Autor: Anne Plau

Um kurz vor 6:00 Uhr stehen wir auf. Die Celebrity Millennium fährt langsam einen Fluss hinauf. Es ist keine besonders attraktive Landschaft um uns herum, zudem liegt alles noch im Morgendunst. Um 7:00 Uhr sollen wir im Industriehafen von Phu Mŷ anlegen. Der Hafen erweist sich als absolut öde, genau so wie wir es erwartet haben.

Landausflug nach Ho-Chi-Minh-Stadt

Bei Celebrity Cruises haben wir nur den Transfer vom Schiff bis nach Ho-Chi-Minh-Stadt, dem früheren Saigon, gebucht. Heute klappt die Organisation der Tour sehr gut. Bereits um 8:00 Uhr sind wir unterwegs und um 9:15 Uhr an unserem Ziel in Saigon. Der Busfahrer setzt uns am Bitexco Tower ab, einem 265 Meter hohen Gebäude, das zu den Top-Sehenswürdigkeiten der Stadt gehört. Dort wird auch der Bus um 16:15 Uhr warten, um uns zurück nach Phu Mŷ zu bringen.

Hochhauskulisse Saigon mit dem Saigon-Fluss

Hochhauskulisse Saigon mit dem Saigon-Fluss


Wir haben einen Rundgang durch die Stadt geplant, bei dem wir die wesentlichen Highlights sehen werden. Details dazu finden Sie in unsere Beträgen Phu Mŷ / Ho-Chi- Minh-Stadt und Ho-Chi-Minh-Stadt Sehenswürdigkeiten.

Acht Millionen Menschen und Fünf Millionen Motorroller

Das Wetter ist stressig. Es ist heiß und schwül, aber wir kommen gut voran. Saigon ist eine wuselige Stadt mit mehr als acht Millionen Einwohnern und geschätzt fünf Millionen Motorrollern. Niemand weiß das so genau, unser Guide sprach sogar von zehn Millionen Einwohnern und acht Millionen Motorrollern.

An die Überquerung der breiten Straßen, auf denen sich ein nicht endender Strom von Fahrzeugen aller Art - überwiegend Zweiräder - bewegt, müssen wir uns erst gewöhnen. Beim ersten Mal zeigt uns ein alter Vietnamese wie es geht. Er nimmt unsere Hände und geht mit uns langsam durch den fließenden Verkehr. Die Autos und Roller weichen aus, und wir gelangen sicher auf die gegenüber liegende Straßenseite.

Motorroller wohin man blickt

Motorroller wohin man blickt


Ein Land im Aufbruch

Wir sind begeistert von dem, was wir sehen. Trotz oder vielleicht auch gerade wegen der Gegensätze. Da sind zum einen so schöne alte Gebäude wie die Kathedrale Nôtre Dame oder die Oper, dagegen steht der protzige Palast der Wiedervereinigung. Es gibt stylische Shops und edel gestaltete Bistros, aber auch Läden, in denen sich auf fünf Quadratmetern die Ware bis zur Decke türmt.

In wenigen Tagen wird hier das chinesische Neujahr gefeiert. Etliche Straßen und Gebäude sind schon geschmückt. Heute ist Sonntag und sehr viele Vietnamesen – insbesondere die jungen - sind in den Parks und auf den Straßen unterwegs. Wir machen einen Stopp in einem Café in der Nähe der Kathedrale und genießen das Treiben.

Kathedrale Notre Dame Menschen vor der Diamond Plaza City Opera Straßenszene in Ho-Chi-Minh-Stadt

 

Selbstverständlich sehen wir uns auch den Hafen von Saigon an. Dort liegt die Nautica von Oceania. Kleinere Schiffe wie die Nautica fahren den Saigon River hinauf und docken direkt in der Stadt. Das ist in meinen Augen ein Vorteil gegenüber größeren Schiffen wie der Millennium.

Der Bus zurück zum Schiff ist pünktlich. Wir sind müde. Die Landschaft, die an uns vorbei gleitet, ist ganz anders als in Chan May. Südlich von Saigon ist es flach, industriell, nicht so malerisch wie vor den Hügeln von Chan May.

Unterwegs im Saigon River -Delta

Unterwegs im Saigon River -Delta


Auf der Celebrity Millennium zieht es uns wieder zur Terrasse des Buffetrestaurants, und wir genießen fernab von Deutschland einen weiteren wunderschönen Sommerabend.

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