Autor: Karl W. P. Beyer

27.11.2012 – Zur Abwechslung hören wir einmal Positives über die MS Deutschland. Nach den jüngsten personellen Querelen um den entlassenen Kapitän äußert sich die Geschäftsführung der Reederei Deilmann nun zu Überlegungen, das Schiff noch besser am Markt zu platzieren.

Der Geschäftsführer Konstantin Bissias informierte darüber, dass die Auslastung der MS Deutschland seit Beginn des Jahres um 25 Prozentpunkte gestiegen sei. Nach einer solchen Feststellung kommt der Kaufmann in uns schon ins Grübeln. Es wäre interessant zu wissen, in welchen „Breitengraden“ ursprünglich die durchschnittliche Auslastung verlief.

ms deutschland in hamburg

Unabhängig von dieser Aussage soll das „Grandhotelkonzept“ fort entwickelt werden. Aus diesem Grund würde im Rahmen eines Investitionsprogramms das Schiff zu einem „Grandhotel auf See“ umgebaut. So sei es vorgesehen, auf den Decks 7 und 8 sogenannte französische Balkone, das sind bis zum Boden gehende, zu öffnende Fenster, wie man sie von manchen Flussschiffen kennt, einzubauen. Zudem soll auf dem 9. Deck ein weiteres Restaurant entstehen. Ein Zeitrahmen für diese Maßnahmen ist uns nicht bekannt.

Die Verkaufsanstrengungen sollen offenbar intensiviert werden. Themenreisen und das Chartergeschäft mit Veranstaltern sollen erschlossen werden. Der Markt in den deutschsprachigen Ländern Österreich und Schweiz soll forciert werden. Ferner sei eine verbesserte Ansprache der Stammgäste, die für 60 Prozent der Buchungen stehen, im Wege weiterer Serviceangebote, persönlicher Betreuung und „echter Herzlichkeit“ erforderlich. Geplant ist, die MS Deutschland zum „Mehrgenerationenschiff“ auszubauen, auf dem sich (Zitat) „alt und jung zu einem bereichernden Austausch treffen“. Auch an einen Flottenausbau würden zur Kapazitätsausweitung mittelfristig Überlegungen angestellt.