Besuch der Inseln La Maddalena und Caprera

Sardinien ist mit 24.090 Quadratkilometern Landfläche nach Sizilien die zweitgrößte italienische Mittelmeerinsel. Die Fläche entspricht annähernd der des Bundeslandes Mecklenburg-Vorpommern.

Sardiniens wunderbare Landschaft

Es braucht viel Zeit, um Sardiniens wunderbare Landschaft zu entdecken. Gebirge, immergrüne Macchia-Formationen, Naturparks und schöne Strandabschnitte bieten genügend Abwechslung. – Besucher Sardiniens, die mit Kreuzfahrtschiffen nach Olbia im Nordosten der Insel reisen, haben die Qual der Wahl, für welches Tagesziel sie sich entscheiden. Für das Ausflugsprogramm eines Tages eignen sich vor allem Ziele im 50-Kilometer-Umfeld Olbias.

Sardinien - Landschaft der Gallura
Küstenabschnitt - La Maddalena

 

Der Arcipelago di La Maddalena

Ein attraktives Ziel in diesem Umkreis ist der im äußersten Nordosten Sardiniens gelegene La Maddalena-Archipel. Die zwischen Sardinien und Korsika gelegene Inselgruppe besteht aus 62 bewohnten und unbewohnten felsigen Inseln und Inselchen. Von touristischem Belang sind die beiden Inseln La Maddalena und Caprera.

Blick auf Palau und La Maddalena

Blick auf Palau und La Maddalena


Die Insel La Maddalena

La Maddalena ist mit 52 Quadratkilometern die größte Insel des Archipels. Ihr Hauptort heißt ebenfalls La Maddalena. Die dünn besiedelte Insel präsentiert sich außerhalb des Ortes als Naturparadies mit Macchia und Wacholderbäumen. Die Küste ist zerklüftet und überall liegen kleine, versteckte Badebuchten.

La Maddalenas wilde Küste

La Maddalenas wilde Küste


Auf der Insel leben annähernd 11.000 Menschen. Die meisten wohnen in der Hafenstadt La Maddalena. Der Ort ist eine typische italienische Kleinstadt mit Rathaus, Fußgängerzone, Treppen und abwechslungsreichen Ladengeschäften. Daneben gibt es eine Vielzahl Cafés und Restaurants. Der Archipel ist ein von Sportskippern geschätztes Segelrevier. Abends suchen die Boote Schutz im Hafen. Vom viel geschmähten Overtourism ist auf und in La Maddalena nichts zu spüren.

Der Sportboothafen von La Maddalena
La Maddalena - Rathaus
La Maddalena - Treppenviertel
La Maddalena - Via Villa Glori

 

Autofähren pendeln zwischen der sardischen Hafenstadt Palau und La Maddalena. Die Überfahrt dauert 20 Minuten und vergeht wie im Fluge; während der Fahrt gibt es viel zu sehen.

La Maddalena Autofähre

La Maddalena Autofähre


Im Jahr 2009 sollte in der Abgeschlossenheit der Insel ein G-8-Gipfel stattfinden. Der italienische Regierungschef Berlusconi ließ zu diesem Zweck ein Kongresszentrum und zwei 5-Sterne-Hotels bauen. Nach dem Gipfeltreffen war vorgesehen, den Hotel- und Tagungskomplex zu einem hochwertigen Ferienstandort fort zu entwickeln. Es kam anders. In letzter Minute wurde das Gipfeltreffen nach L’Aquila in den Abruzzen verlegt. Der Traum einer mit der Costa Smeralda konkurrierenden, hochklassigen Urlaubsregion zerrann.

Strandabschnitt auf La Maddalena

Strandabschnitt auf La Maddalena


Zu den Sehenswürdigkeiten La Maddalenas zählt die Strada Panoramica. Die 20 Kilometer lange, kurvenreiche Panoramastraße umrundet weit oberhalb des Meeresspiegels die Insel. Die Fahrt bietet eine Fülle fantastischer Ausblicke auf La Maddalena, die umgebenden Inseln und hinüber nach Korsika.

La Maddalena - Rundfahrt über die Strada Panoramica
La Maddalena - Rundfahrt über die Strada Panoramica
La Maddalena - Rundfahrt über die Strada Panoramica
La Maddalena - Rundfahrt über die Strada Panoramica

 

Die Insel La Caprera

Über einen 600 Meter langen Damm gelangen Besucher von La Maddalena nach Caprera. Die Insel war für 26 Jahre der letzte Wohnsitz des italienischen Nationalhelden und Freiheitskämpfers Giuseppe Garibaldi. Er kaufte die schroffe, mit Pinienwald, Steineichen und dichter Strauchvegetation bewachsene Granitinsel. Dort richtete er seinen komfortablen Altersruhesitz mit acht Räumen und Nebenräumen ein. Garibaldi starb im Jahr 1882 auf Caprera. Nach seinem Tode wurde der herrschaftliche Wohnsitz in ein Museum umgewandelt.

Vor dem Garibaldi-Museum auf Caprera
Insel Caprera - Garibaldis Wohnhaus
Insel Caprera - Garibaldi-Museum - Dampfmaschine
Insel Caprera - Garibaldi-Museum - Windmühle und Garibaldi-Büste

 

Es zeigt den Wohn- und Arbeitsbereich Garibaldis, Stallanlagen und technische Gerätschaften jener Zeit. Garibaldis einfache Grabstätte ist Bestandteil des Museumskomplexes. Seit 1890 ist das Grab ein nationales italienisches Monument. Caprera ist ein Anziehungspunkt für nationalbewusste Italiener. Für Nicht-Italiener sind die Insel und das Museum ebenfalls sehenswert. Das Museum interpretiert detailliert Garibaldis Wohnsitz. Die umgebende wilde Landschaft gibt es gratis dazu. Für uns ist ein Besuch der Insel ein bleibendes Erlebnis.

Garibaldis einfaches Grab

Garibaldis einfaches Grab


Nützliche Informationen

Distanz Olbia – Palau 40 Kilometer
Die organisierte, mehrstündige Busrundfahrt Olbia – La Maddalena – Caprera – Olbia kostete im Jahr 2019 beim Anbieter Costa Crociere 65,00 Euro.
Öffnungszeiten Museum: Dienstag bis Sonntag 9:00 bis 13:00 Uhr und 14:00 bis 18:30 Uhr. Montags ist die Anlage geschlossen. 

August 2019

 

Olbia Sehenswürdigkeiten

Im Nordosten Sardiniens, Italiens zweitgrößter Mittelmeerinsel, liegt an einer geschützten, weit in das Land hineinreichenden Bucht die Stadt Olbia. Sie ist ein bedeutender Fährhafen und neben Cagliari eine häufig besuchte Kreuzfahrt-Destination.

Olbia voraus

Olbia voraus


Olbia auf den ersten Blick

Der ganzjährige Fährverkehr ist von großer Bedeutung für Olbia. Im Gegensatz zu dem geschäftigen Fährhafen vermittelt das Zentrum der 60.000 Einwohner zählenden Stadt eher den Eindruck einer verschlafenen, mediterranen Provinzstadt.

Fährschiffe im Hafen von Olbia

Fährschiffe im Hafen von Olbia


Kreuzfahrtschiffe docken im Fährhafen. Olbia bietet den Passagieren kostenlose Shuttlebusse zur zentralen Via Principe Umberto. Dort steht das repräsentative Rathaus mit der Tourismusinformation. Daneben führt der Corso Umberto I in die Altstadt. Die Hauptstraße hat alles, was Besucher wünschen: Banken, Bars, Läden und Restaurants. Die vom Corso Umberto I abzweigenden Gassen, Gässchen und Plätze wirken ruhig und beschaulich.

Olbia - Via Principe Umberto
Olbia - Corso Umberto I

 

Sehenswürdigkeiten in Olbia

Museo Archeologico di Olbia

Das markante Museo Archeologico di Olbia ist sehenswert und nicht zu verfehlen. Es liegt in bester Lage gegenüber der Via Principe Umberto auf einer Halbinsel im Hafenbecken. Die Ausstellungen des archäologischen Museums bilden die frühe Geschichte der Stadt und der Region bis ins 19. Jahrhundert ab. Der Schwerpunkt der Sammlungen gilt römischen und mittelalterlichen Relikten, die bei Baumaßnahmen vorwiegend im Hafen zum Vorschein kamen. Neben Resten römischer Galeeren werden antike Gebrauchsgegenstände, Bronzestatuetten, Glaswaren und Münzen aus der Zeit zwischen dem 1. und 5. Jahrhundert n. Chr. gezeigt.

Das archäologische Museum von Olbia

Das archäologische Museum von Olbia


Zwei wichtige Gotteshäuser

Basilica Minore di San Simplicio

Die Basilika ist das architektonische Kleinod der Region. Olbias ehemalige Kathedrale wurde nach dem hl. Simplicio, dem ersten Bischof der Insel und dem Schutzpatron der Stadt benannt. Die vorwiegend aus Felssteinen erbaute, im Inneren düstere Kirche entstand zwischen dem späten 11. und dem mittleren 12. Jahrhundert außerhalb der damaligen Stadtmauern. Heute liegt die Kirche in Olbias Altstadt. Die Schmalseite ist schmucklos. Über dem schlichten Eingangsbereich öffnet sich ein dreibogiges Fenster. Im 16. Jahrhundert wurde auf dem rechten Seitenschiff in Höhe des Fensters ein kleiner Glockengiebel errichtet. Die Längsseite ist mit dekorativen Bögen versehen. Im Inneren wird die dreischiffige Kirche von Säulen und Rundbögen unterteilt. Unter der Kirche wurde im 17. Jahrhundert eine Krypta gebaut. Im Verlauf der Bauarbeiten stießen die Arbeiter auf die Reliquien des Heiligen.

Basilica Minore di San Simplicio

Basilica Minore di San Simplicio

Basilica Minore di San Simplicio - Kirchenschiff

Basilica Minore di San Simplicio - Altar


Standort: Via Fausto Noce 8 – Die Kirche liegt in fußläufiger Entfernung zur Haltestelle des Shuttlebusses.

Chiesa di San Paolo

Die Chiesa di San Paolo ist dem Apostel Paulus gewidmet. Die Kirche wurde im frühen Mittelalter auf den Ruinen eines punischen oder römischen Tempelbergs errichtet. Im 19. Jahrhundert wurde das Äußere der Kirche wesentlich verändert. Im 20. Jahrhundert kamen die Seitenschiffe und die mit farbenfrohen Majolika-Kacheln verzierte Kuppel hinzu. Das Kircheninnere ist in barockem Stil gehalten. Den Altar krönt eine Statue des hl. Paulus.

Kirche San Paolo Apostolo
Kirche San Paolo Apostolo - die Kuppel mit den Majolika-Kacheln

 

Standort: Piazza Civitas, wenige Meter vom zentralen Corso Umberto I. entfernt. 

Sehenswürdigkeiten außerhalb Olbias

Olbia ist seit dem Mittelalter das Verwaltungszentrum der wildromantischen Region Gallura. Viele der von Reisführern genannten regionalen Sehenswürdigkeiten liegen isoliert. Sie eignen sich kaum für individuelle Tagesausflüge. Empfehlenswert sind folgende Ziele:

Costa Smeralda

Nördlich von Olbia erstreckt sich der zerklüftete, 40 Kilometer lange Küstenabschnitt der Costa Smeralda. Ins Deutsche übersetzt heißt das nichts anderes als „Smaragd-Küste“. Und die smaragdene Farbe des umgebenden Meeres ist tatsächlich ohne Beispiel. Der Landstrich ist seit den 1960er Jahren der exklusivste Standort Sardiniens. Hier war über lange Zeit der internationale Jetset zu Hause. Auch heute noch zieht es Prominente in die traumhafte Gegend. Die regionalen Reiseführer versäumen es nicht, auf das Anwesen eines vormaligen italienischen Ministerpräsidenten und auf die Ferienvilla des derzeitigen Präsidenten der Russischen Föderation hinzuweisen.

Landschaft vor Porto Cervo

Landschaft vor Porto Cervo


Zwei Orte, wie sie gegensätzlicher nicht sein könnten, bieten sich für einen Kurzbesuch an der Costa Smeralda an. Es sind die kleine, ideal gelegene Retortenstadt Porto Cervo und der sieben Kilometer westlich von Porto Cervo gelegene Ort Baja Sardinia. – Porto Cervo ist mit exklusiven Villen, schönen Jachten, eleganten Läden sowie edlen Bars und Restaurants der touristische Anziehungspunkt der Region.

Porto Cervo
Schöner wohnen in Porto Cervo
Porto Cervo
Porto Cervo

Wesentlich bodenständiger geht es in Baja Sardinia zu. Auch dort ist die Landschaft schön; und im Gegensatz zu Porto Cervo gibt es genügend Hotels, ordentliche, bezahlbare Restaurants und Bars, eine kleine Ladenzeile sowie feinsandigen Strand mit einem Bootsverleih.

Baia Sardinia
Strandabschnitt in Baia Sardinia

 

Hafenstadt Palau

Nördlich von Baja Sardinia liegt Palau. Gemeint ist nicht der gleichnamige Inselstaat im Pazifischen Ozean, sondern die 4.000-Seelen Gemeinde im Nordosten Sardiniens. Von Palau fahren regelmäßig Autofähren zur vorgelagerten Insel La Maddalena.

Palau im Norden Sardiniens

Palau im Norden Sardiniens


Insel La Maddalena

La Maddalena ist die Hauptinsel des gleichnamigen Archipels und des umgebenden Nationalparks. Mehr als 10.000 Menschen leben im Nationalpark. Das Eiland war bis 2008 ein von der US-Navy genutzter Militärstützpunkt für Atom-U-Boote. Wir empfehlen die Strada Panoramica. Auf der Panoramastraße lässt sich La Maddalena innerhalb einer Stunde umrunden. Traumhafte Ausblicke auf die Insel und das umgebende Meer sind in der Rundfahrt inbegriffen.

Im Zentrum von La Maddalena
Bootshafen von La Maddalena
Ausichtspunkt auf La Maddalena
La Maddalena-Impression

 

Insel Caprera

Ein schmaler Damm verbindet La Maddalena mit der 15 Quadratkilometer großen Nachbarinsel Caprera. Sie bietet Zweierlei: Natur im Überfluss und das geschichtsträchtige Anwesen des italienischen Freiheitskämpfers Giuseppe Garibaldi. Das dem Vermächtnis Garibaldis gewidmete Museo Nazionale Compendio Garibaldino di Caprera ist für nationalbewusste Italiener ein Muss.

Caprera/Sardinien - Museo Garibaldi

Caprera/Sardinien - Museo Garibaldi


In der Umgebung von Palau liegen drei Festungsanlagen. Sie gehörten zu dem auf den Maddalena-Inseln eingerichteten Verteidigungssystem. Besonders beeindruckt die westlich von Palau auf dem Monte Altura gelegene Festung. Sie diente der Absicherung der Küstengewässer in westlicher Richtung.

Palau - Monte Altura

Palau - Monte Altura


Zurück auf dem Festland: Der nahezu kreisrunde Hafen der Stadt Porto Rotondo ist ebenfalls einen Besuch wert. Die Stadt ist auf halbem Weg zwischen Porto Cervo und Olbia gelegen.

Wie die Region Gallura entdecken?

Kreuzfahrtschiffe bieten ihren Gästen geführte Touren an die Costa Smeralda, nach Palau und nach La Maddalena an. Individualisten buchen einen Mietwagen oder die 4-Stunden-Tour bei „Costa Smeralda Beach Tours“. Bei der Rundfahrt fehlt eine Reiseleitung, der Fahrer gibt allerdings regelmäßig Hinweise in italienischer Sprache. Ausgangspunkt dieser Touren ist der Parkplatz der Stazione Marittima gegenüber dem Archäologischen Museum von Olbia.

Im Sommer 2017 kostete die lohnenswerte Rundfahrt mit längerem Zwischenstopp in Palau 20 Euro.

Wir empfehlen, von Bord des Kreuzfahrtschiffes die Ein- und Ausfahrt nach und von Olbia zu beobachten. Die Landschaft der Bucht von Olbia bietet viele Impressionen. An der Route liegen eine weite Lagunenlandschaft, die Leuchtturminsel Isola di Bocca und gewaltige Felsmassive am nördlichen und südlichen Ein- und Ausgang der Bucht.

Die Lagunen von Olbia
Felsmassiv im Golf von Olbia
Olbia - Leuchtturm-Insel Isola di Bocca
Das Südufer des Golfs von Olbia

 

Update August 2019

Granada - die Weltkulturerbe-Stadt entdecken

Am 11. April 2019 legt die Neue Mein Schiff 2 im südspanischen Málaga an. Andalusiens zweitgrößte Stadt bietet ihren Besuchern viele Sehenswürdigkeiten. Ein Tag reicht nicht aus, um alles zu sehen. Auch in der näheren und weiteren Umgebung gibt es attraktive Ziele. Eines dieser Ziele ist Granada. Zum Kennenlernen Granadas empfehlen wir den mit Kreuzfahrtschiffen anreisenden Gästen einen geführten Tagesausflug. Die Reise führt durch eine reizvolle, vom Olivenanbau geprägte Landschaft.

Der Weg nach Granada führt durch Andalusiens Olivenland

Der Weg nach Granada führt durch Andalusiens Olivenland


Wissenswertes zu Granada

Die andalusische Großstadt liegt in über 700 Meter Höhe am westlichen Rand der Sierra Nevada. Das mehr als 230.000 Einwohner zählende Granada ist die Metropole der gleichnamigen Provinz. Eine erste schriftliche Erwähnung fand die ursprünglich „Iliberra“ genannte Gemeinde gegen 500 v. Chr. Die Stadt wurde zuerst von Phöniziern, und in der Folge von Römern, Vandalen und Westgoten dominiert. Unter maurischer Herrschaft erblühte die Stadt. Die Mauren eroberten Granada im Jahr 711 n. Chr. und behielten sie für mehr als 780 Jahre.

Blick auf den Albaicín - Granadas ehemaliges maurisches Wohnviertel

Blick auf den Albaicín - Granadas ehemaliges maurisches Wohnviertel


Unter maurischer Herrschaft lebten Araber, Christen und Juden in Granada einvernehmlich zusammen. Mauren entwickelten Granada zu einem kulturellen und wissenschaftlichen Zentrum. Die Herrschaft der muslimisch-maurischen Herrscher-Dynastien endete erst im Jahr 1492 nach monatelanger Belagerung durch Truppen der Katholischen Könige, der „Reyes Católicos“.

Granadas UNESCO Weltkulturerbe

Granada ist über ein Jahrtausend vom Zusammenleben unterschiedlicher Kulturen geprägt worden. Im Zentrum Granadas stehen das maurische Erbe und die im Stil des spanischen Barocks entstandenen Bauten der christlichen Eroberer einträchtig nebeneinander. Zu UNESCO Weltkulturerbestätten wurden die Festungsanlage der Alhambra, der Generalife, die Sommerresidenz des Emirs, und der Albaicín, das ehemalige maurische Wohnviertel unterhalb der Alhambra erklärt.

Die Alhambra

Die Alhambra


Alhambra y Generalife vor 20 Jahren und heute

Besuchern Málagas und den Passagieren von Kreuzfahrtschiffen werden von Málaga aus geführte Ausflüge zur Alhambra und in die Generalife-Gärten angeboten. Ein solches bequemes Ausflugspaket nutzen wir im Jahr 2019. Als Individualtouristen besuchten wir 20 Jahre zuvor die Alhambra und den Generalife-Palast. Damals lösten wir Eintrittskarten und betraten die Anlage. An Einschränkungen war nicht zu denken.

Heute, im Zeitalter des Massentourismus, gelten andere Regeln. Der Zugang zur Anlage ist begrenzt. Maximal 7.500 Besucher werden täglich eingelassen. Tickets sind vorzubestellen. Sie sind personalisiert und beim Betreten der Anlage ist ein Personaldokument vorzuzeigen. So ändern sich die Zeiten!

La Alhambra - der Eingangsbereich
La Alhambra - der Eingangsbereich


Besucher legen auf ihrer Besichtigungstour 3½ Kilometer Fußweg innerhalb des monumentalen Ensembles zurück. Begonnen wird der empfohlene Rundweg mit dem Generalife, später geht es hinüber in den Bereich der Alhambra. Die gewaltige Festungsmauer und die Alcazaba, die eigentliche Festung, sind nicht Gegenstand unseres Besichtigungsprogramms.

Der Palacio del Generalife

Der in der Mitte des 13. Jahrhunderts gebaute Sommerpalast der Regenten befand sich ungeschützt außerhalb der Festungsmauern. Über die Herkunft des Namens Generalife wird noch gerätselt.

Der Generalife

Der Generalife


Fest steht: Nach der Reconquista und der Vertreibung der Mauren aus Andalusien am Ende des 15. Jahrhunderts wurde der Generalife baulich verändert. Die Anlage besteht seitdem aus zwei Teilen. Eine Hofanlage und ein Bewässerungskanal verbinden beide Hausteile. Im Gegensatz zur überladen wirkenden Alhambra ist der Palacio del Generalife schmucklos gehalten. Lediglich kunstvoll gearbeitete dekorative Stuckelemente bringen Abwechslung ins Spiel. Im Generalife wurde nicht regiert. Der Sommerpalast war und ist bis in unsere Zeit ein Ort der Besinnung und Erholung.

Palacio del Generalife und Wasserspiele
Gartenanlage des Palacio del Generalife
Palacio del Generalife - Patio de la Sultana
Palacio del Generalife

Vor dem Palacio del Generalife liegen ein unspektakuläres Auditorio und eine weitläufige, baumgesäumte Gartenanlage mit schönen Wasserbecken. Die gilt es zu durchqueren, bevor das Ensemble der Alhambra betreten wird.

Die baumgesäumte Gartenanlage des Generalife

Die baumgesäumte Gartenanlage des Generalife


Die Alhambra

Die 740 Meter lange und bis zu 220 Meter breite Burganlage auf Granadas Sabikah-Hügel gehört zu den meistbesuchten touristischen Sehenswürdigkeiten Europas. Sie ist das bekannteste und imposanteste Monument maurischer Baukultur und islamischer Kunst in Europa. Das Ensemble besteht aus der befestigten Oberstadt, den Palästen der Nasriden und der Alcazaba, der Zitadelle des Regenten. Die Oberstadt, die Medina, war bewohnt.

Die befestigte Oberstadt der Alhambra

Die befestigte Oberstadt der Alhambra


Das gesamte Burg-Areal umfasst 13 Hektar. Ihr heutiges Aussehen erhielt die Alhambra im 13. Jahrhundert. Später, nach der Rückeroberung Granadas durch die Katholischen Könige, wurden viele Umbauten vorgenommen. Die maurischen und spanischen Baustile vermischten sich im Laufe der Zeit. Die Mixtur gibt der Anlage ihr besonderes Gepräge. Die Top-Sehenswürdigkeiten der Alhambra sind der Palacio de Carlos V., die Nasridenpaläste und die Medina der Alhambra.

Stuckarbeiten aus maurischer Zeit

Stuckarbeiten aus maurischer Zeit


Palacio de Carlos V.

Der in der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts regierende Habsburger König Karl V. beabsichtigte, Granada zum Regierungssitz des spanischen Königreichs zu machen. Innerhalb der Alhambra wurde ein repräsentativer, quadratischer Renaissancepalast mit einem kreisrunden Innenhof, der Palacio de Carlos V., gebaut. Nach der Entdeckung Amerikas stockte das Bauvorhaben. Granada wurde nicht Sitz des spanischen Königreichs und der Palacio de Carlos V. verkam als Bauruine. Den Palast nutzen heute das Museo de Bellas Artes de Granada und das Museo de la Alhambra.

Kirche Santa Maria de la Alhambra und der Palacio de Carlos V.
Die Kirche Santa Maria de la Alhambra
Palacio de Carlos V.
Palacio de Carlos V. - der kreisrunde Innenhof

Übrigens: Über mehrere Jahrhunderte blieb der Palacio de Carlos V. eine Ruine. Seit dem 19. Jahrhundert wurde das zwischenzeitlich verfallene gesamte Ensemble der Alhambra restauriert und saniert. Der Palacio erhielt erst im 20. Jahrhundert ein Dach und seit 1958 ist er Museumsstandort.

Die Nasridenpaläste

Den Dreh- und Angelpunkt der Alhambra bilden die Nasridenpaläste. Sie waren der Regierungssitz und der Wohnbereich der Herrscher. Wesentliche Teile sind der Alcázar mit dem Thronsaal und der Löwenhof, der Patio de los Leones. Die Wände des Palastbereiches sind mit Arabesken und arabischen Schriftzeichen aus Stuck versehen. Schöne Gartenanlagen umgeben den Palastkomplex.

Plaza de los Aljibes
Patio de los Arrayanes - der Myrtenhof
Beispiellose Stuckarbeiten
Patio de los Arrayanes - der Myrtenhof
Der Patio de los Leones
Im Patio de los Leones
Der Löwenbrunnen
Stuckdecke der Sala de Abencerrajes

 

Die Medina der Alhambra

In der Medina lebten der Adel und hochgestellte Bürger. Die dort ansässigen Kaufleute, Handwerker und Waffenschmiede gingen in der Oberstadt ihrer Arbeit nach. Blickfänge in dem durch weite Gartenanlagen geprägten Areal der Medina sind heute die Kirche Santa Maria de la Alhambra und ein staatliches Parador-Hotel. Ursprünglich war dieser Bau eine Franz von Assisi gewidmete Klosteranlage.

Der Parador Convento de San Francisco

Der Parador Convento de San Francisco


Fazit unserer Tour zur Alhambra

Wir schätzen es, neue Ziele zu entdecken und lange Zeit zurückliegende Erinnerungen durch wiederholte Besuche aufzufrischen. Organisierte Touren mit gemeinsamem Mittagstisch sind nach unserem Dafürhalten oftmals Zeitdiebe. – Weshalb wir uns dennoch für den organisierten Ausflug nach Granada entschieden haben ist auf die relativ kurze Liegezeit und die gegebenen Distanzen zurückzuführen. Málaga und Granada trennen 150 Kilometer.

Partal Alto

Partal Alto


Zudem sprechen die strikten Zugangsbeschränkungen zur Alhambra und die fixierten Eintrittszeiten speziell für die Nasridenpaläste für eine externe Organisation. Die Teilnehmerzahl war begrenzt und die Reiseleiter boten viele nützliche Informationen. Alles in allem: Ein organisierter Ausflug nach Granada ist sinnvoll.

Palacio del Partal

Palacio del Partal


Insgesamt dauerte die Tour mehr als acht Stunden, von denen knapp drei Stunden auf den Generalife und die Alhambra entfielen. Die Tour schlug mit 105 Euro zu Buche. Im Preis enthalten waren ein Mittagsimbiss und das Eintrittsgeld.

August 2019

Olbia / Sardinien

Olbia / Sardinien

Wer Olbia besucht, sollte sich zuvor ein wenig mit Sardinien, Italiens autonomer Region befassen.

Roadtrip Lanzarote - den Norden der Insel mit dem Auto erkunden

Die Neue Mein Schiff 2, TUI Cruises aktuelles Flaggschiff, legt am 8. April 2019 in Arrecife auf Lanzarote an. Der Liegeplatz ist Puerto Naos. Vom Terminal bis zur Touristeninformation und dem Stützpunkt des Autovermieters CICAR in der Lanzarote Marina gehen wir 400 bis 500 Meter.

Lanzarote Marina

Lanzarote Marina mit Mein Schiff 2


Bei CICAR, unserem bewährten kanarischen Autovermieter, haben wir den Mietwagen für unseren Roadtrip durch Lanzarotes Norden vorbestellt. Die notwendigen Formalitäten sind schnell erledigt; der gewünschte Wagen steht bereit.

Unser Tagesprogramm

Wir sind zum dritten Mal mit einem Kreuzfahrtschiff nach Lanzarote gekommen. Bei den beiden vorherigen Besuchen sahen wir die wesentlichen Sehenswürdigkeiten der Insel. Diesmal geht es uns darum, vertiefende Eindrücke in der nördlichen Inselhälfte zu gewinnen. Auf unserer To-do-Liste stehen

  • Jameos del Agua – das Zentrum für Kunst und Kultur
  • Cueva de los Verdes – eines der längsten Höhlensysteme der Welt
  • Mirador del Rio – der Aussichtspunkt im Norden Lanzarotes
  • Haría – die Stadt der Tausend Palmen
  • Teguise – die ehemalige Inselhauptstadt
  • Jardín de Cactus – der einmalige Kakteengarten
  • Arrecife – die Inselhauptstadt.

Unser Roadtrip in den Norden führt über die 4.000-Seelen-Gemeinde Tahiche. Im Ortsteil Taro de Tahiche befand sich der einstige Wohnsitz von César Manrique, des Künstlers, Architekten und Mäzens der Insel. Heute ist das 1.800-Qadratmeter-Haus Sitz der Fundación César Manrique. Daneben ist Tahiche Standort der Hochschule für Tourismus und des zentralen Gefängnisses von Lanzarote. Die Hochschule ist ein Ableger der Universität Las Palmas de Gran Canaria. Neben dem Ort ragt die 320 Meter hohe Montaña de Tahiche auf, ein erloschener Vulkan. Der Krater stellt für geübte Wanderer eine mindere Herausforderung dar.

Tahiche mit Montaña de Tahiche

Tahiche mit Montaña de Tahiche


Ein erster Stopp in Guatiza

Auf dem Weg zu den Jameos del Agua passieren wir Guatiza. Der weniger als 1.000 Einwohner zählende Ort ist berühmt für seine Opuntien-Pflanzungen. Die Kakteenart ist seit Mitte des 18. Jahrhunderts eine wichtige Erwerbsquelle. Auf den Opuntien leben Cochenille-Schildläuse, die den natürlichen roten Farbstoff der Karminsäure liefern. Wir halten nicht wegen der Chochinellen sondern wegen der Pfarrkirche Cristo de las Aguas. Das einschiffige Gotteshaus steht im Ortszentrum. Leider ist die Kirche geschlossen. Uns bleibt nichts anderes übrig als den gradlinigen Bau zu bewundern. Ihn zeichnen die hohe Laterne und die mit schwarzem Vulkanstein abgesetzten Kanten der Kirche aus.

Guatiza - Parroquia Cristo de las Aguas

Guatiza - Parroquia Cristo de las Aguas


Wir besuchen die Jameos del Agua

César Manrique schuf in den 1960er Jahren die Jameos del Agua, ein Zentrum für Kunst und Kultur. Er bettete die weitläufige Anlage in das Lavafeld des Volcán de la Corona ein. Das Zentrum besteht aus zwei Ebenen. In einer unterirdischen Grotte liegen ein Restaurant und ein kleiner See, in dem blinde Albinokrebse leben. Das Gewässer ist über einen Tunnel mit dem Meer verbunden. Mit den Gezeiten verändert sich der Wasserspiegel des Sees. Außerdem bieten die Jameos del Agua ein unterirdisches Auditorium. In diesem Konzert-, Ballett- und Theatersaal finden bis zu 600 Besucher Platz.

Wegweiser zu den Jameos del Agua
Zugang zu den Jameos del Agua
Grotte Jameos del Agua mit Bewunderern
Grotte Jameos del Agua

 

Oberirdisch zeichnet sich die Anlage durch ein weißes Schwimmbecken, einen künstlichen Wasserfall und ein geologisches Museum aus.

Jameos del Agua - das weiße Becken

Jameos del Agua - das weiße Becken


Das Höhlensystem der Cueva de Los Verdes

Vor langer Zeit erkundeten Geologen im Nordosten Lanzarotes eine sieben Kilometer lange Lavaröhre, die Cueva de Los Verdes. Sie ist eines der längsten natürlichen Tunnelsysteme der Welt. Ursprünglich versteckten sich die Inselbewohner im 16. und 17. Jahrhundert bei Piratenüberfällen in den Höhlen. Seit dem 19. Jahrhundert wurde die Höhle planmäßig erforscht. Danach wurde sie im Jahr 1964 auf einer Länge von circa einem Kilometer für Besucher geöffnet. Eine effektvolle Beleuchtung betont die Farben des Gesteins und seine sonderbaren Formen. Die Höhle wird im Rahmen geführter Rundgänge besichtigt.

Wegweiser zur Cueva de los Verdes
Mystisches Licht in der Cueva de los Verdes

 

Weinbau im Norden Lanzarotes

Lanzarote ist das wichtigste Weinanbaugebiet der Kanarischen Inseln. Wein wird vor allem im südlichen Teil der Insel in der Region von La Geria produziert. Kleinere Lagen sehen wir hinter der Cueva de Los Verdes in der Gegend um die Cueva de la Paloma, unterhalb und an den Hängen des Volcan de la Corona.

Volcan de la Corona

Volcan de la Corona


Unverzichtbar für Besucher – der Mirador del Rio

Zehn Kilometer nordwestlich von der Cueva de Los Verdes liegt in 475 Meter Höhe der Aussichtspunkt Mirador del Rio. Den Entwurf zum Mirador lieferte niemand anderes als César Manrique. Der Künstler ließ den Mirador mit der umgebenden Landschaft verschmelzen. Auch diese Anlage wurde im typischen Manrique-Stil errichtet. Das heißt, für die Raumgestaltung wurden Felshöhlungen genutzt. Demnach fehlen rechte Winkel, und alle Räume und Flächen einschließlich des Parkplatzes sind rund gehalten. Große Fensterfronten bieten wundervolle Ausblicke vor allem auf die kleine Nachbarinsel La Graciosa sowie das nördliche Umland.

Am Mirador del Rio
Naturbelassener Bau am Mirador del Rio
Die Insel La Graciosa und die Salinas del Rio
Mirador del Rio - Blick nach Süden

 

Haría – Stadt im Tal der Tausend Palmen

Unser Roadtrip führt uns vom Mirador del Rio in südlicher Richtung über kurvenreiche Straßen nach Haría, der Stadt im Tal der Tausend Palmen. Die Gemeinde liegt in einem weiten Tal und erfreut sich eines speziellen Mikroklimas. Den Klimabedingungen ist es zu verdanken, dass die gesamte Region üppig grün ist. In und um Haría herum wachsen Pflanzen, die es ansonsten auf dem Kanarischen Archipel nicht gibt.

Haría

Haría


Wegen seiner Lage und wegen der weißen Gebäude erinnert uns die 1.000 Einwohner zählende Kleinstadt an eine marokkanische Oasenstadt. Auffällig sind die vielen Palmen. Brautpaare pflanzen traditionell eine Palme. Stellen sich später Kinder ein, werden weitere Palmen gepflanzt.

In Haría liegt in der Gasse Elvira Sánchez 30 das Museumshaus César Manrique. Der Meister bewohnte es von 1992 bis zu seinem Tod.

Teguise – ehemalige Hauptstadt von Lanzarote

Das nächste Ziel unseres Roadtrips ist Teguise. Die flächenmäßig größte Kommune Lanzarotes war mehr als 400 Jahre die Hauptstadt der Insel. Schöne Restaurants, Cafés und gut sortierte Läden laden zum Aufenthalt ein. Der Ort besitzt im Zentrum zwei Sehenswürdigkeiten: die Kirche Nuestra Señora de Guadelupe und die Zehntscheune La Cilla.

Teguise - Plaza Clavijo y Fajardo mit dem Aloe-Museum

Teguise - Plaza Clavijo y Fajardo mit dem Aloe-Museum


Die dreischiffige Kirche halten wir für sehenswert. Die Zehntscheune La Cilla manifestiert das frühere auf der Insel herrschende Feudalsystem. Es verlangte Abgaben an den Landesherren und die Kirche. Der Tribut der Landpächter wurde in der Zehntscheune gelagert. Die Restaurierungsarbeiten an La Cilla leitete César Manrique. Aktuell ist die Zehntscheune Sitz eines Kreditinstitutes.

Teguise - Iglesia de Nuestra Señora de Guadelupe
Teguise - die Zehntscheune La Cilla

 

Wenig bekannte Steinformationen

Als nächste Teiletappe steht der Jardin de Cactus auf dem Programm. Von Teguise führt unser Weg vorbei an der Montaña de Guenia erneut in nördliche Richtung, nach Guatiza.

Unterhalb der Montaña de Guenia hinter der Siedlung El Mojón ragen meterhohe, grau-schwarze Gesteinsformationen auf. Diese Sehenswürdigkeit Lanzarotes wird von Reiseführern kaum erwähnt. Wir empfehlen anzuhalten und einen kurzen Rundgang über das Schotterplateau zu unternehmen. Die aufragenden Felsbrocken scheinen unwirklich. Einzelne Quellen berichten, dass die Ureinwohner der Insel inmitten der Steine ursprünglich religiöse Rituale abhielten. Möglich wäre es! Google Maps bezeichnet die Formationen mit Stratified City.

Gesteinsformationen - Stratified City

Gesteinsformationen - Stratified City


Jardín de Cactus – César Manriques letztes großes Werk

Fünf Minuten später parken wir unseren Mietwagen vor dem Jardín de Cactus. Ein acht Meter hoher Kaktus aus Metall bezeichnet seine Lage. Der Kakteengarten war César Manriques letztes großes Werk. Es liegt in einer 5.000 Quadratmeter großen Grube, in der über lange Zeit „Picón“ genannte Vulkanasche abgebaut wurde. Seit 1990 wird das Oval als Habitat für Kakteen und Sukkulenten aus fünf Kontinenten genutzt. Die Angaben zur Anzahl und zu den Spezies variieren. Es besteht kein Zweifel: In dem wie ein Amphitheater angelegten botanischen Garten wachsen mehrere Tausend Pflanzen. Mehr als genug! Aus jeder Richtung ergeben sich phantastische Anblicke. Für uns ist der Jardín de Cactus ein unbedingtes „Muss“.

Im Jardín de Cactus
Jardín de Cactus
Jardín de Cactus
Jardín de Cactus mit der Gofio-Mühle

 

Uns gefallen ebenfalls die in den Fels hineingebaute Cafeteria und der Shop. Die figürlichen Hinweise an den Toilettenräumen betrachten wir mit einem Schmunzeln. Über der Cafeteria erhebt sich eine restaurierte Gofio-Mühle.

Figürlicher Hinweis im Jardín de Cactus
Jardín de Cactus - die Gofio-Mühle

 

Zurück in Arrecife

Anders als geplant bleibt uns nicht mehr genügend Zeit für die Inselhauptstadt Arrecife. Immerhin, den Charco de San Ginés, sehen wir noch. Der natürliche Salzsee gehört zu den Sehenswürdigkeiten Arrecifes. Die von Meerwasser gespeiste Lagune ist von einer Promenade umschlossen. Palmen, Cafés, Restaurants und Geschäften umgeben das Ganze. Am hinteren Ende der Bucht liegt das moderne Teatro Atlántida. Das malerische Areal wurde von niemand anderem als César Manrique gestaltet. Der innerstädtische See mit den vielen Boten ist ein schönes Fotomotiv. An Samstagen wird auf der Promenade ein Markt abgehalten.

Arrecife - der Charco de San Ginés

Arrecife - der Charco de San Ginés


Was am Ende des Tages bleibt

In der Rangliste der Kanaren-Inseln nimmt Lanzarote von der Fläche her den vierten Rang ein. Doch 58 Kilometer in der Länge, 34 Kilometer in der Breite und 846 Quadratkilometer Terrain wollen in Ruhe entdeckt werden. Jenen Gästen der Kreuzfahrtschiffe, die es gewohnt sind sich von ihren Zielen ein individuelles Bild zu machen, empfehlen wir ein Auto zu mieten. Unter Lanzarote Sehenswürdigkeiten – die Top Highlights der Insel haben wir die uns wichtig erscheinenden Attraktionen Lanzarotes von Nord nach Süd zusammengetragen. Unser heutiger Roadtrip präsentiert die nördlichen Inselziele im Detail. 

August 2019

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