Autor: Karl W. P. Beyer

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Mit Beginn des Monats April 2017 fahren 18 Kreuzfahrtschiffe unter der Reedereiflagge der zur Carnival-Gruppe gehörenden Premiummarke Princess Cruises. Die zwischen 672 und 3.560 Passagiere fassenden Schiffe verfügen über eine Gesamt-Kapazität von mehr als 40.000 Betten. Jährlich zieht es zwei Millionen Passagiere an Bord von Princess-Schiffen. Die befahren circa 150 Routen auf den Weltmeeren und legen in mehr als 300 Häfen der Welt an.

Princess Cruises - Regal Princess verlässt Fort Lauderdale

Princess Cruises - Regal Princess verlässt Fort Lauderdale


Die Entwicklung der Reederei begann im Jahr 1965. Damals charterte ein gewisser Stanley B. McDonald ein Passagierschiff mit dem Namen Princess Patrizia, um damit Kreuzfahrten von Los Angeles entlang der mexikanischen Westküste anzubieten. Das Schiff war allein mangels einer Klimaanlage nicht wirklich für Kreuzfahrten unter mexikanischer Sonne geeignet. Der Start des Unternehmens war zwar ein solider Fehlschlag, trotzdem erweist er sich im Nachhinein als Beginn einer dauerhaften Erfolgsgeschichte.

Princess Cruises - Island PrincessPrincess Cruises - Island Princess


Auf die Princess Patrizia folgte zwei Jahre später die schon eher für Kreuzfahrten taugliche Princess Italia. Die kleine Flotte wurde schließlich noch um die Princess Carla erweitert. 

Princess Cruises - Grand PrincessPrincess Cruises - Grand Princess


Im Jahr 1974 wurde die Gesellschaft von der Peninsular & Oriental Steam Navigation Company (P&O) übernommen. Unter dem Namen P&O Princess Cruises wurde das Geschäft erfolgreich fortentwickelt. 

Das Unternehmen profitierte beträchtlich von der beliebten US-Fernsehserie Love Boat. Die Episoden spielten auf Schiffen der Reederei, nämlich der Pacific Princess und der Island Princess. Millionen Fernsehzuschauer lernten auf diese Weise Kreuzfahrten erstmals als attraktive Reiseform kennen. 

Princess Cruises - Sapphire Princess in Ketchikan/AlaskaPrincess Cruises - Sapphire Princess in Ketchikan/Alaska


Durch die Übernahme der italienischen Reederei SITMAR Cruises im Jahr 1988 expandierten die P&O Princess Cruises weiter. Durch diesen Zusammenschluss wurde P&O Princess Cruises zu einem der größten amerikanischen Kreuzfahrtunternehmen. Der Herbst des Jahres 2000 brachte dann die Abspaltung und Verselbständigung des Betriebsteils P&O Princess Cruises plc.

Princess Cruises - Ruby Princess in Fort LauderdalePrincess Cruises - Ruby Princess in Fort Lauderdale


Princess Cruises Group President Jan Swarz Der Firmensitz wurde nach Santa Clarita/Kalifornien verlegt und seitdem werden die Princess-Schiffe in Hamilton/Bermudas registriert. Lediglich zwei Schiffe fahren unter britischer Flagge. Nach weiteren drei Jahren übernahm die Carnival Corporation & plc die Reederei zu einem Kaufpreis von 5,4 Mrd. US-Dollar. Princess Cruises wurde danach auf Carnival verschmolzen und arbeitet seitdem als Premiummarke unter dem Dach der erstklassigen Holland America Group. Geleitet wird das Unternehmen von Jan Swarz. Die Managerin hat seit nahezu 20 Jahren hohe Führungspositionen des Unternehmens inne.

Als Markensymbol tragen alle Princess-Schiffe das Symbol einer Meerhexe am Schornstein. In den kommenden Jahren wird dieses Wahrzeichen bei allen Schiffen auch als Rumpfbemalung übernommen.

Majestic Princess - Rumpfbemalung - Seehexe

Majestic Princess - Rumpfbemalung - Seehexe


Die Princess Cruises-Flotte gliedert sich in acht Klassen. In der zuletzt eingeführten Royal Class rangieren die prachtvollsten und größten Schiffe der Reederei. Es sind die Royal Princess, die Regal Princess und die im April 2017 neu hinzukommende, speziell für den chinesischen Markt entwickelte Majestic Princess.

Majestic Princess  auf Reede vor Kotor/Montenegro

Majestic Princess  auf Reede vor Kotor/Montenegro


Diese Kreuzfahrtschiffe sind jeweils 330 Meter lang und 36 Meter breit; ihre BRZ beträgt 141.000 und mehr. Die Zahl der Kabinen und Suiten wird mit 1.780 angegeben; bei Doppelbelegung entspricht das 3.560 Passagieren. - Offenbar besteht wachsender Bedarf nach diesen Schiffen. Mittlerweile wurden drei weitere Schiffe dieser Klasse bei der Bauwerft Fincantieri S.p.A. bestellt.

(Karl Beyer – Update April 2017)