02.01.2018 – Die Orderbücher aller mit dem Bau von Kreuzfahrtschiffen befassten Werften beinhalteten zum Jahreswechsel 2017/18 unfassbare 94 Bestellpositionen. Im neuen Jahr reduziert sich die Zahl um 16 Neubauten. Außerdem dürfen wir uns über eine Schiffsübernahme freuen.

Nach vorliegenden Branchenschätzungen investieren die Kreuzfahrt-Reedereien im Jahr 2018 circa 8,7 Mrd. US-Dollar bzw. 7,25 Mrd. Euro in den Bau neuer Schiffe. Das größte Schiff der Saison leistet sich Royal Caribbean mit der Symphony of the Seas. Das Schiff wird die Schwesterschiffe der Oasis-Klasse an Größe, Passagierkapazität und Bordangeboten übertreffen. Die Anschaffungskosten sollen sich auf 1,3 Mrd. US-Dollar belaufen. Die zwei hinsichtlich der Kapazität kleinsten Schiffe übernimmt die Compagnie du Ponant. Im zweiten und dritten Quartal des Jahres stellt sie Le Lapérouse und Le Champlain in Dienst.

Weitere Großschiffe sind zu erwarten. In alphabetischer Reihenfolge sind dies: AIDAnova, Carnival Horizon, Celebrity Edge, Nieuw Statendam, MSC Seaview, Norwegian Bliss, Mein Schiff 1.

Mein Schiff 1 Neubau

Mein Schiff 1 Neubau - Foto: Mein Schiff 1©TUI Cruises


Für TUI Cruises ist Mein Schiff 1 eine Fortentwicklung der bisherigen TUI Cruises-Neubauten. Es wächst um 20 Meter in der Länge und legt um 360 Betten zu. Die bisherige Mein Schiff 1 wechselt zu Marella Cruises (vormals Thomson Cruises). Eine Weltneuheit kündigen die Rostocker AIDA Cruises mit der AIDAnova an. Das von der MEYER Werft in Papenburg gebaute Schiff wird etwa 5.000 Passagiere fassen und als erstes Kreuzfahrtschiff überhaupt mit dem umweltschonenden Flüssigerdgas LNG betrieben werden.

AIDAanova - Rendering - vor der Kulisse der Elbphilharmonie

AIDAanova - Rendering - vor der Kulisse der Elbphilharmonie - Foto: AIDAnova©AIDA Cruises


Es ist bekannt, dass Hapag Lloyd Cruises für das Jahr 2019 zwei Expeditionsschiffe geordert hat. Andere Kreuzfahrt-Reedereien waren auf diesem Sektor schneller. Das laufende Jahr wird einige interessante Neubauten bieten, die für den Einsatz in arktischen und antarktischen Gewässern wie auch auf den großen Strömen der Welt geeignet sind. Schiffe dieser Kategorie werden für Hurtigruten, Mystic Cruises und Scenic Cruises gebaut. Interessant an diesen Neubau-Aufträgen ist nicht zuletzt der Umstand, dass wenig bekannte Spezialwerften für den Bau dieser Schiffe verantwortlich zeichnen.

Hybridschiff Roald Amundsen

Hybridschiff Roald-Amundsen©Hurtigruten


Star Clippers stellt im November 2018 mit der Flying Clipper den größten Segel-Kreuzer in Dienst. Und, ebenfalls erwähnenswert, die renommierten Azamara Club Cruises präsentieren ein drittes Schiff. Es ist die Azamara Pursuit. Das 180-Meter-Schiff fuhr bislang als Adonia unter P&O-Flagge.