TUI Cruises - Firmenportrait

TUI Cruises - Firmenportrait


tui cruises

Deutschlands Kreuzfahrt-Markt wächst seit Jahren kontinuierlich. Zum Wachstum des Marktes hat seit Mai 2009 die Hamburger TUI Cruises GmbH erheblich beigetragen. Das Unternehmen wurde zu gleichen Teilen von der Hannoveraner TUI Group und der in Miami ansässigen Royal Caribbean Cruises Ltd. gegründet.

Wofür steht TUI Cruises?

TUI Cruises steht für den „zeitgemäßen Urlaub auf dem Meer“. Der Fokus der Kreuzfahrt-Reederei liegt vor allem auf dem deutschsprachigen Markt. Die Schiffe sind als Premiumschiffe im 4-Sterne-Segment positioniert.

Mein Schiff 2

Mein Schiff 2


Hinter der Unternehmensgründung stand die Absicht, die Lücke zwischen traditioneller Kreuzfahrt und den an Bedeutung gewinnenden „Club- und Spaßschiffen“ zu besetzen. Was die traditionelle Luxus-Kreuzfahrt anbelangt, besitzt die TUI AG Kompetenz: Sie führt das Tochterunternehmen Hapag Lloyd Cruises.

Die maßgeblichen Kundengruppen

Den „typischen“ Kunden gibt es nicht. Die von TUI Cruises angesprochenen Marktsegmente sind zum einen junge, aktive Menschen, mit und ohne Anhang, gut verdienende und bestens etablierte Mid-Agers und last, but not least, gut versorgte Senioren. Hinzu kommen Eventreisen wie der „Rockliner“, der „Jeckliner“, LGBT Cruises oder „The Kelly Family Cruise“.

Mein Schiff 2 - die Außenalster Bar

Mein Schiff 2 - die Außenalster Bar


 

 

Das Premium Alles Inklusive-Konzept – der Schlüssel zum Erfolg

„Die Leistungen machen den Unterschied: Premium Alles Inklusive“. So definiert die Reederei ihr Erfolgsrezept. Geworben wird vor allem mit dem Premium Alles Inklusive-Konzept. Das heißt, ein wesentlicher Teil der Restaurantangebote, nahezu alle Getränke sowie die Trinkgelder sind im Reisepreis inkludiert. Zuzahlungen fallen (branchenüblich) in den Spezialitätenrestaurants und im SPA- und Fitnessbereich an.

Mein Schiff 2 - Restaurant Fischmarkt

Mein Schiff 2 - Restaurant Fischmarkt


Das kulinarische Angebot bewegt sich auf einem erfreulich hohen Niveau. Die Vielfalt und die Qualität der Speisen sind vorbildlich. TUI Cruises setzt vorwiegend auf Service am Platz. Der SPA & Meer-Bereich und ein umfangreiches Sportangebot motivieren die Klientel ebenfalls. Legere Kleiderordnung und feste Essenszeiten engen die Schiffsgäste nicht ein. Und: die Bordsprache ist Deutsch! Alles in allem: TUI Cruises bietet feine Wohlfühlschiffe.

An weichen Faktoren kommen ein paar weitere Annehmlichkeiten hinzu. In jeder Kabine steht eine Nespresso-Maschine, zu der täglich zwei kostenlose Kaffeekapseln gereicht werden. Das Unterhaltungsprogramm ist ambitioniert und vielseitig. Für die Zielhäfen werden gute Hafen-Informationen ausgegeben, die eigenständige Schiffsgäste zufriedenstellen. Durchsagen an Bord der Schiffe sind informativ und nicht nervend. – Für die an Land Gebliebenen und die Ex-Gäste gibt es den gut gemachten Kreuzfahrten-VideoblogMeinSchiff.TV“ oder den „Mein Schiff Blog“.

TUI Cruises – die ersten Schiffe

TUI Cruises stand in der Verpflichtung, kurze Zeit nach Unternehmensgründung Schiffe zu präsentieren. Die Reederei bediente sich bei Royal Caribbeans Tochterunternehmen Celebrity Cruises. Das plante, zwei ältere und baugleiche Schiffe aus dem Markt zu nehmen, um sie durch größere Neubauten zu ersetzen. Nach einem aufwendigen Umbauprogramm fuhren beide Schiffe als Erste unter dem Namen Mein Schiff 1 und Mein Schiff 2 für TUI Cruises.

Mein Schiff 1 - St. George's/Grenada

Mein Schiff 1 - St. George's/Grenada


Doch nichts ist von Dauer. Mein Schiff 1 verließ im Jahr 2018 die Flotte. Sie wich einem deutlich größeren Neubau gleichen Namens. Die „alte“ Mein Schiff 1 fährt aktuell unter der Bezeichnung „Marella Explorer“ für Marella Cruises. Marella ist ein Unternehmen der TUI UK. Anders erging es der „alten“ Mein Schiff 2. Sie wurde nach Indienststellung der neuen Mein Schiff 2 im Frühjahr 2019 in „Mein Schiff Herz“ umbenannt, und verstärkt noch, anders als ursprünglich geplant, bis zum Jahr 2022 die TUI Cruises-Flotte.


SchiffBaujahr/UmbauKabinen
Neue Mein Schiff 1 2018 1.447
Neue Mein Schiff 2  2019 1.447

Den 316 Meter langen Neubauten Mein Schiff 1 und Mein Schiff 2 gingen vier jeweils 293-Meter-Schiffe voraus. Die Schiffe dieser Baureihe besitzen zu 90 Prozent Außenkabinen; Balkonkabinen machen insgesamt 82 Prozent der Kabinenkapazität aus. 

SchiffBaujahrKabinen
Mein Schiff 3 2014 1253
Mein Schiff 4 2015 1253
Mein Schiff 5 2016 1267
Mein Schiff 6 2017 1267

Mein Schiff 5 - TUI Cruises-Chefin, Taufpatin und Kapitän

Mein Schiff 5 - TUI Cruises-Chefin, Taufpatin und Kapitän


 

 

TUI Cruises Zukunft: große LNG-Kreuzfahrtschiffe

Im Jahr 2023 wird die Flotte um Mein Schiff 7 erweitert. Für 2024 und 2026 sind zwei weitere Neubauten bestellt. Diese Schiffe geraten mit 161.000 BRZ Vermessung deutlich größer als die zuletzt abgelieferten Neubauten Mein Schiff 1 und Mein Schiff 2. Und, was zeitgemäß ist, sie werden mit LNG, umweltfreundlichem Flüssigerdgas, befeuert.

Seit der Indienststellung der neuen Mein Schiff 2 verfügt die TUI Cruises-Flotte über annähernd 18.000 Betten.

Mein Schiff 4 im Geirangerfjord

Mein Schiff 4 im Geirangerfjord


Resümee

TUI Cruises verstanden es, in Zusammenarbeit mit Royal Caribbean innerhalb kurzer Zeit ein wettbewerbsfähiges und hochwertiges Kreuzfahrt-Produkt am deutschen Markt zu etablieren. Die Schiffe fuhren bislang mit annähernd 100 % Auslastung. Gäste halten sich gern auf den TUI-Schiffen auf, zumal es die kontinuierliche Kapazitätsausweitung ermöglichte, neue, bislang noch nicht bediente Ziele anzusteuern. TUI-Schiffe kreuzen vor Asien, im Orient, in der Karibik, vor den Kanaren, im Mittelmeer und in nördlichen Regionen.

Touristik-Fachleute erwarteten bislang, dass Deutschlands Kreuzfahrtmarkt stetig wächst. Unter solchen Bedingungen und eingedenk des geplanten Ausbaus der Flotte auf insgesamt neun große Schiffe hätte TUI Cruises ein weiteres Wachstum beschieden sein können. – In Zeiten der COVID-19 Pandemie und der nicht abschätzbaren Auswirkungen der länderübergreifenden Epidemie auf die Kreuzfahrtbranche sind derartige Erwartungen nun allerdings zu hinterfragen.

Update März 2020