Autor: Karl W. P. Beyer

14.05.2015 – Im Halbjahresfinanzbericht 2014/2015 gibt die TUI AG, der weltweit führende Touristikkonzern, einen Überblick über die Spartenergebnisse des am 1. Oktober 2014 begonnenen neuen Geschäftsjahrs. Kreuzfahrer interessiert insbesondere die Entwicklung des Bereichs Kreuzfahrten. Dieses Segment umfasste bislang neben der Edelmarke Hapag-Lloyd Kreuzfahrten das mit Royal Caribbean gebildete Gemeinschaftsunternehmen TUI Cruises. Zu beiden Marken werden positive Statements gegeben.

Insbesondere TUI Cruises wiesen im ersten Halbjahr 2014/2015 eine positive Entwicklung aus. Durch die Erweiterung der Flotte um die Mein Schiff 3 im Juni 2014 stieg die Kapazität auf 1,163 Millionen Passagiertage an. Die Auslastung der Schiffe lag (gerechnet auf 2-Bett-Belegung) bei 100,8 Prozent. Der Wert entspricht dem Vorjahresniveau. Die Durchschnittsrate pro Tag und Passagier lag bei 148 Euro. Dies entspricht einer Steigerung um 2,9 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert.

Mein Schiff 3

Auch in der Zukunft wird der strategische Focus des Konzerns auf der Expansion des Kreuzfahrtgeschäfts, insbesondere der Marke TUI Cruises liegen. Das Unternehmen geht von anhaltendem Wachstum des deutschen Kreuzfahrtmarkts aus. Vor diesem Hintergrund haben der Aufsichtsrat der TUI AG und das Board von Royal Caribbean Cruises im Mai beschlossen, die bestehenden Kaufoptionen für Mein Schiff 7 und Mein Schiff 8 in feste Bestellungen umzuwandeln. Die Schiffe werden wieder von der Meyer Turku Werft in Finnland bezogen. Gegenüber ihren Vorgängern gewinnen die Schiffe an Größe. Sie werden jeweils 2.860 Betten haben. Die Neubauten sollen 2018 und 2019 ausgeliefert werden. Das Joint Venture TUI Cruises finanziert den Schiffskauf ohne Beiträge der TUI AG oder der Royal Caribbean Cruises.

Mein Schiff 1 vor St. Georges/Grenada

In Verbindung mit der Ausübung der Kaufoptionen wurde vereinbart, in den folgenden Jahren Mein Schiff 1 und Mein Schiff 2 an die britische Konzernmarke Thomson Cruises weiterzureichen. Mit diesen Maßnahmen werden das deutsche und das britische Kreuzfahrtsegment gleichermaßen vorangetrieben und modernisiert. Bezüglich Thomson Cruises wird angemerkt, dass die bisher unter Royal-Caribbean-Flagge fahrende Splendour of the Seas ab Sommer 2016 auf dem britischen Markt eingesetzt wird. Das Schiff ersetzt die 1982 gebaute Island Escape.