TUI AG präsentiert Geschäftszahlen für 2011/2012


19.12.2012 - Auf der heutigen Bilanzpressekonferenz präsentiert die TUI AG aus unserer Sicht wieder einmal ernüchternde Zahlen. Obwohl die wesentlichen betriebswirtschaftlichen Kennzahlen wie operatives Ergebnis, Konzernergebnis und Neuverschuldung vom Unternehmen bejubelt werden, rufen die vorgestellten Ziffern bei uns nur Kopfschütteln hervor. Bei einem Umsatz in Höhe von 18,3 Milliarden Euro (Vorjahr 17,5 Mrd. Euro) steigt das Konzernergebnis um 20 Prozent auf 142 Millionen Euro. Wie im Vorjahr gehen die Aktionäre leer aus. Und wie zuvor stellen wir uns die Frage, wieso in der Tourismusbranche derart ernüchternde Ergebnisse vorgelegt werden.

Wir zitieren den Jahresabschluss an diesem Ort wegen der Kreuzfahrtsparte, die uns weit mehr interessiert als Hotels und sonstige Aktivitäten des Konzerns. Die beiden Kreuzfahrtmarken Hapag-Lloyd Kreuzfahrten und TUI Cruises werden im Abschluss leider zusammengefasst ausgewiesen. Zu viel Transparenz bezüglich der Marken ist offenbar nicht gewollt. Die wesentlichen Kennzahlen sehen wie folgt aus.

Umsatz: Infolge gestiegener Kapazitäten bei Hapag–Lloyd Kreuzfahrten stieg der Umsatz um 15 Prozent auf 231 Millionen Euro (Vj. 201 Mio. Euro).

Operatives Ergebnis: Das operative Ergebnis verschlechterte sich auf 3 Millionen Euro (Vj. 11 Mio. Euro). Für den Ergebnisrückgang der Sparte sind vor allem die Vorlaufkosten für die Flottenerweiterung und geringere Durchschnittsraten bei Hapag-Lloyd verantwortlich.

Auslastung und Durchschnittsraten: Die Auslastung der Hapag-Lloyd-Schiffe lag bei 77,4 Prozent (Vj. 76,7 Prozent). Die Durchschnittsrate betrug 399 Euro im Berichtszeitraum (Vj. 422 Euro).

TUI Cruises dagegen „glänzt“ mit bestechenden Zahlen. Die Auslastung beider Schiffe konnte auf 101 Prozent gesteigert werden. Die Durchschnittsrate lag nahezu unverändert bei 151 Euro pro Passagier (Vj. 152 Euro). TUI Cruises spricht von einer 100-prozentigen Auslastung, wenn alle Unterbetten der Kabinen belegt sind. Wenn weitere vorhandene Betten darüber hinaus belegt werden, z. B. mit Kindern, kann die Auslastung die 100-Prozentmarke übersteigen.