Autor: Karl W. P. Beyer

rci-logoDie Erfolgsstory der Royal Caribbean-Gruppe begann im Jahr 1968 in Norwegen. Heute ist das in Miami/Florida ansässige Unternehmen die bekannteste und größte der fünf Marken des Kreuzfahrt-Konzerns Royal Caribbean Cruises Ltd. Aktuell laufen die derzeit 25 Schiffe über 249 Reiseziele in 71 Ländern auf fünf Kontinenten an.

Das Unternehmen beansprucht für sich, die innovativsten Kreuzfahrterlebnisse anzubieten. Dazu gehören in Abhängigkeit von der Schiffsklasse u. a. Surfsimulatoren, umfassende Sport- und SPA-Angebote, Eislaufbahnen, Inline-Skatingbahnen, Kletterwände, Central Parks oder die atemberaubende Fahrt mit dem North Start. Auf einigen Schiffen werden Unterhaltungsboulevards offeriert, die Royal Promenades, mit Einkaufsmöglichkeiten und Restaurants. Unterhaltung im Stil der Las Vegas Shows und viel Life-Musik runden das Angebot an Bord ab.

Kein Gast soll ohne Zusatznutzen von Bord gehen. Bei den vier weltgrößten Kreuzfahrtschiffen der Oasis-Klasse wäre es sogar denkbar, das Schiff während der Aufenthalte in den Bestimmungshäfen nicht einmal zu verlassen. Warum auch? Man hat doch alles an Bord.

Von A bis V, von Adventure of the Seas bis zur Voyager of the Seas, gehen die Namen der 25 Schiffe quer durch das Alphabet. In acht Größenklassen treten die „königlichen“ Schiffe an. Die im Folgenden genannten Passagierzahlen gelten jeweils bei Doppelbelegung einer Kabine.

RCI - Viking Crown Lodge

RCI - Viking Crown Lodge


Empress-Klasse

Das einzige Schiff dieser Klasse ist die Empress of the Seas. Sie ist der Oldtimer der RCI-Flotte und zugleich das kleinste Schiff. Mit 211 Meter Länge und einer Vermessung von 48.563 BZ nimmt sich die Empress klein im Vergleich zu ihren großen Schwestern aus. Das Schiff fuhr bis 2016 für das spanische Tochterunternehmen Pullmantur. Im Jahr 2016 wurde das Schiff komplett modernisiert. Das Foto zeigt die Empress in ihrer ursprünglichen Bemalung, bevor es die typische Pullmantur-Bemalung erhielt.

Pullmantur - Empress im Hafen von Kopenhagen

Pullmantur - Empress im Hafen von Kopenhagen


Freedom-Klasse

Die Schiffe der Freedom-Klasse zählen zu den größten Kreuzfahrtschiffen überhaupt. Im Jahr 2006 verließ das erste dieser Schiffe die Aker-Werft in Finnland. Die wichtigsten Zahlen: BRZ ca. 154.400 Tonnen und 3.634 Passagiere. Diese Klasse umfasst 3 Schiffe: die Freedom of the Seas, die Independence of the Seas und die Liberty of the Seas. Die herausragenden Merkmale dieser Klasse sind der Surfsimulator Flow-Rider und die Royal Promenade mit Irish-Pub, Geschäften und Bars, inklusive eines Cafés, das 24 Stunden geöffnet ist.

Independence of the Seas

Independence of the Seas


Oasis-Klasse

Die Königsklasse unter den RCI-Schiffen: Gut 220.000 BRZ Größe und 5.400 Passagiere sind das Maximum dessen, was bisher auf den Meeren dieser Welt an Kreuzfahrt-Schiffen unterwegs ist. Zur Oasis-Klasse gehören die Oasis of the Seas, die Allure of the Seas, die Harmony of the Seas und seit April 2018 die Symphony of the Seas.

Allure of the Seas

Allure of the Seas


Quantum-Klasse

Drei Schiffe der Quantum Klasse sind bislang im Einsatz. Es sind die Quantum of the Seas, die Anthem of the Seas und die Ovation of the Seas. Im Frühjahr 2019 folgt die Spectrum of the Seas. Für Herbst 2020 ist ein bislang noch namenloses fünftes Schiff geordert. Die mit knapp 348 Meter Länge unterhalb der Oasis-Klasse liegende Quantum-Klasse lockt die Gäste mit zahlreichen Neuheiten. Bislang einmalig sind das sogenannte „Skydiving“ und der „North Star“. Die Aussichtsgondel ist bis zu einer Höhe von 90 Metern über dem Meeresspiegel ausfahrbar. Außerdem kann sie auch außerhalb des Schiffs operieren.

 Quantum of the Seas

Foto: Quantum of the Seas©Royal Caribbean International


Radiance-Klasse

Radiance steht im Englischen für Glanz. Glanzvoll sind auch die Schiffe dieser Klasse. Sie werden von umweltfreundlichen Gasturbinen angetrieben. Bei 90.000 BRZ Größe fassen sie jeweils 2.501 Passagiere. Zur Radiance-Klasse (über 700 Balkonkabinen) zählen die Brilliance of the Seas, die Jewel of the Seas, die Radiance of the Seas und die Serenade of the Seas..

Brilliance of the Seas vor Lerwik

Brilliance of the Seas vor Lerwik


Sovereign-Klasse

Das einzige Schiff dieser Klasse, die Majesty of the Seas, zählt zu den ältesten und kleineren Einheiten der Flotte. Mit 74.000 BRZ Größe nimmt sie 2.350 Passagiere auf. Sie wurde vor Jahren renoviert und durch Umbauten auf einen zeitgemäßen und präsentablen Stand gebracht.

Majesty of the Seas in Miami
Majesty of the Seas in Miami


Vision-Klasse

Die der Vision-Klasse zuzurechnenden Schiffe variieren hinsichtlich ihrer Größe. Die liegt zwischen 70.000 bis 78.500 BRZ. Die Schiffe fassen circa 2.076 Passagiere. Hinsichtlich ihrer Ausstattung unterscheiden sie sich erheblich. Für die Vision-Klasse stehen die Enchantment of the Seas, die Grandeur of the Seas, die Rhapsody of the Seas  und die Vision of the Seas.

Grandeur of the Seas in Colon 2000/Panama

Grandeur of the Seas in Colon 2000/Panama


Voyager-Klasse

Die Schiffe der Voyager-Klasse sind mit 138.000 BRZ vermessen und fassen bis zu 3.114 Passagiere. Zur besonderen Ausstattung zählen u. a. die Royal Promenade, eine große Eislaufbahn und Eisshows, Basketball-und Volleyballfelder. Zur Schiffsklasse gehören:  Adventure of the SeasExplorer of the SeasMariner of the SeasNavigator of the Seas und  Voyager of the Seas..

Adventure of the Seas

Mariner of the Seas im Hafen von Rhodos

Mariner of the Seas im Hafen von Rhodos


Zur Qualitätssicherung werden die Schiffe laufend „revitalisiert“, d. h. auf den neuesten Stand gebracht.

Der Kreuzfahrtmarkt ist heftig umkämpft. Jedes Kreuzfahrt-Unternehmen pflegt seine individuellen Standards. Für Royal Caribbean gilt, dass die Schiffe hauptsächlich von US-Bürgern gebucht werden. Allerdings wurden in den letzten Jahren starke Anstrengungen unternommen, um am europäischen Markt Fuß zu fassen. Für den deutschen Markt gilt jedoch: Solange sich deutsche Urlauber von AIDA Cruises und TUI Cruises begeistern lassen, braucht es wohl noch viel Zeit, bis die Qualität von Royal Caribbean International auch vom deutschen Kreuzfahrer goutiert wird. Eigentlich schade!

(Karl Beyer - Update Juni 2018)