Autor: Karl W. P. Beyer

07.09.2012 - Unserem nimmermüden Schiffsbeobachter auf Kefalonia wünschten wir ein ruhiges Wochenende. Es kam anders als gedacht. Ihm fuhr ein interessantes Schiff, die Costa Voyager, direkt vor die Linse seiner Kamera. Es kehrt auf der Insel einfach keine Ruhe ein. Wir wünschen den Kaufleuten, Restaurant- und Barbesitzern von ganzem Herzen, dass es noch ein wenig so bleiben möchte.

Infolge dieses unerwarteten Ereignisses musste das Gläschen Ouzo und die Schale mit den selbst angebauten delikaten Oliven beim Schiffsbeobachter noch ein wenig warten. Denn zuerst gab er uns sein kurzes Statement zu diesem durchaus interessanten Schiff ab. Was hört man über die Costa Voyager, die so gar nicht mit den großen Schiffen von Costa zu vergleichen ist?

Das bei Blohm + Voss in Hamburg gebaute Schiff wurde im Sommer 2000 unter dem Namen Olympic Voyager in Dienst gestellt. Im Jahr 2002 wurde es in Olmpia Voyager umbenannt. Eine weitere Namenänderung folgte nach einem Eigentümerwechsel. Von da an hieß das Schiff Grand Voyager.

Costa chartert das Schiff in der Zeit vom Dezember 2011 bis zum Frühjahr 2013 und lässt es unter dem Namen Costa Voyager fahren. Der Chartervertrag ist, wie man hört, mit Umbau- und Renovierungskosten in Höhe von 2,5 Millionen Euro verbunden.

Costa Voyager vor Kefalonia

Foto©Kefingo

Es mag nicht so aussehen, das 180 m lange und knapp 26 m breite Schiff gilt als eines der schnellsten Kreuzfahrtschiffe der Welt. Seine spezielle Rumpfform und seine überwältigende Maschinenleistung bedingt eine Marschgeschwindigkeit von 27 Knoten die Stunde. Bei Testfahrten wurden sogar Geschwindigkeiten von mehr als 30 Knoten erreicht. Die Hauptmotoren liefern eine Leistung von mehr als 51.000 PS. Die an Größe vergleichbare MS Deutschland bringt es gerade einmal auf ein Drittel dieser Leistung.

An Bord finden 836 Passagiere Platz. Die Besatzung wird mit 353 „Mann“ angegeben.