnen. Er zeigt Neptun, umringt von acht weiblichen Statuen, eine Allegorie auf den Turia und seine Zuflüsse.
Plaza de la Reina
Der mit Palmen gesäumte Platz ist ein beliebter Treffpunkt in Valencia. Es gibt Grünflächen, Spielplätze, zwei Brunnen und viele Sitzgelegenheiten. An der Nordseite liegt die Kathedrale, an der Südseite kann man den Turm der Kirche Santa Catalina bewundern. Rund um den Platz befinden sich zahlreiche Cafés und Restaurants.

Plaza de la Reina mit der Kathedrale
Plaza Redonda
Die Plaza Redonda wurde 1840 im alten Händlerviertel errichtet. Vier Straßen führen zu dem kreisrunden Platz mit einem zentralen Brunnen. Früher wurden dort Fisch und Fleisch verkauft. Im Jahr 2012 wurde die Plaza Redonda umfassend saniert und gilt seitdem als Touristenmagnet. In den niedrigen Häusern rund um Platz befinden sich viele kleine Kunstgewerbe- oder Souvenirläden und Tapas Bars.
Ciudad de las Artes y de las Ciencias
Im unteren Teil des ehemaligen Turia Flussbetts entstand in den Jahren 1991 bis 2006 die Stadt der Künste und der Wissenschaften mit vielen attraktiven Valencia Sehenswürdigkeiten.

Ciudad de las Artes y de las Ciencias
Das aus verschiedenen monumentalen Bauwerken bestehende Freizeit- und Kulturzentrum wurde von den Architekten Santiago Calatrava Valls und Félix Candela entworfen und realisiert.
L’Hemisféric
Das Gebäude ist konstruiert wie ein Auge, das sich öffnen und schließen lässt. Die Besucher erwartet ein Planetarium, eine Lasershow und ein 3-D-Kino. Auf der 900 Quadratmeter großen, konkaven Leinwand werden hauptsächlich Dokumentarfilme gezeigt.
Museo de las Ciencias
Das naturwissenschaftliche Museum ist interaktiv konzipiert. Es gibt sowohl wechselnde Ausstellungen als auch Stationen zum Experimentieren.
L’Umbracle
Hier befinden sich ein botanischer Garten mit artenreicher Pflanzenwelt, der Paseo de las Esculturas mit Skulpturen zeitgenössischer Künstler und ein Outdoor-Nachtclub.
L’Oceanogràfic
Europas größtes Aquarium präsentiert die Vielfalt der Weltmeere. Insgesamt 45.000 Meeres- und Küstenbewohner, beispielsweise Delfine, Wale, Pinguine, Haie und Seelöwen, leben auf mehr als 110.000 Quadratmetern Fläche. Die verschiedenen Meeresbereiche umfassen unter anderem die Arktis und Antarktis, das Mittelmeer oder Ozeanien.
Palau de les Arts Reina Sofia
Auf annähernd 40.000 Quadratmetern Fläche wurden ein Opernhaus und ein Musikpalast errichtet.
El Puente de l’Assut de l’Or
Die Schrägseilbrücke besitzt einen 125 Meter hohen Pfeiler. Er bildet den höchsten Punkt der Stadt.
L’Àgora
In der Mehrzweckhalle finden Konzerte, kulturelle Events und Ausstellungen statt. Auch Sportwettkämpfe wie Eislauf- und Tennisturniere werden ausgetragen.
Es gibt Eintrittskarten für einzelne Bereiche oder Kombi-Tickets. Verschiedene Preisnachlässe, bspw. über die Touristen Karte Valencia, werden gewährt.
Jardines del Turia
Der Turia Garten wurde in dem ursprünglichen Flussbett des Turia angelegt und im Jahr 1986 eingeweiht. Der Fluss Turia wurde wegen etlicher Überschwemmungen – die letzte Hochwasser-Katastrophe datiert aus 1957 - verlegt. Er verläuft jetzt südlich der Stadt und fließt am Yachthafen ins Meer.
Eine grüne Lunge mitten in Valencia
Der Turia Garten beginnt westlich der Altstadt am Cabecera-Park, umrundet das historische Zentrum und führt südöstlich bis zur Stadt der Künste und der Wissenschaften. Etliche Stadtplaner und Landschaftsarchitekten waren für die unterschiedlichen Abschnitte des mehr als sieben Kilometer langen Turia Gartens verantwortlich.
Im Park gibt es Sport- und Freizeitanlagen, Kinderspielplätze sowie Erholungsbereiche mit Teichen, Brunnen und Terrassencafés. Der Palau de la Música, Valencias beeindruckender Konzertpalast, liegt im Turia Garten ebenso wie etliche außergewöhnliche Skulpturen und Denkmäler.
Die Vegetation ist üppig, vom Grün der Palmen und Kiefern bis zu den Orangenbäumen sowie den in vielen Farben blühenden Sträuchern. Auf der gesamten Länge des Gartens finden sich Wege für Spaziergänger, Läufer, Radfahrer oder Skater.
Brücken aus verschiedenen Epochen
18 Brücken aus verschiedenen Epochen überqueren das ehemalige Flussbett des Turia. Viele von ihnen sind mit kleinen Tempeln und Mauernischen für Heilige verziert. Die Steinbrücke Puente de Serranos wurde 1518 gebaut. Auf neun Bögen überspannt sie eine Länge von 160 Metern. Auch die Puente del Mar wurde im 16. Jahrhundert gebaut. Sie quert das ehemalige Turia Flussbett diagonal. Charakteristisch sind die beiden kleinen Tempel und die breite Treppe, die zur Brücke führt. Die Puente del Real wurde 1590 gebaut und verband die Altstadt mit dem Königspalast. Neu sind dagegen die Puente de la Exposición von Santiago Calatrava, die Puente de las Artes von Sir Norman Foster und die Puente de las Flores, die mehrfach jährlich mit Blumen bepflanzt wird.
Valencias Küstengebiet
Im Hafenbereich von Valencia wurde ein altes Hafenbecken zu dem modernen Yachthafen Marina Real Juan Carlos I ausgebaut. Vor der Küste Valencias fand in den Jahren 2007 und 2010 die Segelregatta America‘s Cup statt. Auf einer Rennstrecke, die teilweise als Stadtkurs angelegt war und auch die Marina Real umschloss, wurde von 2008 bis 2012 der Große Preis von Europa ausgetragen. Durch diese Veranstaltungen wurden Küstengebiet und Hafen touristisch aufgewertet.

Alte Lagerhallen auf Valencias Hafengelände
Marina von Valencia
Die Marina ist eine beliebte Ausgehzone mit Bars, Cafés und Restaurants. Der Besucherpavillon Veles e Vents wurde von David Chipperfield und Fermin Vázquez gestaltet und ist das Wahrzeichen der Marina. Die Aussichtsplattform bietet einen wunderschönen Blick auf das Meer, den Yachthafen und die Stadt Valencia.
Sehenswert sind auch das Edificio del Reloj, das Uhrengebäude, und die Tinglados, die alten Speicher im Jugendstil. Sie werden für Veranstaltungen genutzt.
Strände der Costa de Valencia
Nördlich der Marina – etwa zwei Kilometer vom Kreuzfahrt-Terminal entfernt – beginnt die Promenade Paseo Marítimo. Davor liegen die feinsandigen Strände Playa de las Arenas, Playa Cabanyal und Playa Malvarosa.
Die Strände südlich des Terminals sind weitestgehend naturbelassen und daher weniger frequentiert. Sie ziehen sich hin bis zur Süßwasserlagune des Naturschutzgebiets Parc Natural de l’Albufera.
Über unseren Aufenthalt in Valencia berichten unter: Valencia – Landausflug auf eigene Faust .
Juni 2026



















