Autor: Karl W. P. Beyer

25.12.2013 – Letzte Woche präsentierte die TUI AG die Bilanz für 2012/2013. Die beiden Kreuzfahrtmarken des Konzerns Hapag-Lloyd Kreuzfahrten und TUI Cruises entwickelten sich im Berichtszeitraum höchst unterschiedlich. Hapag Lloyd zeigt Schwächen in der Auslastung, wohingegen TUI Cruises hart an der Auslastungsgrenze fährt.

Zwar sind die Umsatzerlöse bei Hapag Lloyd kräftig um 13 % auf 261 Millionen Euro gestiegen. Dabei darf allerdings nicht übersehen werden, dass die ausgewiesenen Umsätze gerade einmal 0,14 % des Konzernumsatzes der TUI AG ausmachen! Trotz vorgenommener Kosteneinsparungen, Steigerung der Durchschnittsrate pro Passagier und Tag von 399 Euro auf 420 Euro und bester Bewertungen der MS Europa und der MS Europa 2 verschlechterte sich das Bilanzergebnis von Hapag Lloyd auf minus 13,9 Millionen Euro. Das Ergebnis sei beeinflusst durch die Vorlaufkosten für die Markteinführung der MS Europa 2 sowie durch einen Brandschaden auf der MS Hanseatic. Nach wie vor setzt der Konzern auch unter neuer Führung auf das Luxussegment. Erwartet wird, dass sich MS Europa 2 zum Umsatztreiber entwickelt.

MS Europa vor Stockholm

Ganz anders verläuft das Geschäft bei TUI Cruises. Die Auslastung der beiden Schiffe stieg um 0,9 % auf 101,8 %. Die Durchschnittsrate konnte von 151 Euro (Vorjahr) auf 157 Euro gesteigert werden. Das Unternehmen sieht sich im Segment Premium-Kreuzfahrten so gut positioniert, dass mit Mein Schiff 3 (Mai 2014) und Mein Schiff 4 (Frühsommer 2015) die Erfolgsstory fortgesetzt werden kann. Hinsichtlich der Umsatz- und Ergebnisausweise fanden wir keine belastbaren Zahlen. Beim Unternehmen handelt es sich um eine 50%-ige Beteiligung an einem Joint Venture mit Royal Caribbean. Solche Kennzahlen werden vorsichtig gehandhabt.

Mein Schiff 1 in Valetta