AIDAblu – Mittelmeer 3 – 5. Schiffstag – Neapel

Autor: Wolfgang Schulz

21.08.14 Neapel / Italien

Ein ruhiger Tag in Neapel

Falls sich jetzt jemand Sorgen macht aufgrund der vielen Berichte über den fehlenden Lachs und sich fragt, ob es sich dabei um Entzugserscheinungen handelt, kann ich nur trösten: Die Sorgen sind berechtigt. 

Nach der eher antizyklischen Bewegung durch Marktrestaurant und Bella Donna werden wir heute noch antizyklischer und starten im East Restaurant. Gezwungenermaßen, aber was soll ich sagen, es hat am längsten geöffnet, Frühstück ist ja die wichtigste Mahlzeit des Tages usw. Aber was viel wichtiger ist: Es gibt meinen Lachs! Die gesamte Schale ist meine, Unwissenden gegenüber behaupte ich, das wäre für die gesamte Familie... Ach, so ein Morgen kann so schön sein…

ADIDAstella - East Restaurant

Zu meiner Verteidigung sei gesagt, dass Lachs morgens als erstes genossen ein altes Hausmittel gegen Bandwürmer ist. Gut, eigentlich Hering, aber wer will da schon kleinlich sein. Und wenn ich sehe, wie ich in den ersten Tagen schon zugelegt habe, spricht das eher gegen Bandwürmer, doch wissen kann man das natürlich nie.

Cruise Terminal Neapel

Heute muss ich mal etwas zur Sauberkeit sagen. Eigentlich sind wir damit bei AIDA immer sehr zufrieden, und der Fernsehbericht, der kürzlich mal dazu kam, war aus meiner Sicht unwahr und böswillig. Trotzdem kommt es auch hier immer auf den einzelnen Mitarbeiter an. Und so finden wir heute eine Unzufriedenheit, genauer gesagt, eine große, silberne, nicht ganz billige Uhr. Statt Nachttisch gibt es ja ein kleines, rechteckiges, offenes Nachtregal und da lag die ganz hinten drin. Uns gehört sie nicht, also muss sie unserem Vorgänger gehören. Und da frag ich mich schon, ob die nicht hätte auffallen müssen, als beim Bettenwechsel die Kabine durchgereinigt wurde? Ich fürchte, ich muss sogar vermuten, dass wenn sie nicht aufgefallen ist, diese Stelle nicht gereinigt wurde. So denk ich mir, ich bringe die Uhr mal zur Rezeption, vielleicht vermisst sie ja jemand, und fragt doch mal nach. Aber gut, was soll die nette Dame an der Rezeption auch schon anderes dazu sagen, als dass meine Überlegungen irgendwie logisch sind. 

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Eigentlich wollten wir heute mal auf eigene Faust nach Pompeji fahren. Da hatten wir schon mal eine Führung gemacht und wollten jetzt das alles noch einmal in Ruhe ansehen. Nach der Latscherei gestern und dem Riesenprogramm, das uns morgen in Rom bevorsteht, hält sich der Elan aber doch so in Grenzen, dass wir nicht rechtzeitig loskommen. Die Kleinen weigern sich komplett, und so bleibe ich mit ihnen an Bord, halte nur mal die Nase bei 30°C an Deck und genieße ausführlich meinen Milchkaffee, während der Rest der Familie unbedingt eine Einkaufsstraße in Neapel aufsuchen möchte. Ach was bin ich traurig, dass ich an Bord bleiben muss… 

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Insofern kann ich von Neapel heute nur berichten, dass wir direkt an der Stadt liegen, einfach nur raus aus dem Terminal und schon ist man in der Innenstadt. Der Platz vor dem Terminal ist immer noch eine riesige Baustelle, aber durchkommen ist kein Problem. Interessant noch, dass wir noch einmal ausdrücklich in der AIDAheute gewarnt werden, gefälschte Markenprodukte zu kaufen, da der Staat Italien dafür horrende Strafen für Käufer vorsieht. Gleichzeitig sind aber immer dieselben Wege mit den Verkäufern dieser Fälschungen gesäumt, ohne dass die Polizei, die sonst reichlich zu sehen ist, sich darum kümmert. 

Die Show des Abends ist die auf jeder Fahrt gezeigte ABBA-Show „Dancing Queen Reloaded“. Ich weiß gar nicht, ob sich die Vielfahrer diese Show noch ansehen, aber ich mache mir immer die Freude zu prüfen, ob die 6 Solisten es schaffen, den ABBA-Sound zu treffen. Heute schaffen sie das sehr gut und so bringen sie tatsächlich das Publikum zum Toben. So gut haben wir das nicht immer gehört, das ist auch nicht selbstverständlich, wenn man bedenkt, was für ein buntes Gemisch die Solisten sind: Einer aus den Niederlanden, einer aus Spanien, eine aus Australien, eine aus Ungarn, aber auch 2 aus Schweden.

Hat Spaß gemacht! 

Die nächste Etappe sind 304 Kilometer bis Rom.

 

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