Autor: Anne Plau

Morgens um 8:30 Uhr checken wir aus und verlassen die Azamara Journey. Ein Tenderboot bringt uns zum Anleger Greenwich. Unser Gepäck ist in einem Zelt neben der Anlegestelle untergebracht. Alles verläuft reibungslos. Wir verabschieden uns noch von Mitreisenden und nehmen ein Taxi zum Bahnhof Liverpool Street Station.

Greenwich - Cutty Sark

Greenwich - Cutty Sark


Von Liverpool Street Station zum Tower

Die Taxi-Situation in Greenwich ist zumindest an diesem Morgen wenig überzeugend. Etwa 20 Minuten müssen wir warten. Wir bezahlen 35 GBP bis Liverpool Street Station. Das ist ein überschaubarer Preis für uns zwei und das Gepäck. Und es ist ein echtes Londoner Taxi. Sehr schön mit geradem Einstieg hinten und Trennwand nach vorne. Das Taxi bringt uns schnell zum Bahnhof. Auch die Aufbewahrung des Gepäcks klappt hervorragend. Es ist alles, wie wir vorher recherchiert hatten. Wir fliegen erst abends nach Deutschland und haben dadurch Zeit für weitere Entdeckungen in London.

Detaillierte Beschreibungen zu den Sehenswürdigkeiten finden Sie unter London City entdecken und Ein Tag in London.

Der Tower of London Der Leadenhall Market Gherkin Tower Bridge

 

Unser erstes Ziel ist der Tower von London. Auf dem Weg dorthin passieren wir die von Norman Foster entworfene Gherkin und schauen in den Leadenhall Market. Es ist ein sehr schöner Morgen, und es macht Spaß durch London zu gehen.

Von der Tower Brücke zur Millenium Brücke

Auf den Tower folgt die Tower Brücke, die wir in Richtung City Hall – auch ein Norman Foster Bau - überqueren. Eine Promenade führt an der Themse entlang. Ab und zu laden Bänke zum Ausruhen ein. Alles ist gepflegt und auch recht sauber. Wir gehen an der Shard vorbei, dem derzeit höchsten Gebäude Londons, auch von einem berühmtern Architekten – Renzo Piano - entworfen. Wer moderne Architektur mag, ist in London an der rechten Stelle. Und überall entstehen eklatante neue Bauten.

London Bankside - The Shard

London Bankside - The Shard


Wir erreichen die Southwark Cathedral, eine alte anglikanische Kirche gleich neben der Shard. Auch das ist London, Alt und Neu passen zusammen. Hinter der Kirche, unter dem Bahngleisen in der Nähe des Bahnhofs London Bridge Station liegt der Borough Market, ein Lebensmittelmarkt, der auch Street Food anbietet. Hier verkaufen die Erzeuger direkt, überall sind frische Sachen ausgebreitet, es wird gebacken, gekocht und gegrillt, und alles sieht sehr lecker aus.

Im Borough Market Borough Market

 
 

Wir versorgen uns mit einer würzigen Pastete für unsere nächste Pause auf der Themse-Promenade. Der folgen wir bis zu Shakespeares Globe Theatre, dann überqueren wir die Millennium Brücke und gehen auf der anderen Seite der Themse weiter.

Von St Paul’s bis Covent Garden

Unser erster Stopp ist die St Paul's Cathedral. Der gewaltige Bau ist Bischofssitz der Church of England. Im Garten der Kirche sitzen Mitarbeiter der umliegenden Büros und nehmen ihren Lunch ein. Wir kennen das schon von unserem letzten London-Besuch. Bei schönem Wetter ist mittags jedes Fleckchen Grün in der City belegt. Wir steigen allerdings die lange Treppe zum „Crypt Cafe“ hinunter, das im Gewölbe unter der Kathedrale liegt. Dort befinden sich ein Bistro-Café, eine Teestube, ein Souvenir-Shop und – ganz wichtig - saubere Toiletten. Empfehlenswert.

Millennium Bridge St Paul's Cathedral St Paul's Cathedral St Paul's Cathedral - Shop in der Krypta

 
 
 

Wir gehen durch die Fleetstreet, in früheren Zeiten das Machtzentrum der britischen Presse, bis Covent Garden. Der überdachte frühere Markt ist immer wieder sehenswert und mit seinen Kunstinszenierungen, gastronomischen Betrieben und schicken Läden ein Touristenmagnet. Während wir dort sind führen zwei Darsteller auf der Piazza ein Stück auf und in den Hallen singt eine Sopranistin. Und die Künstler sind richtig gut.

Opernarien im Covent Garden

Opernarien im Covent Garden


Trafalgar Square und Piccadilly Circus

Noch einmal rund 700 Meter weiter kommen wir zum Trafalgar Square. Der große Platz wird von zwei Brunnen und der Nelsonsäule beherrscht wird. Am Platz liegen Botschaftsgebäude, die National Gallery und St Martin-in-the-Fields. Diese Kirche ist bekannt, weil der Buckingham Palace zur Gemeinde St Martin gehört und sie damit in London die Kirche der Königlichen Familie ist. St Martin-in-the-Field gilt aber auch als Kirche der offenen Tür, die sich um Arme und Obdachlose kümmert.

Trafalgar Square - Nelsonsäule St Martin in the Fields

 

Unsere letzte Strecke führt uns zum Piccadilly Circus. Fünf Straßen treffen auf diesen Verkehrsknotenpunkt in Soho. Immer ist mindestens einer der markanten roten Doppeldeckerbusse zu sehen. An den Wänden der am Platz liegenden Häuser wurden schon im Jahr 1900 riesige Reklametafeln angebracht. Seit 2017 gibt es am Piccadilly Circus die mit 780 Quadratmetern größte LED-4K-Video Wand Europas.

Piccadilly Circus

Piccadilly Circus


Eine schöne Kreuzfahrt geht zu Ende

Wir haben für heute genug gesehen und sind inzwischen auch ziemlich fußlahm. Ein Taxi bringt uns zum Bahnhof Liverpool Street Station. Wir holen unsere Koffer ab und fahren mit dem Zug zum Flughafen London-Stansted. Die Fahrt dauert gut eine Stunde, und der Zug hält direkt am Terminal. Unser Flug startet pünktlich und landet pünktlich. Um Mitternacht sind wir zu Hause.

Fazit

Es war eine schöne Reise. Wir hatten nicht besonders viel Zeit zum Entspannen, dafür gab es einfach zu viel zu sehen und zu viel zu erleben. Neue Ziele wie Oslo, Skagen, Aarhus, Oostende, Honfleur und Greenwich wollten entdeckt werden. Und auch in uns schon vertrauten Orten wie Kopenhagen, Bremerhaven, Amsterdam und London gibt es immer wieder Sehenswertes, das wir noch nicht kennen.

Azamara Journey - Auf Reede in Greenwich Mosaic Café und das offene Treppenhaus Balkonkabine der Azamara Journey Außenterrasse des Windows Café

Die Azamara Journey hat uns für diese Kreuzfahrt den richtigen Rahmen geboten. Ein kleines feines Schiff, das Individualisten, wie wir es sind, den Freiraum bietet, den sie brauchen. Besonders gut gefallen haben uns die kleineren Häfen, die langen Liegezeiten und Aufenthalte über Nacht, die Präsenz der Offiziere und Manager überall auf dem Schiff, die Außenterrasse des Buffetrestaurant und der außergewöhnliche AzAmazing Evening im Marinemuseum Amsterdam.

Logo der Reederei

White Night in Oslo Die obligatorische Crew Parade Azamazing Evening - Nachbildung der Nachtwache