Vor der Kreuzfahrt - Mailand, Genua und Portofino

Vor der Kreuzfahrt - Mailand, Genua und Portofino

Autor: Anne Plau

Früh am Morgen fliegen wir von Düsseldorf nach Mailand. Schon um kurz nach 8:00 Uhr landen wir in Malpensa. Die Sonne scheint, und die Temperaturen erreichen mittags 23 Grad. Mit dem Airport Express fahren wir vom Flughafen nach Mailand Centrale. Unser Hotel liegt in der Nähe der Porta Venezia, nicht weit entfernt von Haltestellen der Metro und der Straßenbahn. Und damit genau richtig für unsere Stadtrundgänge auf eigene Faust.

Von der Porta Venezia in das elegante Brera

Gegenüber der Porta Venezia liegt der Park Giardini Pubblici Indro Montanelli. Wir queren diese hübsche Grünanlage und gelangen zum Palazzo Dugnani.

Palazzo Dugnani

Palazzo Dugnani


Von dort aus gehen wir weiter nach Brera. Das ist ein gehobenes Viertel im Altstadtbereich. Viele bekannte Designer betreiben hier Boutiquen oder elegante Hotels. Uns zieht es jedoch in den Orto Botanico di Brera, den Botanischen Garten, und zum Observatorium. Ein Durchgang führt zur Pinacoteca di Brera.

Via Fiori Chiari - nahe der Pinacoteca
Im Orto Botanico di Brera
Osservatorio Astronomico di Brera
Palazzo di Brera - Ehrenhof der Pinacoteca

Dort befinden sich das Museum für italienische Kunst, die Kunstakademie Mailand und die Biblioteca Nazionale Braidense, eine der größten Bibliotheken Italiens. Der Innenhof der Pinacoteca di Brera ist beeindruckend.

Mailands mittelalterliche Festung

Unser nächstes Ziel ist das Castello Sforzesco. Diese mittelalterliche Festung ist mächtig. Mitten in Mailand hätte ich so eine wuchtige Wehranlage nicht erwartet. Hinter den Festungs-Gebäuden beginnt der Parco Sempione. Durch eine Sichtachse blickt man auf den Arco della Pace, einen Triumpfbogen, der am Ende des Parks liegt und Teil der alten Stadtmauern war.

Parco Sempione mit dem Arco della Pace
Castello Sforzesco

Wir gehen bis zum Aussichtsturm Torre Branca, der heute leider nicht geöffnet ist. Von oben soll man einen überragenden Rundum-Blick auf Mailand haben.

Wir besichtigen den Mailänder Dom

Vom Castello Sforzesco bis zum Mailänder Dom ist es nicht weit, wir gehen etwa einen Kilometer. Der Mailänder Dom ist eine der größten Kathedralen der Welt.

Mailänder Dom

Mailänder Dom


Es ist gut, dass der weite Domplatz eine unverbaute Sicht auf den Dom zulässt. Und wir haben Glück: Bei der Besichtigung des Doms gibt es keine Wartezeit. Das ist wie ein Geschenk. Wir haben gelesen, dass immer viele Menschen auf den Einlass warten.

Mailänder Dom - Seitenfront
Mailäner Dom - Deckengewölbe
Mailäder Dom - Altarraum
Mailänder Dom - Bleiglasfenster

Der Dom ist überwältigend, und wir lassen uns Zeit bei der Besichtigung.

Die prachtvolle Galleria Vittorio Emanuele II

Anschließend passieren wir die Galleria Vittorio Emanuele II. Sie verbindet den Domplatz mit der Piazza della Scala und ist überaus beeindruckend. Durch den kreuzförmigen Grundriss befindet sich in der Mitte der Galerie ein achteckiger Platz, der von einer gewaltigen Kuppel aus Stahl und Glas überspannt wird. Die wunderschönen Boden-Mosaiken stellen die Wappen der Städte Rom, Florenz, Turin und Mailand dar.

Galleria Vittorio Emanuele ll

Galleria Vittorio Emanuele ll


In der Galerie befinden sich Luxusgeschäfte und hochpreisige Restaurants. Wir gehen weiter bis zur Mailänder Scala. Das Gebäude dieses berühmten Theaters enttäuscht mich, weil ich einen Prachtbau ähnlich der Galleria Vittoria Emanuele erwartet hatte. Wir kommen allerdings nicht in den Innenbereich des Theaters. Dort hätte ich sicher die erwartete Pracht gefunden.

Leonardos Abendmahl muss warten

Unser letztes Ziel heute ist die Kirche Santa Maria delle Grazie.

Kirche Santa Maria delle Grazie
Kirche Santa Maria delle Grazie - Kuppel

In dem Museum neben dieser schönen Dominikanerkirche befindet sich eines der berühmtesten Gemälde der Welt: das Abendmahl von Leonardo da Vinci. Auf dem Vorplatz ist schon richtig viel Betrieb. Die Wartezeiten für eine Besichtigung des Gemäldes betragen normalerweise rund zwei Wochen.

Kirche Santa Maria delle Grazie - Ticket-Office Abendmahl
Kirche Santa Maria delle Grazie

Lediglich morgens zwischen 7:30 und 7:45 Uhr werden Restplätze für denselben Nachmittag vergeben. Schade, wir werden Mailand morgen bereits am Mittag verlassen. Das berühmte Abendmahl heben wir uns für einen anderen Besuch in Mailand auf.

Mit der Metro fahren wir zurück. In der Nähe der Porta Venezia steigen wir aus und gehen zu unserem Hotel. Das Hotel ist ordentlich, besonders die Lage gefällt uns. In der Nachbarschaft gibt es einige hübsche Bistros und Restaurants. Wir finden eines mit original ligurischer Küche und dem ebenso leckeren ligurischen Wein. 

Auf dem Dach des Mailänder Doms

Am nächsten Morgen stellen wir unseren Koffer im Hotel in Mailand ab und fahren mit der Metro zum Dom. Die Domterrassen werden gerade erst geöffnet, so dass es noch keine Wartezeiten gibt. Wir fahren mit dem Fahrstuhl hinauf.

Terrasse des Mailänder Doms
Terrasse des Mailänder Doms

Das ist auf jeden Fall eine gute Entscheidung. Heute können wir zwar nicht bis zu den Alpen sehen, aber die Sicht ist gut. Wir genießen unsere Kletterpartie auf dem Dach des Mailänder Doms und den Blick über die Stadt.

Abschließend schlendern wir durch einige der berühmten Mailänder Einkaufszonen: die Via Torino, die kleinen angrenzenden Gassen und die Galerien am Corso Vittorio Emanuele II. 

Auf der Domterrasse

Auf der Domterrasse


Dann machen wir uns auf den Weg zum Hotel. Mailand ist eine Stadt, die uns außergewöhnlich gut gefällt.

Mit dem Zug von Mailand nach Genua

Wir holen unsere Koffer und nehmen ein Taxi zum Bahnhof. 30 Minuten später fährt unser Zug in Richtung Genua. Es ist eine angenehme Fahrt, nur zu Beginn ist der Zug recht voll. Wir fahren durch wunderschöne Landschaften und sind um 16:00 Uhr in Genua. In unserem Beitrag Genua findet ihr Wissenswertes über die Hauptstadt der Region Ligurien.

Genuas Bahnhof

Genuas Bahnhof


Ein Taxi fährt uns zum Hotel in der Altstadt. Erst- und letztmalig auf dieser Reise werden wir mit einem völlig überzogenen Fixpreis betrogen. Seither fotografiere ich wieder die Taxilizenzen und rate jedem es mir gleichzutun. Taxifahrer sind in der Regel ehrlich. Den wenigen schwarzen Schafen darf man es nicht so leicht machen.

Rundgang durch die Altstadt von Genua

Auch unser Hotel in Genua ist ansprechend, besonders gut ist die Lage mitten in der Altstadt. Wir starten einen ersten Rundgang: zur Piazza San Lorenzo mit dem Dom von Genua, zum Palazzo Ducale, der Chiesa del Gesù und der Piazza de Ferrari mit dem Teatro Carlo Felice.

Kathedrale San Lorenzo
Kathedrale San Lorenzo - Deckengemälde
Palazzo Ducale
Jesuitenkirche del Gesù

In Genua kannten wir bisher nur das Kreuzfahrtterminal. Die schöne Altstadt lernen wir jetzt kennen, und sie gefällt uns sehr. Unser Beitrag Genua Sehenswürdigkeiten gibt dazu detaillierte Informationen.

In einem kleinen Restaurant essen wir ligurische Spezialitäten: Lasagne, Tarte, Bressaola, Parmesan und Focaccia. Alles ganz lecker, und dazu schmeckt ligurischer Wein.

Palazzo San Giorgio und Mercantino Via della Mercanzia
Palazzo San Giorgio

Zurück zum Hotel gehen wir am Porto Antico entlang, dem historischen Teil des Hafens, der als Flanier- und Erlebnismeile entwickelt wurde. Besonders gut gefallen mir dort der Palazzo San Giorgio und die Biosfera-Glaskugel.

Mit Bahn und Boot nach Portofino

Noch ein Tag in Genua. Und wieder ist es warm und sonnig. Wir machen einen Ausflug nach Portofino. Zu Fuß gehen wir zur etwa einen Kilometer entfernten Stazione Piazza Principe und fahren mit dem Zug bis Santa Margherita Ligure. Es ist eine schöne Fahrt an der ligurischen Küste entlang, die 45 Minuten dauert. Von Santa Margherita kann man entweder mit dem Bus oder dem Boot nach Portofino fahren. Wir entscheiden uns für das Boot.

Portofino ist ein Ort wie aus dem Bilderbuch und vormittags noch recht ruhig. Wir klettern die Treppen zum Castello Brown hinauf und werden für die fast 200 Stufen mit einem phantastischen Blick aufs Meer und auf Portofino entschädigt.

Portofino - vom Castello Brown gesehen

Portofino - vom Castello Brown gesehen


Zurück nehmen wir einen mit Natursteinen befestigen Weg, der um den Hügel des Kastells führt.

Am Hafen ist es jetzt schon recht voll. Wir besichtigen die kleine Kirche, gehen am Hafen entlang und verlassen Portofino.

Portofino - Kirche San Martino
Portofinos Laden- und Restaurantszene

In Santa Margherita schlendern wir noch die malerische Bucht entlang, nehmen einen Snack zu Mittag und steigen dann zur Bahnstation auf. Informationen im Detail über Portofino und unsere Fahrt dorthin findet ihr unter Ausflug nach Portofino. Gegen 15:00 Uhr fahren wir nach Genua zurück.

Genua von oben betrachten

Wir wollen Genua von der Aussichtsterrasse des Belvedere Montaldo betrachten. Dazu passieren wir die Via Garibaldi. Hier folgt ein prächtiger Stadtpalast auf den nächsten. Einige dienen heute als Museum oder Kunstgalerie. Zum Teil darf man die schönen Innenhöfe ansehen. Mit dem Aufzug Ascensore Castelletto fahren wir zum Belvedere hinauf. Dieser kleine Abstecher auf den „Balkon“ Genuas wird mit einem wunderschönen Blick über die Stadt belohnt.

Blick vom Belvedere Luigi Montaldo

Blick vom Belvedere Luigi Montaldo


Unser nächstes Ziel ist der Park Villeta Di Negro mit dem Museum für Orientalische Kunst. Auch der Park liegt auf einer Anhöhe. Eine ortskundige Dame rät uns, diesen Stadtteil heute zu meiden. In der Gegend um die Piazza Corvetto demonstrieren Rechtsextremisten gegen die Europawahl. Die Straße dorthin ist schon gesperrt. Wir möchten den Park trotzdem ansehen und erreichen ihn durch einen Seiteneingang.

Parkanlage Villetta di Negro
Kaskade in der Parkanlage Villetta di Negro

Außer dem Museum gibt es auf dem Gelände noch Grotten, eine Wasserkaskade und wieder einen weiten Blick über Genau. Von unten hören wir Geschrei, Sprechchöre und Böller, später sehen wir Rauch.

Wir verlassen das Gebiet in Richtung Altstadt, dort fühlen wir uns sicherer. Auf dem Weg zum Hotel schauen wir uns noch den Palazzo Spinola an, der die Nationalgalerie beherbergt. Und wir stärken uns in einer urigen Pasticceria. In der Altstadt von Genua gibt es viele kleine Lokale, die sehr einladend sind. Ein paar Tische vor der Tür, leckere ligurische Antipasti oder Gebäck und dazu Espresso oder ein Glas Wein. Wir halten es gut aus in Genua.

Piazza delle Erbe

Piazza delle Erbe


 

weiterlesen: Costa Fortuna - Tag 1 - Einschiffung in Genua

 

Weiterführende Artikel