Autor: Karl W. P. Beyer

21.11.2014 – Im Jahr 2016 wird Royal Caribbeans Majesty of the Seas an die spanischen Pullmantur Cruises übergeben. Der Wechsel innerhalb der Royal Caribbean-Gruppe steigert die Kapazität des in Madrid ansässigen Kreuzfahrt-Unternehmens um mehr als 20 %. Die Übernahme des Kreuzfahrtschiffs soll Pullmanturs Position in Latein Amerika festigen.

Die Majesty of the Seas gehört zu Royal Caribbeans Sovereign-Klasse. Seit dem Jahr 1992 ist das Schiff im Einsatz. Zuletzt war es das Jahr über ab Miami zu 3- und 4-Nächte-Kreuzfahrten in der Karibik eingesetzt. Die Reisen waren speziell für Kreuzfahrt-Novizen gedacht. Oftmals wurde bei diesen Reisen Royal Caribbeans Privatresort CocoCay angelaufen. Die letzte 3-Nächte-Reise unter den Farben von Royal Caribbean startet am 29. April 2016. Danach geht es ins Trockendock. Dort erhält das Schiff die Ausrüstungs-Standards von Pullmantur Cruises. Unter deren Farben fährt bereits ein Schwesterschiff der Majesty, die ehemalige „Monarch of the Seas“. Sie trägt nun den Namen Monarch.

Majesty of the Seas in Miami

Royal Caribbean kann sicherlich gut auf den Abgang verzichten. Er dürfte nicht mehr zu den übrigen modernen und großvolumigen Mitgliedern der Flotte passen. Vom Vorstandsvorsitzenden des spanischen Unternehmens, Jorge Vilches, ist zu hören, dass der Wechsel der Majesty of the Seas zu Pullmantur eine wichtige Rolle für das Unternehmenswachstum im Latein-Amerika-Geschäft spielt. Es sei geplant, das Unternehmen zur bekanntesten Marke in den südamerikanischen Märkten zu entwickeln. Die zusätzliche Kapazität soll die wachsende Nachfrage nach Pullmanturs unverwechselbaren Kreuzfahrten im Latin Style verbessern.

Die Majesty of the Seas ist ein 268 m langes und 32 m breites Schiff. Ihre Tonnage wird mit 74.077 BRZ angegeben. Bei Doppelbelegung können 2.350 Gäste an Bord versorgt werden. Das Schiff wurde im März 2012 renoviert und modernisiert. Die in den 1990er Jahren gegründeten Pullmantur Cruises wurden im Jahr 2006 von Royal Caribbean Cruises Ltd. erworben.