Autor: Karl W. P. Beyer

25.10.2018 – In der Nacht zu Mittwoch wurde im niederländischen Eemshaven auf der nagelneuen AIDAnova Feueralarm ausgelöst. Der Brand habe sehr schnell gelöscht werden können. Das Feuer betrifft nach Werftangaben zwei Kabinen, sei „aber keine wirklich große Geschichte“. Niemand sei verletzt worden. Alle Menschen an Bord seien evakuiert worden.

Nach der Brandursache wird gesucht. Die für die kommenden Tage geplante Erprobungsfahrt in der Nordsee ist verschoben worden. AIDAnova sollte nach Plan am 15. November in Bremerhaven an AIDA Cruises übergeben werden. Noch ist unklar, ob dieser Termin eingehalten werden kann. Möglicherweise wären unter solchen Umständen auch die vor der Jungfernfahrt ins Programm genommenen Kurzreisen zu europäischen Zielen gefährdet. Die Jungfernreise startet am 2. Dezember 2018 zu den Kanaren.

AIDAnova vor der Elbphilharmonie in Hamburg

AIDAnova vor der Elbphilharmonie in Hamburg ©Rendering AIDA Cruises


AIDAnova ist das erste vollständig mit Flüssigerdgas (LNG) betriebene Kreuzfahrtschiff. Nach der geglückten Emspassage war das Schiff am 18. Oktober 2018 erstmals mit LNG betankt worden. Knapp 3.500 Kubikmeter Flüssigerdgas passen in die drei Spezialtanks. Mit einer LNG-Tankfüllung kann die AIDAnova bis zu zwei Wochen auf See und im Hafen operieren. Durch den Einsatz der neuen Technik verringern sich die Stickoxid-Emissionen nach Reedereiangaben um bis zu 80 Prozent; die CO²-Emissionen reduzieren sich um weitere 20 Prozent.

Das Schiff ist mit mehr als 183.900 BRZ vermessen. Die Kabinenzahl wird mit mehr als 2.500 angegeben. Die Schiffsgäste können unter 20 Kabinenvarianten, 17 Restaurants und 17 Bars wählen.