Autor: Anne Plau

Partyinsel und UNESCO Welterbe

Ibiza gilt gemeinhin als Partyinsel. Viele Besucher erwarten, dass die Insel überlaufen ist von den Reichen und Schönen oder denen, die sich dafür halten, dass es hauptsächlich um Shopping und Chillen geht, um angesagte Clubs und Discos, und was auch immer. Dabei darf man nicht vergessen, das Ibiza landschaftlich außerordentlich reizvoll ist. Die Küsten sind lang, die kleinen Ortschaften sind zauberhaft und nicht überall trifft man auf viele Menschen. Es ist allerdings wichtig, dass man sich abseits der touristischen Zentren bewegt.

Ibiza Stadt

Ibiza Stadt


Die Altstadt von Ibiza hatten wir bereits bei unserem letzten Besuch angesehen. Dieser Ort hat ein ganz besonderes Flair und gehört zudem zum UNESCO Welterbe. Für jeden, der das erste Mal auf Ibiza ist, ist die Altstadt ein absolutes Muss, erst danach kommt der Rest dieser sehenswerten Insel an die Reihe.

Inseltrip mit dem Leihwagen

Wir werden uns heute das ländliche Ibiza ansehen. Dazu hatten wir bereits vor der Reise ein Auto gemietet. Da wir nur einen Tag Zeit haben, reichen die öffentlichen Verkehrsmittel nicht aus, um auch die entlegenen Teile der Insel kennen zu lernen. Busse fahren z.B. von Ibiza Stadt nach Sant Josep, Sant Antoni oder Santa Eulària. Das aber sind nicht die Orte, die wir uns heute interessieren. Wir wollen alte Kulturlandschaft sehen. Unsere Tour soll den südöstlichen Teil von Ibiza umfassen: im Süden bis La Canal, dann in das Naturschutzgebiet an der südwestlichen Spitze, weiter nach Norden bis Sant Antoni, danach in östlicher Richtung quer über die Insel bis Santa Eulària und an der Küste wieder zurück bis Ibiza Stadt.

Im Naturpark Ses Salines

Im Naturpark Ses Salines


Vom Kreuzfahrtterminal an der Estación Botafoc sind es fast 3 Kilometer bis zum Ort. Es gibt einen Port Bus, der zwischen Terminal und der Av Santa Eulària des Rio nahe der Altstadt pendelt. Dort ist auch das Büro unseres Autovermieters. Wir bekommen einen Mini Countryman, ein super schönes Auto, sehr neu, schnell und wendig; genau das Richtige für unseren Inseltrip.

Naturparks Ses Salines und Es Vedra

Wir kommen gut aus Ibiza Stadt heraus. Am Wasser entlang fahren wir bis zur Platja d'en Bossa, einem der stadtnah gelegenen Sandstrände. Es ist ruhig, die Sonnenanbeter schlafen wohl noch. Von dort fahren wir durch den Naturpark Ses Salines und die Salzfelder nach La Canal. Am kleinen, idyllisch gelegenen Sandstrand ist wenig los. Zurück fahren wir wieder durch die Salinenfelder, diesmal stoppen an der Kirche Sant Francesc am Naturpark Ses Salines.

Platja de Ses Salines Die Saline Esglesia de Sant Francesc Steilküste bei Es Vedra

 

Unser nächstes Ziel sind die Felseninseln Es Vedra und Vedranell, die zum Naturschutzgebiet gehören und vor der südwestlichen Küste liegen. Wir fahren vorbei an Es Cubells durch eine sehr hügelige bewaldete Landschaft, die Straße ist kurvenreich. In der Nähe der Küste parken wir den Wagen. Wir müssen etwa 10 Minuten zu Fuß einem felsigen Pfad folgen und erreichen den Mirador des Savinar.

Felsinseln Es Vedra und Vedranell

Felsinseln Es Vedra und Vedranell


Vom Mirador aus haben wir einen tollen Blick auf Es Vedra, das kleinere Vedranell und den Piratenturm, einen der alten Wehrtürme, die es noch vereinzelt auf Ibiza gibt. Es geht weiter in nördlicher Richtung. Wir passieren die malerische Cala d’Hort, dann Sa Talaia, den mit 475 Metern höchsten Berg der Insel und erreichen Sant Josep.

Das ländliche Ibiza

Eigentlich wollen wir hier eine Pause machen, aber es ist definitiv zu voll. Zu allem Überfluss lädt ein Reisebus gerade seine Passagiere an der Pfarrkirche ab, der angeblich schönsten Kirche der Insel. Wir flüchten. In Sant Agusti, einer beschaulich kleinen Ortschaft mit gleichnamigem Kloster finden wir unseren Platz für eine Pause. An Sant Antoni, dem bedeutendsten Touristenort an der Westküste, fahren wir gleich vorbei. Wir queren jetzt die Insel nach Osten, meiden aber weiterhin die großen Straßen, die kleinen sind einfach hübscher. Es gibt tatsächlich noch Landwirtschaft, Fincas und Vieh. Bisher geht unsere Rechnung auf. Außerhalb der Touristenzentren treffen wir auf nur wenige Menschen, und das ländliche Ibiza ist genauso schön, wie wir erwartet haben.

Kirche von Sant Agusti Landschaft im Inselinneren Santa Gertrudis Santa Eulària del Rio

 

Wir halten in Santa Gertrudis, einem der traditionsreichen Dörfer mitten auf der Insel. Alles ist sehr gefällig, die Häuser sind gepflegt, es gibt eine Dorfkirche, einen Kirchplatz, kleine Lokale und ein Eiscafé, in dem wir ein sehr leckeres Eis essen. Wir fahren weiter über gewundene Landstraßen vorbei an Santa Eulària und sind schon zurück an der Ostküste. In Cala Llonga treffen wir wieder auf Tourismus pur, die tief ins Land reichende Bucht ist völlig zugebaut. Von hier ist es nicht mehr weit bis Ibiza Stadt.

Wir haben noch etwas Zeit. Am Wasser entlang schlendern wir bis zum Ort und dann durch die malerischen Gassen bis zur alten Stadtmauer. Es war ein schöner Tag auf Ibiza. Bei unserem nächsten Besuch werden wir den nordöstlichen Teil der Insel anschauen. Da gibt es für uns noch viel zu entdecken.

Ibiza - Estación Maritima Ibiza Stadt - Carrer de Riambau Ibiza Stadt - Hard Rock Café am Passeig de Vara de Rey Ibiza Stadt - Portal de Ses Taules

 

Tenors of Rock

Abends gibt es eine mitreißende Show. Die Tenors of Rock treten im Theater auf. Wir haben schon einmal eine Show mit diesen britischen Sängern gesehen und waren begeistert. So auch dieses Mal. Die 5 Sänger bieten Rock vom Feinsten, Songs von den Beatles, Stones, Queen und und und: dazu absolute Top-Qualität in Gesang und Performance. Die Show dauert fast eine Stunde, und wir hätten noch einmal so lange zuhören und zuschauen können.

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