Autor: Karl W. P. Beyer

02.01.2019 – Das soeben begonnene Jahr dürfte als Rekordjahr in die Geschichte der Kreuzfahrtbranche eingehen. Nicht weniger als 24 Schiffsneubauten, enorme Zuwächse bei der Bettenzahl, neue Marken und Rekorde bei Schiffsumbauten sind im Jahr 2019 zu erwarten.

Im Jahr 2019 debütieren 24 Neubauten. Den Anfang macht TUI Cruises mit der 316 Meter langen Mein Schiff 2 NEU. Sie wird am 9. Februar 2019 getauft. Jeweils zwei Schiffe übernehmen Costa und MSC. Die Costa Smeralda ist für 5.224 Passagiere ausgelegt. Die MSC Grandiosa steht ihr mit knapp 5.000 Betten kaum nach. Insgesamt wird die Bettenkapazität im laufenden Jahr um 42.488 Unterbetten zulegen. Im vergangenen Jahr lag der Zuwachs bei circa 34.000 Betten.

Costa Smeralda - Seitenansicht

Costa Smeralda - Seitenansicht - Rendering©Costa Crociere


Unter den 24 Neubauten befinden sich zwölf Expeditionsschiffe. Die beiden größten Schiffseinheiten stellt Hapag Lloyd Cruises mit der HANSEATIC nature und der HANSEATIC inspiration. Je Schiff bringt das Unternehmen 230 Betten in den Markt der Expeditionsschiffe ein. Mit zwei 180-Betten-Schiffen möchte auch die französische Edelreederei Compagnie du Ponant vom Boom der Expeditions-Kreuzfahrten partizipieren.

Hapag Llayd Expeditionsschiffs-Neubauten

Hapag Llayd Expeditionsschiffs-Neubauten - Foto: Hapag-Lloyd Cruises


Obwohl Experten im laufenden Jahr eine Konsolidierung des chinesischen Kreuzfahrtmarktes erwarten, wird vermutlich im 3. Quartal die Marke des China Travel Service aus der Wiege gehoben. Auch Indien will zukünftig Flagge im Kreuzfahrtmarkt zeigen. Für April 2019 wird mit Jalesh Cruises, Mumbai, ein Newcomer speziell für indische Belange erwartet. Neue Konzepte sind wohl bei The Ritz Carlton Yacht Collection und von Virgin Voyages vorauszusetzen. Der britische Milliardär Sir Richard Branson lässt für Virgin drei typengleiche Schiffe von jeweils 278 Meter Länge bauen.

Virgin Voyages-Neubau - Rendering

Virgin Voyages-Neubau - Rendering©Virgin Voyages


Die beiden größten Schiffsumbauten betreffen die Carnival Triumph und Royal Caribbeans Navigator of the Seas. Aus der Carnival Triumph wird die Carnival Sunrise. Beide Unternehmen lassen sich die Frischzellenkuren ihrer Schiffe 200 bzw. 115 Millionen US-Dollar kosten.