Monte Carlo entdecken


Monaco - Stadtplan

Monaco - Stadtplan


Monaco, das zweitreichste Land der Welt

Monacos augenfälliger Wohlstand gründete ursprünglich auf dem Casino und seinem in den Wintermonaten ausgewogenen Klima. Danach hat sich der Zwergstaat auf ökonomischem Gebiet als Zentrum der Finanzdienstleister und als Steueroase einen Namen gemacht. Und die schillernden Aktivitäten der Fürstenfamilie werden von der Regenbogenpresse mit großem Interesse verfolgt. Die Mühen haben sich gelohnt: Einer Erhebung zufolge war Monaco im Jahr 2016 nach Katar das zweitreichste Land der Welt.

Monaco - Von See gesehen

Monaco - Von See gesehen


Doch bereits die Phönizier, die Griechen und die Römer kannten den Ort an der französischen Mittelmeerküste; lange bevor die Privilegierten der Welt ihn für sich entdeckten. Die Anreise dürfte damals etwas mühsamer als in der Neuzeit abgelaufen sein. Heutzutage ist Monaco mit den traditionellen Verkehrsmitteln, der hochseegängigen Privatyacht oder mit dem Kreuzfahrtschiff leicht zu erreichen.

Monaco - Hochseeyacht Lady Moura vor dem Casino

Monaco - Hochseeyacht Lady Moura vor dem Casino


Monaco für Kreuzfahrt-Teilnehmer

Mit dem Kreuzfahrtschiff anreisende Besucher starten ihre Monaco-Visite entweder an der Mole der Kreuzfahrtschiffe in Monaco oder im nahegelegenen Villefranche-sur-Mer. Wir testeten beide Varianten. Zuletzt reisten wir über Villefranche-sur-Mer an.

Die Reede von Villefranche-sur-Mer Monaco - Mole der Kreuzfahrtschiffe mit der MSC Sinfonia

 

 

Monaco ist seit dem Jahr 2013 in neun Stadtbezirke gegliedert. Die zu kennen ist für Besucher unwichtig. Etwas sollten sie aber wissen: Das Fürstentum besteht aus zwei Teilen, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Da ist zum einen der gewaltige Fels Le Rocher. Er unterteilt das Terrain. Auf dem Felsen thronen das repräsentative Fürstenpalais und die kleine, verwinkelte Altstadt.

Monaco - Le Rocher mit dem Schloss

Monaco - Le Rocher mit dem Schloss


Monte Carlo, der Rest der monegassischen Fläche, ist dagegen vor allem mit hoch aufragenden Beton- und Glasbauten dicht bebaut. Ein kleines Manhattan auf monegassischem oder besser, französischem Territorium ist entstanden. Was Frankreich anbelangt: Ein bilaterales Abkommen regelt die Unabhängigkeit und die Sicherheit Monacos durch Frankreich.

Monaco - Stade Louis ll.

Monaco - Stade Louis ll.


Monaco besitzt nicht die Attraktivität mediterraner Hafenstädte vom Schlage der nahegelegenen Stadt Nizza, der katalanischen Metropole Barcelona oder von Palma de Mallorca. Dennoch ist auch Monaco ein sehenswertes Etappenziel auf einer Kreuzfahrt im westlichen Mittelmeer.  

 

Sehenswertes auf dem Felsen „ Le Rocher“

Der Fürstenpalast

Die Fürstenfamilie der Grimaldi, personifiziert durch den Regierenden Fürsten Albert II, steht an der Spitze des Staates. Die Grimaldis bewohnen den fotogenen Der 10. Juni 1215 wird als Gründungsdatum Monacos genannt. An jenem Tag wurde 62 Meter über dem Meer mit dem Bau einer genuesischen Grenzfestung begonnen.

Monaco - Der Fürstenpalast Monaco - Der Fürstenpalast Monaco - Wachhabender vor dem Fürstenpalast Monaco - Wehrhaftes vor dem Fürstenpalast

 

 

Im Jahr 1297 bemächtigte sich die Familie Grimaldi der Festung in einem Handstreich. Von einem knappen Interregnum abgesehen, gab sie die Führung Monacos nicht mehr aus den Händen. Das Handelsblatt beschrieb die Familie im Jahr 2011 auf diese Weise: „Die aus Genua stammende und seit 1297 herrschende Grimaldi-Dynastie begründete ihr Vermögen als Raubritter und Piraten“. Im Laufe der Jahrhunderte mutierte die Festung zu dem heutigen stattlichen Palast.

Vor dem Palais paradiert regelmäßig ein schneidiger Palastwächter. Sehenswert ist die Wachablösung vor dem Hauptportal des Palasts. Sie findet täglich um 11:55 Uhr statt. Zwischen Juni bis Oktober werden Palastführungen angeboten.

Monaco - Wachsoldat vor dem Fürstenpalast

Monaco - Wachsoldat vor dem Fürstenpalast


Die Altstadt Monaco-Ville

Abseits der Beton- und Glasfronten sowie der Super Yachten unterhalb des Felsens liegt vor dem Grimaldi-Palast der Altstadtbereich Monaco-Ville. Enge Gassen, mediterrane Häuser, Souvenirläden dazu Bars, Cafés und Restaurants machen den Reiz des Ortes aus. Außerdem werden spektakuläre Ausblicke auf den Rest des Fürstentums sowie die Häfen Port Hercule und Port Fontvielle geboten.

Monaco - Quartier der Force Publique an der Place du Palais Monaco - Standesgemäßer Wohnsitz in der Altstadt Monaco - Restaurant La Pampa an der Place du Palais Monaco - Postamt und Rathaus

 

 

Sehenswerte Gebäude in Monaco-Ville

Fort Antoine

Die kleine Festung wurde vom Jahr 1710 an erbaut. Heute wird die Anlage als Amphitheater genutzt. Fort Antoine ist für vom Hafen kommende Besucher nicht zu übersehen; es liegt an der Avenue de la Quarantaine.

Monaco - Fort Antoine dahinter Monte Carlo Monaco - Stufen des Freilichttheaters im Fort Antoine

 

Das Gerichtsgebäude

Mit dessen Bau wurde 1924 begonnen. Das aus Vulkanstein errichtete Gebäude liegt der Kathedrale gegenüber. Die an der Fassade aufgestellte Büste stellt Honoré II dar. Uns beeindruckt die Freitreppe vor dem Gericht.

Monaco - Kathedrale und Gerichtsgebäude

Monaco - Kathedrale und Gerichtsgebäude


Die Kathedrale Notre-Dame-Immaculée

Die römisch-katholische Kirche ist die Staatskirche des Fürstentums. Da wundert es nicht, dass Monaco eine Kathedrale besitzt. Erbaut wurde das Gotteshaus zwischen den Jahren 1875 bis 1903 im neoromanischen Stil. Geweiht wurde die Kathedrale im Jahr 1911. Sie ist die Grabeskirche der Grimaldi-Fürsten.

Monaco - La Cathedrale Monaco - La Cathedrale

 

Die Kapelle der Barmherzigkeit

Deren eigentlicher Name lautet Chapelle de la Misericorde. Die einschiffige Kapelle diente der Bruderschaft der Schwarzen Büßer als Sitz. Erbaut wurde sie im Jahr 1639. Von dort nahm vier Jahrhunderte lang die traditionelle Karfreitagsprozession ihren Ausgang.

Monaco - Altarraum der Chapelle de la Misericorde

Monaco - Altarraum der Chapelle de la Misericorde


Monaco - Seitenansicht Ozeanographisches MuseumDas Ozeanographische Museum

Auftraggeber des Museums war Fürst Albert I. Mit dem Bau wurde im Jahr 1910 begonnen. Für die damalige Zeit ist der Bau riesengroß geraten. Fürst Albert I. war Ozeanologe, Walforscher und anerkannter Experte für Tintenfische. Das Museum stellt etwa 4.000 Fischarten sowie seltene lebende Meerestiere in Aquarien aus.

 

 

Monaco - Ozeanographisches Museum von See gesehen

Monaco - Ozeanographisches Museum von See gesehen


Das Palais du Gouvernement

Regiert wird das Fürstentum von einem Staatsminister. Dessen Dienstsitz ist das Palais du Gouvernement. Es liegt an der Place de la Visitations.

Monaco - Palais du Gouvernement Monaco - Palais du Gouvernement Monaco - Palais du Gouvernement

 

Die Skulpturen im Jardin Saint Martin

Dieser Garten war die erste öffentliche Gartenanlage des Fürstentums. Er entstand zu Beginn des 19. Jahrhunderts. Er liegt abseits des monegassischen Touristenrummels und ist ein Ort der Stille und des Friedens. Viele Kunstwerke wurden in dem Garten aufgestellt. Uns gefielen unter anderem …

die Pyramide de Boulets

Monaco - Pyramide de Boulets

Monaco - Pyramide de Boulets


L’Homme et L’Enfant

Monaco - L'Homme et L'Entfant

Monaco - L'Homme et L'Entfant


Mélodie

Monaco - Mélodie

Monaco - Mélodie


La Pieuvre

Monaco - La Pieuvre

Monaco - La Pieuvre


Sehenswertes unterhalb des Felsens

In Abgrenzung zu Monaco-Ville wird der übrige Stadtbereich Monte Carlo genannt. In Monte Carlo pulsiert das Leben. Auf jedem Quadratkilometer wohnen circa 17.000 Einwohner. Dort residieren Geld- und Vermögensmillionäre, Firmen unterhalten Standorte und dort treffen sich die Stars und Sternchen.

Beachtenswerte Ziele in Monte Carlo sind

Die Place de Casino

Mit der Errichtung des prachtvollen Casinos wurde im Jahr 1863 begonnen. Bald darauf begann mit Monacos Anbindung an die Bahn der Aufstieg des Casinos und des Fürstentums. Heute wird ein aus mehreren Spielcasinos, Luxushotels, Restaurants und Wellness-Tempeln bestehender Komplex betrieben. Herren, die „außergewöhnliche Spielerlebnisse“ (so die Werbung des Casinos) suchen, sind gut beraten, in Anzug und Krawatte zu erscheinen. Das dürfte wohl die meisten Gäste der Kreuzfahrtschiffe überfordern. 

Monaco - Das Casino

Monaco - Das Casino


Das Hôtel de Paris

Das Traditionshotel zählt zur Gruppe der Leading Hotels. Es liegt zwischen dem Meer und der Place de Casino. Für diejenigen Privilegierten, die 500 Euro oder mehr für eine Nacht ausgeben mögen, ist das Hotel eine angemessene Bleibe. Wir dagegen betreten nur die große Halle und erfreuen uns an den Flachreliefs, den Figuren der Karyatiden und den Kristallkronleuchtern des im Jahr 1863 eröffneten Luxushotels.

La Condamine

Das am Port Hercule vorbeiführende Straßenstück ist Teil der traditionellen Formel-1-Rennstrecke. In einer weiträumigen Gartenanlage des Rond-Point du Portier steht das Abbild eines Formel-1-Boliden. Der Circuit de Monaco fand im Jahr 2017 zum 64. Mal in der Formel-1-Geschichte statt. Gefahren wird auf einem 3,3 Kilometer langen Straßenkurs des Stadtgebiets.

Monaco - Formel-1-Bolide am Rond Point du Portier

Monaco - Formel-1-Bolide am Rond Point du Portier


Die Yachthäfen Monacos

Der größte der Häfen ist Port Hercule: Dort legen am Quai de la Nouvelle Digue die Kreuzfahrtschiffe an, sofern sie nicht vor Monaco oder vor Villefranche-sur-Mer auf Reede liegen.

Monaco - Port Hercule mit Kreuzfahrtschiff Monaco - Port Hercule mit dem Stade Nautique Rainier lll. Monaco - Port Hercule

 

Der neben dem Felsen liegende Port Fontvielle gehört zum Stadtbezirk Fontvielle. Der ist künstlichen Ursprungs. Beginnend mit dem Jahr 1981 wurden die Hochhäuser des Stadtteils auf zuvor im Meer aufgeschütteten Terrain errichtet.

 

Monaco - Port de Fontvielle Monaco - Boote in Port de Fontvielle Monaco - Zwei Boote vor Port de Fontvielle

 

 

Nützliche Hinweise

Monaco ist von Villefranche-sur-Mer kommend mit der Bahn zu erreichen (Bahnstrecke Marseille-Ventimiglia). Monacos unterirdischer Bahnhof liegt oberhalb von La Condamine. Die Regionalzüge ab Villefranche-sur-Mer verkehren halbstündlich und brauchen weniger als 30 Minuten für die circa 14 Kilometer lange Strecke. Die TER-Züge der SNCF sind sauber und spottbillig.

Der Bahnhof von Villefranche-sur-Mer

Der Bahnhof von Villefranche-sur-Mer


Neben den Zügen verkehren ab Villefranche-sur-Mer auch Busse der Linie 100. Einfacher ist es allerdings, wenn das Kreuzfahrtschiff direkt vor Monaco auf Reede liegt oder am Quai de la Nouvelle Digue festmacht. Von dort ist praktisch alles zu Fuß zu erreichen.

Innerhalb Monacos verkehren sechs Buslinien. Die für monegassischen Verhältnisse preisgünstigen Fahrkarten werden im Bus verkauft. Mit Kreuzfahrtschiffen angereiste Tagestouristen sollten, wenn sie viel von der Stadt sehen möchten, die Carte touristique journalière nutzen.

Wer bei sommerlichen Temperaturen nicht gerne in Monaco läuft, und dennoch viel sehen möchte, bedient sich eines Miniaturzuges der Trains Touristique Monaco. Sie verkehren zwischen Februar und November regelmäßig nach Fahrplan. Die Fahrt dauert 30 Minuten und kostet 9 Euro. Die Fahrt beginnt und endet am Ozeanographischen Museum. Stationen sind der Hafen, das Casino, das Palais du Gouvernement, die Wallanlagen und der Fürstenpalast. Weitere Details: http://www.petits-trains.com/guide/monaco-54.html

Monaco - Train Touristiqe

Monaco - Train Touristiqe


Empfehlenswert ist ebenfalls Le grand tour mit dem Hop On Hop-Off-Bus. Die Busse halten an zwölf Stationen. Der Tagespass für Erwachsene wird im Jahr 2018 zu 23 Euro angeboten. Der Senioren zahlen 21 Euro. Die Busse fahren täglich, ausgenommen an den Renntagen des Electric Grand Prix und des Formel-1-Grand Prix sowie am 19. November, dem Nationalfeiertag. Gäste von Kreuzfahrtgästen können direkt am Cruise Terminal einsteigen. Nähe Informationen unter: http://monacolegrandtour.com/en/.

Gute und nützliche Informationen in deutscher Sprache bietet die Website von Monacos Touristeninformation: http://www.visitmonaco.com/de.

In Monte Carlo wird mit dem Euro gezahlt. Im Jahr 2002 führte Monaco den Euro als assoziierter Euro-Nutzer ein. Als Buchgeld fand der Euro in Monaco bereits seit 1999 Anwendung.

Öffnungszeiten

Der Fürstenpalast ist überwiegend in der Zeit von Juni bis September täglich zwischen 10:00 und 18:00 Uhr geöffnet. Die geführten Touren dauern 35 bis 40 Minuten. Im Oktober ist der Palast zwischen 10:00 und 17:00 Uhr zur Besichtigung freigegeben.

Eintrittspreise:
Erwachsene: 8 Euro
Kinder (6 – 14): 4 Euro

Das Casino kann ganzjährig besichtigt werden.

Eintrittspreis in der Zeit zwischen 9.00 bis 13.00 Uhr:
2. Mai bis 30. September: Erwachsene mit Audioführer 17 Euro
1. Oktober bis 1. Mai: Erwachsene mit Audioführer 12 Euro
Kinder zahlen weniger.

Ab 14.00 Uhr sind Kinder nicht mehr zur Besichtigung zugelassen. Die Vorlage eines Lichtbildausweises ist für Besichtigungen obligatorisch.

(Update April 2018)