Kreuzfahrten - generelle COVID-19-Testpflicht beschlossen

Kreuzfahrten - generelle COVID-19-Testpflicht beschlossen


08.10.2020 – Der internationale Kreuzfahrtverband CLIA hat eine globale Testpflicht auf COVID-19 für alle Passagiere und Crewmitglieder beschlossen. Mit diesem Entscheid übernimmt die Kreuzfahrtbranche eine Vorreiterrolle in der internationalen Tourismusbranche.

Die Kreuzfahrtbranche ist nach eigenem Bekunden der erste und bislang einzige Sektor innerhalb der Tourismusindustrie, der konsequent verpflichtende Tests auf das Coronavirus für alle Reisenden und Angestellten einführt. Die Maßnahme gilt für alle Passagiere und Crewmitglieder auf allen Schiffen mit einer Kapazität von 250 oder mehr Passagieren. Die Art des Tests sowie der Zeitpunkt sind von den Mitgliedsreedereien individuell festzulegen. Nur mit einem negativen Testergebnis ist Passagieren in der Zukunft der Zugang zum Schiff gestattet. Einzelne Reedereien wie AIDA und TUI Cruises praktizieren dies seit kurzer Zeit in Zusammenarbeit mit den Helios Kliniken.

Carnival Victory - vor San Miguel/Cozumel

Carnival Victory - vor San Miguel/Cozumel


Helge Grammerstorf, National Director von CLIA Deutschland, führt zu der weltweit geltenden Maßnahme aus: „Die nun beschlossene globale Testpflicht für alle Passagiere und Crewmitglieder ist ein wichtiger Baustein unseres vielschichtigen Sicherheitskonzeptes, um den Kreuzfahrtbetrieb verantwortungsbewusst und sicher wieder hochzufahren.“ Die CLIA-Mitgliedsreedereien repräsentieren 95 Prozent der globalen Kreuzfahrt-Kapazität.

Im Jahr 2019 betrug die Wertschöpfung der Kreuzfahrtbranche in Deutschland 6,6 Milliarden Euro. Mehr als 48.000 Arbeitsplätze hängen in Deutschland von der Kreuzfahrtbranche ab. Von der Kreuzfahrtindustrie sind nicht allein die Arbeitsplätze der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf den Schiffen abhängig. Ebenfalls betroffen sind die Mitarbeiter der Reisewirtschaft, zu denen Reiseveranstalter und Reisebüros zählen. Nicht zu vergessen die Häfen, Verwaltungen und Hafendienstleister, die aufgrund der Corona-Krise weltweit einen erheblichen Teil ihrer Einnahmen verloren haben. Außerdem leiden Werften unter der Krise; die Auftragslage beim Bau von Kreuzfahrtschiffen ist angespannt. Hinzu kommen Lieferanten, Dienstleister sowie Touristenführer, Restaurants und Geschäfte in den angelaufenen Häfen, die alle von den durch die Kreuzfahrtpassagiere und die Crews generierten Einnahmen abhängen