Autor: Karl W. P. Beyer

21.09.2013 – Die Tageszeitung „Die Welt“ berichtete gestern in ihrer Online-Ausgabe darüber, dass das italienische Verkehrsministerium dem Unglückskapitän der Costa Concordia vorerst die Erlaubnis zum Steuern von Schiffen entzogen habe. Es erstaunt schon, dass erst Ende Juni oder Anfang Juli 2013 eine entsprechende Anordnung unterzeichnet wurde. Die Maßnahme ist in Hinblick auf die schweren Folgen des Manövers vor der Insel Giglio durchaus verständlich.

In dieser Woche sprang den Lesern der „Welt“ eine ganzseitige Anzeige der Costa Crociere S.p.A. ins Auge. Auf blauem Grund prangte ein gelber Costa-Wimpel. Daneben stand das Wort Danke. - Die Danksagung erging an jeden einzelnen der fünfhundert Frauen und Männer des Bergungs-Konsortium. Mit Engagement und Leidenschaft hätten sie die kritische Phase der Bergung der Costa Concordia vor der Insel Giglio bewältigt. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Costa wurden für ihre Tatkraft, Begeisterung und den Enthusiasmus belobigt, den sie „jeden Tag aufs Neue in Ihrer Arbeit zeigen“.

Der Dank galt ebenfalls den italienischen Institutionen, den Behörden und den Costa-Partnern „für die wertvolle Zusammenarbeit“. Auch für alle Bewohner der Insel Giglio wurden anerkennende Worte „für ihre Großzügigkeit und Geduld“ gefunden.

Die Anzeige ist unterzeichnet von Michael Thamm, dem C.E.O. Costa Crociere S.p.A. Er versichert den Lesern, „dass wir auch weiterhin alles Menschenmögliche tun, um die Kreuzfahrt noch sicherer und zuverlässiger zu gestalten ...“. - Noch immer grübeln wir darüber, ob die Botschaft nur eine erstklassig gemachte Werbeaussage ist, oder ob eventuell noch  mehr dahinter steckt.