Royal Caribbean Cruises Ltd. – Firmenportrait

Royal Caribbean Cruises Ltd. – Firmenportrait


Royal Caribbean Cruises Ltd. (RCCL) ist die Dachgesellschaft des weltweit zweitgrößten Kreuzfahrt-Konzerns. Das an der New Yorker Börse notierte Unternehmen wurde im Jahr 1997 gegründet. Juristischer Sitz ist Monrovia/Liberia. Operative wird der Konzern von Miami/Florida aus geführt. Das Kreuzfahrt-Unternehmen ist auf allen Kontinenten präsent. Kreuzfahrt-Schiffe der Gruppe laufen im Jahr 2020 mehr als 500 Destinationen weltweit an.

RCCL Firmenzentrale in Miami/Fl.

RCCL Firmenzentrale in Miami/Fl.


Die Dachmarken der RCCL

Unter dem Dach von Royal Caribbean Cruises Ltd. operieren Stand Februar 2020 drei Marken:

Azamara Club Cruises

Premium-Plus-Klasse

3 Schiffe

Celebrity Cruises

Premiumklasse

13 Schiffe

Royal Caribbean International

gehobene Mittelklasse

26 Schiffe

 

Azamara Pursuit im Hafen von Barcelona
Celebrity Reflection auf Reede
Celebrity Infinity im Hafen von Cartagena/Kolumbien
Adventure of the Seas in Port Everglades

 

Maßgebliche Beteiligungen

Fundamentale Beteiligungen bestehen an der spanischen Pullmantur (49 Prozent) und der deutschen TUI Cruises (50 Prozent). Im Juni 2018 übernahm Royal Caribbean die Mehrheit (66,7 Prozent) an den von Monaco aus operierenden Silversea Cruises.

Mein Schiff 2 im Hafen von Puerto del Rosario

Mein Schiff 2 im Hafen von Puerto del Rosario


Pullmantur betreibt gegenwärtig drei Schiffe. Für TUI Cruises fahren aktuell sieben Schiffe. Die im Luxus-Segment positionierten Silversea Cruises kommen derzeit auf neun Luxus- und Expeditions-Kreuzfahrtschiffe. Im Februar 2020 wurde bekannt, dass die TUI Group beabsichtigt, die aus fünf Schiffen bestehende  Hapag Lloyd Cruises-Flotte dem Joint Venture TUI Cruises zuzuordnen. Royal Caribbean ist demnach zukünftig zu 50 Prozent ebenfalls an Hapag Lloyd Cruises beteiligt.

Entwicklung der Royal Caribbean-Gruppe

Keimzelle der Royal Caribbean-Gruppe war die im Jahr 1968 von norwegischen Reedern gegründete Royal Caribbean Cruise Line (RCCL). Im Jahr 1988 übernahm RCCL die von Florida aus operierenden Admiral Cruises. Neben Schiffen wurde 1986 und 1990 vorausschauend in Resorts auf Haiti (Labadee) und den Bahamas (Coco Cay) investiert. In diesen Privatresorts werden Kreuzfahrt-Gäste gegen gutes Entgelt bewirtet und umsorgt. Royal Caribbean investierte zuletzt in das Coco Cay-Resort 250 Millionen US-Dollar.

Der Versuch, im Jahr 2003 P&O Princess Cruises mit mehreren Untergesellschaften zu übernehmen, schlug fehl. Carnival bot einen höheren Preis für die damals schwächelnde Gruppe. Erfolgreiche Übernahmen waren in den Jahren 1997, 2006 und 2007 der Erwerb von Celebrity Cruises, Pullmantur Cruceros sowie CDF Crosières de France. Das Unternehmen, ursprünglich eine Untergesellschaft der Pullmantur, ist inaktiv gestellt.

Freedom of the Seas in Willemstad/Curaçao

Freedom of the Seas in Willemstad/Curaçao


Royal Caribbean steht für die größten Kreuzfahrtschiffe der Welt

Die Royal Caribbean-Gruppe ließ Kreuzfahrtschiffe von nie zuvor gesehener Größte entwickeln und bauen. Im Jahr 2009 wurde die gigantische, 362 Meter lange Oasis of the Seas in Dienst gestellt. In den Jahren 2010, 2016 und 2018 folgten die Allure of the Seas, die Harmony of the Seas und die Symphony of the Seas nach. Die Schiffe sind unangefochten die größten Kreuzfahrt-Schiffe der Welt. Ein fünftes und sechstes Schiff dieser Klasse sind in Vorbereitung.

Oasis of the Seas im Hafen von Palma de Mallorca

Oasis of the Seas im Hafen von Palma de Mallorca


Wichtige Geschäftszahlen

Im Jahr 2018 wurden auf Schiffen der Royal Caribbean Gruppe mehr als sechs Millionen Passagiere befördert. Die Erlöse stiegen zwischen 2010 und 2018 von 6,7 Mrd. auf 9,5 Mrd. US-Dollar. Für das Geschäftsjahr 2019 darf von 10,8 Mrd. US-Dollar Umsatz ausgegangen werden. Weltweit arbeiten mehr als 60.000 Menschen für das Unternehmen.

Update  Februar 2020