Autor: Karl W. P. Beyer

20.02.2013 – TransOcean Kreuzfahrten berichten über einschneidende Änderungen im Unternehmen. Vor Kurzem war nur die Rede davon, dass die beliebte MS Astor für die kommenden drei Jahre in den Wintermonaten an das britische Unternehmen Cruise & Maritime Voyages verchartert wird. Im Vergleich dazu wird heute Erstaunliches vermeldet.

Umfassende strukturelle Veränderungen werden in den nächsten Monaten das Unternehmen umkrempeln. Der Sitz des Unternehmens und der Geschäftsführung wird bis Ende April 2013 von Bremen nach München verlegt. Ziel dieser Maßnahme ist es, Synergien am Sitz der Premicon AG, dem alleinigen Gesellschafter der TransOcean, zu nutzen.

Noch einschneidender ist jedoch, dass operative Aufgabenbereiche zukünftig von einem Hannoveraner Touristik-Dienstleister übernommen werden. Bei diesem Spezialisten handelt es sich um die aovo Touristik AG. Das Unternehmen fungiert zum einen als Reiseveranstalter; zum anderen erbringt es komplexe touristische Dienstleistungen. Ein Blick auf die Homepage der Gesellschaft nennt namhafte Touristikunternehmen als Auftraggeber und Partner.

Für TransOcean übernimmt die 65 Mitarbeiter zählende aovo die Callcenter-Aktivitäten sowie das Fulfillment. In diesem Zusammenhang wird seitens TransOceans auf das bei aovo installierte modernste und komfortabelste Buchungssystem in der deutschen Tourismusbranche hingewiesen. Es ermöglicht den Vertriebspartnern und den Endkunden einen flexibleren und ausgefeilteren Service.

Die TransOcean-Geschäftsführung begründet die Maßnahmen damit, dass der Wettbewerb im Bereich Fluss in Hinblick auf die dort ablaufende und andauernde Konsolidierungsphase weiter zunehmen wird. Im Bereich Hochsee sorgen immer größere Schiffseinheiten für einen steigenden Kostendruck. Folglich muss sich TransOcean „internationaler orientieren, moderner aufstellen und zugleich Kosten einsparen.“

Die Geschäftsführung des Unternehmens setzt bei den Schiffen voll auf das Viersternekonzept. Sie geht davon aus, dass sich der Trend wieder stark zur klassischen Kreuzfahrt und damit auch zu kleineren Schiffen hin entwickelt. Der Verlauf der Buchungen in der jüngsten Zeit bekräftigt nach Meinung der Geschäftsführung diesen Trend.