Autor: Karl W. P. Beyer

09.01.2013 – Seit dem Sommer 2011 plant die in Miami ansässige Norwegian Cruise Line Holding ihren Börsengang. Was lange dauert, führt häufig zu einem guten Ende. Gestern nun hat die Geschäftsführung des Unternehmens der US Börsenaufsicht SEC den erforderlichen Prospekt für den Börsengang vorgelegt.

Ursprünglich waren lediglich 250 Millionen Dollar Zeichnungserlöse erwartet worden. Inzwischen plant das Unternehmen mit einem höheren Emissionsvolumen. Es sollen 23,5 Millionen Aktien für 16 bis 18 US$ je Share begeben werden. Das entspräche bei einem mittleren Zeichnungswert einem Aktienkapital in Höhe von 400 Millionen US$. Die Gesellschaft plant laut New York Times die Registrierung an der Nasdaq, New York.

Unklar ist, inwieweit sich die Eigner des Unternehmens, Star Cruises PLC Group, Malaysia, und Apollo Management L.P., USA, weiter am Unternehmen engagieren werden. Derzeit betreibt die Gesellschaft 11 Schiffe mit dem Begriff „Norwegian“ im Firmennamen. Hinzu kommt die Pride of America, die ganzjährig im Seegebiet um Hawaii kreuzt. Des Weiteren sind zwei Schiffe bei der Meyer Werft in Papenburg geordert, die Norwegian Breakaway und die Norwegian Getaway. Das folgende Foto zeigt die Norwegian Sky im Hafen von Miami.

Norwegian Sky in Miami

Jedes der beiden bestellten Schiffe kostet weit mehr als der Börsengang an Einnahmen erwarten lässt. Es heißt, das Unternehmen will seine Schulden gegenüber Dritten abbauen. Durch Stärkung der Kapitalbasis ergeben sich verbesserte Bilanzstrukturen, die wiederum dürften zu einem verbesserten Rating führen. Die Umsatz- und Ertragszahlen wurden per 30.09.2012 für die vergangenen 9 Monate mit 2,26 Milliarden US$ Umsatz, und 540 Millionen US$ Ebitda (Gewinn vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen auf das Anlagevermögen und das Umlaufvermögen) ausgewiesen. Viel blieb danach nicht übrig. Wir bleiben am Thema.