Kreuzfahrt-Hafen Savona setzt auf nachhaltiges Wachstum


11.11.2015 – Savonas Hafen ist dank Costa Crociere der viertwichtigste Kreuzfahrthafen Italiens. Im Jahr 2014 wurden knapp 1,019 Millionen Kreuzfahrtpassagiere abgefertigt, davon 350.000 Transitpassagiere. Tendenz steigend. Damit es dabei bleibt, haben die Stadt Savona, die Hafenbehörde und Costa Crociere gestern eine über drei Jahre gehende Absichtserklärung betreffs einer nachhaltigen Entwicklung des Kreuzfahrtbereichs unterzeichnet.

Das Memorandum of Understanding fordert Zusammenarbeit in verschiedenen Bereichen ein, um ein verantwortungsvolles Wachstum der Kreuzfahrt-Industrie in der Hafenstadt an der Palmenriviera zu gewährleisten. Dazu erklärt der Chef von Savonas Hafenbehörde, Gian Luigi Miazza, dass die Unterzeichnung des Abkommens eine Reihe wechselseitiger Verpflichtungen beinhalte, mit der klaren Zielsetzung, das seit 1996 Erreichte zu verbessern. Das Bemühen setzt gute Infrastruktur, besten Service für die Passagiere und flexible Arbeitskräfte voraus. An Spitzentagen müssen im Kreuzfahrtsektor bis zu 200 Mitarbeiter bereitstehen. Der Fokus der Verantwortlichen müsse auf der Schonung der Umwelt, der Beachtung sozialer und ökonomischer Auswirkungen und der Kommunikation der erzielten Resultate liegen.

Palacrociere Kreuzfahrt-Terminal in Savona Palacrociere Kreuzfahrt-Terminal in Savona                                                                                               

Bezüglich der Schiffs-Emissionen bei Liegezeiten erklärt Costa, dass das Unternehmen stetig bemüht sei, mit den Energieressourcen maßvoll umzugehen und den Einfluss auf die Umwelt durch Abgasreinigungs-Systeme bislang auf sieben Schiffen der Flotte zu mindern. Das Unternehmen wird zudem mit Flüssiggas angetriebene „saubere“ Schiffe entwickeln (wir berichteten darüber), die 2019 und 2020 zur Flotte stoßen. Das erste der Schiffe wird in Savona stationiert.

Das Übereinkommen sieht Leitsysteme für mit Kraftfahrzeugen anreisende Gäste ebenso vor, wie die Beobachtung der Geräuschentwicklung auf Schiffen während der Liegezeiten sowie die Regelung der Abfallwirtschaft der Schiffe. Ein erwähnenswertes Projekt sei der Schutz der Meeresfauna, vor allem der Schutz der Wale im Bereich des Pelagos Schutzgebiets im westlichen Mittelmeer.

Es ist zu erwarten, dass der zweite im Jahr 2014 eingeweihte, 9-Millionen-Euro kostende Kreuzfahrt-Terminal zur Steigerung der Passagierfrequenz beiträgt. Deshalb sei es erforderlich, ein Consulting-Unternehmen mit einer Studie über die sozialen und ökonomischen Auswirkungen des Kreuzfahrtaufkommens in der Region zu beauftragen. Weiterhin soll in die Ausbildung junger Menschen im Rahmen verschiedener Initiativen investiert werden. Verbessert werden sollen zudem die Informationsmöglichkeiten für Gäste von Kreuzfahrtschiffen im Bereich des Terminals.