AIDAblu – Mittelmeer 3 – 18. Schiffstag – Ajaccio/Korsika

Autor: Wolfgang Schulz

03.09.14 Ajaccio/Korsika / Frankreich

Ein herrlicher Tag am Meer

Uns zuliebe hat der Kapitän heute mal rückwärts eingeparkt. Das bedeutet, dass wir zwar an der selber Stelle liegen wie vor 10 Tagen, von unserem Balkon aus aber einen tollen Blick auf den Jachthafen und die Citadelle haben. Getrübt wird dies einzig von dem mangelnden Lachs im Marktrestaurant. 

Heute machen wir uns einmal früh auf den Weg, um den Strand so richtig genießen zu können. Wir gehen wieder die paar hundert Meter vorbei an den Jachten, an Restaurants und Fischerbooten, an der Citadelle zu unserem Strand. So oft, wie wir hierherkommen, müsste schon ein Namensschild von uns dort hängen. Trotz der zahlreichen AIDA-Poolhandtücher, die dort schon liegen, ist noch Sand zu sehen und wir finden einen schönen Platz direkt an der Mauer der Citadelle. Neben uns liegen ein paar junge AIDA-Mitarbeiterinnen, zwar alle nicht vom Entertainment-Team, aber doch mit dem Entertainment-Gen infiziert, denn als einzige haben sie laute Musik an und unterhalten damit den Strand. Irgendwann als sie baden gehen ist dann aber der Akku leer, was alle am Strand unglaublich bedauern, denn jetzt hört man nur noch das Meeresrauschen, die Möwen und spielende Kinder. 

Ajaccio Jachthafen

Aber genau das ist es, was wir heute den ganzen Tag genießen. Der Strand ist sehr sauber (bis auf ein paar Nutella-Becher, die irgendwer aus dem Restaurant hat mitgehen lassen und leer in den Sand gesteckt hat, gut verständlich, da der nächste Mülleimer bestimmt 20 Meter entfernt ist), das Wasser glasklar, so dass die wenigen Felsen, die aus dem Sand schauen gut zu sehen und zu umgehen sind. Die Sonne brennt wolkenlos bei 27°C vom Himmel, so dass ich mich nun auch nicht gegen Bräune wehren kann. Die Kinder baden und baden und als sie völlig aufgeweicht sind, baden sie nochmal. Zwischendurch ein kleines Nickerchen und dann baden. Trotz der Scheu, von der Sonne so gut aufgeheizt ins eiskalte Wasser zu gehen, gehen auch wir baden und stellen fest, dass das Wasser gar nicht kalt ist, sondern herrlich. Und dann baden und baden wir auch. 

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Ich gehe dann noch einmal den Strand bis zum Ende unter der Spitze der Citadelle. Hier sind nur noch scharfkantige Felsen, doch dank fester Turnschuhe kann ich auch auf diesen rumkraxeln und werde belohnt mit einem herrlichen Blick in die Bucht vor Ajaccio. 

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Irgendwann müssen wir aber wieder zum Schiff, Generalprobe für die Kinder für ihre Show, während wir uns gleich wieder in die Sonne auf den Balkon setzen. Nach dem Essen im Marktrestaurant mit dem heutigen Höhepunkt überbackener Camembert mit Preiselbeeren muss ich leider feststellen, dass die Schränke in der Kabine irgendwie präpariert sein müssen, denn mein schönes grünes Hemd muss stellenweise eingelaufen sein und spannt gefährlich am Bauch… 

Zwischendurch kündigt unser Entertainment-Manager Jan eben das Abendprogramm über Lautsprecher an und das ist der richtige Zeitpunkt zu stutzen. Wieso heißt Celina plötzlich Jan? Zufällig haben wir Celina Wortmann tatsächlich mit Gepäck von Bord gehen sehen, als wir zum Strand gegangen sind. Doch was hat das auf sich, vielleicht erklärt der das mal, statt nur das Programm zu verkünden? Beim Abendprogramm erklärt dieser Jan dann kurz, dass Celina ihren wohlverdienten Urlaub angetreten hätte. Das sei ihr gegönnt, das haben wir aber noch nie erlebt, dass wir in 20 Tagen nicht nur 3 verschiedene Entertainment-Manager haben, sondern dass dieser sogar mitten während einer Reise ausgetauscht wird. Völlig neue Moden bei AIDA. 

Das Auslaufen genießen wir wieder auf dem Balkon, diesmal mit dem Blick auf die Stadt. Das lohnt sich wirklich zu sehen, wie die Stadt, die sich noch lange an der Bucht entlangzieht, immer kleiner wird, die Lichter immer mehr werden bei der einsetzenden Dunkelheit. Einen solchen Blick auf Stadt und Land kann man dann auch nur vom Schiff aus haben. 

Abends genießen wir wieder die Exklusiv-Show Sezono, auch wieder gut gemacht. Dabei fällt uns auf, dass das der einzige Auftritt der Artisten in 10 Tagen ist. Wo ist denn die Artisten-Show, die es sonst immer gibt? Alle 10 Tage ein Auftritt ist ja nicht so sehr viel. Der Hammer ist dann aber zum Abschluss das Soloprogramm des Spaniers Marc Mateo Calsina „El temperamento“. Tatsächlich schafft er, uns mit südländischem Temperament und Leidenschaft, mit genialer Stimme zu begeistern. 

Die nächste Etappe sind 565 Kilometer bis Barcelona.


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