22.12.2017 – Die KfW IPEX-Bank, eines der weltweit größten Finanzierungsinstitute der maritimen Industrie, finanziert federführend für Royal Caribbean Cruises Ltd. (RCCL) gemeinsam mit anderen Kreditinstituten zwei emissionsreduzierte Kreuzfahrtschiffe. Die Schiffe werden von der finnischen MEYER Turku Werft gebaut.

Als einer der weltweit größten Finanzierer der maritimen Wirtschaft unterstützt die KfW IPEX-Bank, Tochter der staatlichen Kreditanstalt für Wiederaufbau, europäische Werftbetriebe und Reedereien sowie deutsche Zulieferbetriebe. Die Finanzierung betrifft zwei vorwiegend mit Flüssiggas (Liquified Natural Gas, LNG) betriebene Kreuzfahrtschiffe der Royal Caribbean Cruises Ltd. Das bereitzustellende Fremdkapital in Höhe von mehr als 2,5 Milliarden Euro stellt ein internationales Bankenkonsortium zur Verfügung. Konsortialpartner sind: KfW IPEX-Bank, BNP Parisbas, HSBC, Commerzbank, Santander, BBVA, Bayern/LB, DZ Bank, JPMorgan und SMBC. Der Anteil des Konsortialführers KfW IPEX-Bank beträgt für sich genommen 686 Millionen Euro. Der Kreditrahmen wird durch eine Hermes-Exportkreditversicherung abgesichert.

Royal Caribbean - Freedom of the Seas im Hafen von La Palma

Royal Caribbean - Freedom of the Seas im Hafen von La Palma


Die pro Schiff gewährten Darlehen haben eine Laufzeit von jeweils zwölf Jahren. Die Finanzierung steht allgemein unter dem Aspekt, Kreuzfahrten möglichst schadstoffarm für Mensch und Natur zu gestalten. Für die MEYER Turku Werft steht die Absicherung der Produktion bis in das Jahr 2024 hinein im Vordergrund. Und zahlreiche deutsche Hersteller, darunter viele mittelständische Unternehmen, tragen mit hohen Lieferwerten zum Bau der Schiffe bei. Das komplette Unterschiff einschließlich der Hauptmaschine entsteht bei der zur MEYER-Gruppe gehörenden Neptun Werft in Rostock. Alle Auftragnehmer bedürfen im Vorfeld gesicherter Finanzierungen.

Royal Caribbean - Independence of the Seas in Civitavecchia

Royal Caribbean - Independence of the Seas in Civitavecchia


Die jeweils mehr als 5.500 Passagiere fassenden Kreuzfahrtschiffe sollen 2022 und 2024 in Dienst gehen. Beide Schiffe sind mit Dual-Fuel-Motorentechnik ausgestattet. Sie nutzen gleichermaßen LNG und Marinediesel; fahren sollen sie aber vorrangig mit LNG.