Autor: Karl W. P. Beyer

13.03.2013 – Kreuzfahrtschiffe aller Reedereien werden gern als umweltschädlich tituliert. Ein Blick auf den Schornstein eines x-beliebigen Kreuzfahrtschiffs scheint diese These zu bestätigen. AIDA Cruises arbeitet offensiv gegen das Image des Umweltsünders an. Seit 2007 dokumentiert die Gesellschaft ihr Umwelt-Engagement im jährlich erscheinenden Nachhaltigkeitsbericht. Gestern wurde der Bericht für 2013 vorgelegt. Er steht unter der Überschrift AIDA cares 2013.

Erstellt wurde der Nachhaltigkeitsbericht in Kooperation mit einem externen Partner, der B.A.U.M. Consult GmbH. Im Hause AIDA Cruises verantwortet Monika Griefahn, Greenpeace-Mitbegründerin und ehemalige Umweltministerin des Landes Niedersachsen, das Nachhaltigkeitsengagement der Gesellschaft. Sie zieht folgende Bilanz für 2012.

Der Treibstoffverbrauch der Flotte sank im Vergleich zum Jahr 2011 pro Unterbett und Tag um 3,7 Prozent. Die Schwefelemissionen wurden um 17 Prozent reduziert. Bei der Ballastwasserbehandlung werden die angestrebten IMO-Standards von AIDA bereits heute erfüllt. Ein Gutachten des Germanischen Lloyd von Ende 2012 bescheinigt dem Unternehmen, dass ein AIDA Schiff pro Person nur 3 Liter Treibstoff auf 100 Kilometern Fahrt verbraucht.

AIDAluna in Hamburg

Die seit dem Jahr 2007 in Dienst gestellten AIDA Schiffe sind für den Einsatz von Landstrom vorbereitet. Nach Angaben des Unternehmens verbringen die Schiffe 40 Prozent der Betriebszeit in Häfen. Die Hafenbetreiber sind aufgefordert, umweltfreundliche Lösungen für die Energieversorgung an Land bereitzustellen. Ein erstes Projekt für eine umweltfreundliche Energieversorgung mit Flüssiggas wurde mit der LNG Hybrid Barge 2012 in Hamburg auf den Weg gebracht.

Die nächste Schiffsgeneration, d. h. die in den Jahren 2015 und 2016 in Dienst zu stellenden Schiffe, soll über Motoren verfügen, die im Hafen bei entsprechender Verfügbarkeit mit Flüssiggas betrieben werden können. Diese Schiffe werden zudem bei Fahrt künftig auf einem Luftblasenteppich gleiten. Dadurch reduziert sich der Reibungswiderstand und der Treibstoffverbrauch soll sich dadurch um sieben Prozent verringern.