Autor: Karl W. P. Beyer

29.03.2015 – Die Carnival Corporation & plc, Doral/Florida, erweitert im Zeitraum zwischen 2019 und 2022 ihre Flotte um neun zusätzliche Schiffe. Gebaut wird die nächste Generation besonders effizienter Kreuzfahrtschiffe von den europäischen Werften Meyer, Papenburg und Fincantieri/Italien.

Die weltweit größte Kreuzfahrtreederei betreibt unter den neun Marken des Konzerns derzeit 101 Schiffe mit einer Gesamtkapazität von 216.000 Betten. In den Jahren zwischen 2015 bis 2018 sollen bereits neun Schiffe die Flotte erweitern. Im laufenden Jahr stehen zwei Schiffe auf dem Programm. Es sind die soeben in Dienst gegangene Britannia der Konzernmarke P&O Cruises UK sowie die für Oktober 2015 erwartete AIDAprima von AIDA Cruises. Dieses Schiff wird zurzeit auf einer Mitsubishi-Werft gebaut und mit einer Verspätung von circa sechs Monaten abgeliefert. Vier Schiffe werden im Jahr 2015 die Flotte verlassen.

P&O Britannia Britannia©P&O Cruises

Carnival hat am 26. März 2015 zwei strategische Partnerschaften für den Zeitraum zwischen 2019 bis 2022 mit der deutschen Meyer Werft und der italienischen Fincantieri Werft für den Bau von vier bzw. fünf Kreuzfahrtschiffen geschlossen. Die strategischen Vereinbarungen stehen noch unter dem branchenüblichen Vorbehalt einer soliden Finanzierung. Optionen für die Bestellung weiterer Schiffe in den Folgejahren sind verabredet.

Meyer Werft in Papenburg

Fincantieri Werft Marghera

Die neue Schiffsgeneration soll besonders energieeffizient ausfallen und im Wesentlichen die Märkte in Nordamerika, Europa und den reüssierenden chinesischen Markt bedienen. Informationen hinsichtlich des Schiffsdesigns und bei welcher der Konzernmarken die Schiffe schlussendlich eingesetzt werden, stehen noch aus. Die Meyer Werft wird die Schiffe an den Standorten Papenburg und Turku/Finnland bauen. Fincantieri benennt die Werftstandorte Monfalcone und Marghera für den Bau der Schiffe. Zu den Carnival-Marken zählen Carnival Cruise Line, Costa Cruises mit der Untermarke AIDA Cruises, Cunard, Holland America Line, Princess Cruises, P&O Cruises (UK), P&O Cruises (Australia) und Seabourn. Das Unternehmen ist sowohl an der New Yorker als auch an der Londoner Börse notiert.