Autor: Karl W. P. Beyer

01.05.2014 – Kreuzfahrtschiffe genießen im Allgemeinen bezüglich ihrer Umweltverträglichkeit keinen guten Ruf. Kreuzfahrtreedereien arbeiten daran, Maßnahmen zum Schutz der Umwelt an Bord ihrer Schiffe zu ergreifen. Aktiv können an Bord von Kreuzfahrtschiffen vor allem das Recycling der Abfälle, der Energieeinsatz und die Abgasreinigung beeinflusst werden.

Eine positive Bilanz für das vergangene Jahr zieht Norwegian Cruise Line. Das Unternehmen sieht sich auf gutem Weg, durch die Förderung umweltbewussten Verhaltens, Investitionen in Technologien und die Selbstverpflichtung, Umweltrichtlinien im Rahmen des Eco-Smart Cruising Programms überzuerfüllen. Nach eigenem Dafürhalten setzt das Unternehmen Standards in der Kreuzfahrtindustrie. Es belegt die eigenen Normen durch eine eindrucksvolle Reihe von Beispielen.

Norwegian Epic vor Sint Maarten

An Bord der Schiffe wurden im Jahr 1.254 Tonnen Karton recycelt. Das entspricht dem Volumen von 23.540 ausgewachsenen Bäumen. An Altmetall wurden 2.517 Tonnen gesammelt. Ferner wurden 2.988 Tonnen Glas und 669 Tonnen Kunststoff recycelt. In der Müllverbrennung landeten 750 Tonnen Abfall, das entspricht der Anzahl von Kilowattstunden die notwendig sind, um den monatlichen Energiebedarf von mehr als 1.700 Haushalten zu decken.

Norwegian Sun vor Bridgetown

Kreuzfahrtschiff Norwegian Sun

Durch Recycling und Abfallmanagement wurden 113.900 Liter Benzin, mehr als 24 Millionen Liter Wasser und beinahe 600.000 Liter Öl eingespart. Begonnen wurde zudem mit der Installation von 28 Abgasreinigungsanlagen auf sechs Schiffen. An Bord aller Schiffe tun ausgebildete Umweltoffiziere Dienst.