Autor: Karl W. P. Beyer

09.01.2014 – Längere Zeit war es still um Deutschlands Traumschiff, die MS Deutschland. Nun sorgt sie erneut für Schlagzeilen. Einer Pressemitteilung vom gestrigen Tag entnehmen wir, dass der bisherige Eigentümer, die AURELIUS AG, eine Mehrheitsbeteiligung an der MS Deutschland Holding und damit an der MS „Deutschland“ Beteiligungsgesellschaft mbH an die Callista Private Equity GmbH & Co. KG verkauft hat. Mit dem Verkauf gehen das Kreuzfahrtschiff und die Reederei Peter Deilmann in neue Hände über. Zum Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart.

„Der Erwerb der Mehrheitsbeteiligung durch die Callista Private Equity soll die durch AURELIUS im Jahr 2010 erfolgreich eingeleitete Neuausrichtung fortsetzen. Nach ersten Erfolgen der eingeschlagenen Strategie wird Callista Private Equity diese durch weitere Maßnahmen operativ und strategisch vorantreiben“. Zur Stärkung des Eigenkapitals plant der neue Gesellschafter eine weitere Kapitalzufuhr. Der Geschäftsführer der MS Deutschland GmbH, Christopher Nolde, beteiligt sich im Rahmen der Transaktion ebenfalls am Unternehmen.

MS Deutschland in Hamburg

Der Erwerber stellt fest, MS Deutschland sei ein attraktives Schiff mit einer großartigen dahinterstehenden Marke und einem hervorragenden Team. Die jüngsten Vermarktungstrends des Schiffes zeigen eine sehr positive Entwicklung. Die Ausrichtung und Positionierung der MS Deutschland als „Grand Hotel auf See“ wird unter Callista beibehalten.

Uns stellt sich die Frage, wenn alles so gut um die Reederei und das Schiff bestellt ist, warum trennt sich AURELIUS mehrheitlich vom Engagement? Oder gibt es möglicherweise doch eine ernste Schieflage der MS Deutschland Beteiligungsgesellschaft? - Wie stellt sich der Erwerber auf seiner Homepage vor? Richtig: Callista Private Equity ist spezialisiert auf Erwerb, Carve-Out & nachhaltige Sanierung defizitärer Unternehmen.