Autor: Karl W. P. Beyer

 29.08.2013 – Vor kurzem noch erklärte der NABU e.V. Kreuzfahrtschiffe zum Albtraum für Gesundheit und Umwelt. In die generelle Schelte wurden ausdrücklich auch die Schiffe der beiden maßgeblichen deutschen Kreuzfahrt-Anbieter AIDA Cruises und TUI Cruises einbezogen. Heute veröffentlichte AIDA Cruises eine Stellungnahme.

Ohne weiter auf die Faktenlage der Umweltverschmutzung durch Kreuzfahrtschiffe einzugehen, präsentiert das Unternehmen geeignete Maßnahmen mit denen AIDA-Kreuzfahrten ein saubereres Image verpasst werden sollen. Im Einzelnen ist folgendes geplant:

  • Alle Schiffe der AIDA-Flotte werden nachträglich mit dem neuen umfassenden Filtersystem ausgestattet. Als erstes Schiff wird die AIDAcara, das älteste Schiff der Flotte, nachgerüstet.
  • Die ab 2015 und 2016 in Dienst zu stellenden Schiffe sollen Maßstäbe im Umweltschutz setzen. Mittels einer neuen Technologie zur Abgasbehandlung sollen die drei Emissionsarten Rußpartikel, Stickoxide und Schwefeloxide gefiltert und um 90 bis 99 Prozent reduziert werden. Es wird dafür auf ein System der Abgasbehandlung zurückgegriffen, das innerhalb der Carnival-Gruppe entwickelt wurde.
  • Alle seit 2007 in Betrieb genommenen Kreuzfahrtschiffe sind für Landstrom vorbereitet. Als erstes Schiff ist die AIDAsol komplett für Landstrom vorbereitet. An Orten, an denen eine geeignete Infrastruktur vorhanden ist, kann AIDAsol umweltfreundlich mit Fremdenergie versorgt werden.

AIDAsol in Hamburg

Diese und weitere Maßnahmen in den Umwelt- und Klimaschutz lässt sich AIDA Cruises bis 2016 circa 100 Millionen Euro kosten.