Autor: Karl W. P. Beyer

27.11.2018 – Bis zu zwei Schiffe können in Kiel gleichzeitig am Kreuzfahrt-Terminal Ostseekai anlegen. Bislang mussten sich die Schiffe jedoch ein Terminalgebäude teilen. Der PORT OF KIEL feierte heute die Grundsteinlegung für ein zweites Abfertigungsgebäude. Mit der Übernahme des Baus wird bereits in der kommenden Saison gerechnet. In den Erweiterungsbau investiert der Kieler Seehafen neun Millionen Euro.

Aktuelles Terminal Ostseekai

Aktuelles Terminal Ostseekai


Als „Liegeplatz 28“ wird der Neubau nach Ansicht des Kieler Oberbürgermeisters Dr. Ulf Kämpfer „erstklassige Abfertigungsqualität bieten und zugleich die Position Kiels in diesem umkämpften Markt weiter festigen“. Der Hafenbetreiber passt die Abfertigungskapazitäten den steigenden Passagierzahlen und den wachsenden Schiffsgrößen an. Kreuzfahrtschiffe werden in Kiel an unterschiedlichen Terminals abgefertigt. Insgesamt verzeichnete der Hafen in der Saison 2018 nach 143 Anläufen im Vorjahr nunmehr 167 Schiffsankünfte. Nahezu 600.000 Passagiere gingen an oder von Bord. Gegenüber dem Vorjahr entspricht dies einer Steigerung um 16,5 Prozent.

Terminal Ostseekai - Liegeplatz 28 - Rendering

Terminal Ostseekai - Liegeplatz 28 - Rendering ©PORT OF KIEL


Das 3.700 m² große, zweigeschossige Terminal-Gebäude wurde von einer Arbeitsgemeinschaft zweier Architektengruppen entworfen und gestaltet. Kennzeichen des Bauvorhabens sind große Glasflächen die für Transparenz sorgen. Der Neubau entsteht im nördlichen Anschluss an das bestehende Gebäude. Beide Bauten werden ein Ensemble bilden. Dazwischen wird ein V-förmiger Empfangsplatz für eintreffende Gäste geschaffen. Vom Empfangsplatz gehen Reisende ins Terminal; Hafenbesucher gelangen über eine Freitreppe zur Außenterrasse. Im Erdgeschoss des Terminals erfolgt die Gepäckbehandlung. Im Obergeschoss durchlaufen die Passagiere die Check-In-Prozesse. Nach dem Check-In gehen die Schiffsgäste über eine Gangway zum Schiff.