Costa Pacifica - Norwegen und Nordkap

Costa Pacifica - Norwegen und Nordkap

Autor: Anne Plau

Der Juni ist ein guter Monat für eine Kreuzfahrt zum Nordkap. Das Wetter ist meistens nicht schlecht. Und wenn man den Polarkreis passiert hat, bleibt es die ganze Nacht hell.

Honningsvåg am Nordkap

Honningsvåg am Nordkap


Von Hamburg fahren wir mit der Costa Pacifica die norwegische Küste hinauf. Auf dem Weg zum Nordkap besuchen wir Molde und Åndalsnes und auf der Fahrt zurück Tromsø, die Lofoten, Trondheim, den Geirangerfjord und Bergen.

Von Hamburg bis Åndalsnes 

Nach Hamburg fahren wir mit dem Auto. Das ist sehr bequem im Vergleich zu einer Anreise mit Bahn und Flugzeug. Die Costa Pacifica liegt am Kreuzfahrtterminal in Steinwerder. Dort kann man günstig parken und die Koffer bis zum Schiff rollen.

Vor der Abfahrt in Hamburg 

Wir sind früh in Hamburg und haben Zeit für einen Stadtbummel. In unserem Beiträgen Hamburg und Hamburg Sehenswürdigkeiten informieren wir detailliert über die Hansestadt. Zuerst besuchen wir den Michel, fahren auf den Kirchturm und schauen Hamburg von oben an.

Hamburg - Hauptkirche St. Michaelis
Hamburg-Altona von oben
Hamburg - die Elbphilharmonie
Hafencity Hamburg

Dann folgt die Speicherstadt, dort gibt es immer Neues zu entdecken. Ein wunderbarer Sonnentag, der einen Aufenthalt in Hamburg besonders schön macht.

Unsere Kabine

Die Einschiffung auf der Costa Pacifica klappt dank unseres Status im Costa Club sehr zügig. Nach einer Stunde sind wir schon in der Kabine. Unsere Kabine auf Deck 8 ist geräumig und auch das Bad und der Balkon bieten genug Platz für uns Zwei. Einrichtung und Stil der Kabine gefallen uns, und es ist penibel sauber.

Wir fahren die Elbe hinunter

Um 17:00 soll die Costa Pacifica Hamburg verlassen. Das Auslaufen verzögert sich, weil etliche Passagiere aus Spanien wegen schlechten Wetters dort nicht zeitig genug auf das Schiff kommen.

Die Niederelbe bei Stade

Die Niederelbe bei Stade


Auf dem Außendeck genießen wir die Fahrtstrecke von Hamburg bis ins offene Meer. Es ist immer wieder ein Erlebnis, mit einem Kreuzfahrtschiff die Elbe hinunter zu fahren. Besonders an warmen hellen Abenden wie heute.

Unterwegs nach Norwegen 

Unser erster Tag auf See: Es ist kühl und windig, ab und zu lässt sich jedoch die Sonne blicken. Dann halten wir es sogar auf den Außendecks gut aus.

Costa Pacifica - Außendeck

Costa Pacifica - Außendeck


Erster Tag an Bord

Die Presseabteilung von Costa hat uns eine Ansprechpartnerin auf dem Schiff genannt. Wir treffen uns mit Maria Chong, der Costa Club Managerin. Sie kümmert sich um einige Termine an Bord, auch um Besichtigungen, beispielsweise von anderen Kabinen oder dem Spa-Bereich.
Mittags gibt es einen Empfang mit dem Captain, begleitet von leckeren Cocktails und sonstigen Getränken. Es geht freundlich und lässig zu an Bord, alle sind gut drauf. Schon nachmittags treffen wir den Sicherheitschef. Nach unseren bisherigen Erfahrungen kümmert sich Costa absolut professionell um Presseleute.

Erster Abend an Bord

Abends essen wir im Restaurant. Wir haben eine feste Tischzeit bei dieser Kreuzfahrt und teilen den Tisch mit vier weiteren Deutschen.

Costa Pacifica - Ristorante New York New York

Costa Pacifica - Ristorante New York New York


Der Service ist schleppend, unsere Bedienung nicht besonders aufmerksam. Das Essen beginnt um 18:15 Uhr, die Vorspeise kommt um 18:50 Uhr und so geht es auch weiter. Wir hoffen auf Besserung. Als Nachtisch bekommen wir eine Torte mit der Aufschrift „Welcome on Board“ von der Presseabteilung Costa Deutschland. Das macht am Tisch großen Eindruck.

Im Theater sehen wir uns eine Show mit Sury Boltman an. Wir haben diesen Entertainer und Sänger aus Südafrika schon einmal auf einer Kreuzfahrt mit Celebrity Cruises erlebt. Er ist sehr gut, besonders weil er die Gäste in seine Show einbezieht.

Den restlichen Abend verbringen wir in Rick’s Bar. Das ist die Weinbar auf der Costa Pacifica. Hier tritt regelmäßig ein Duo auf, Sängerin Giselle und Gitarrist Daniel. Selten habe ich eine so gute Performance erlebt.

Costa Pacifica - Duo Giselle und Daniel in Rick's Bar

Costa Pacifica - Duo Giselle und Daniel in Rick's Bar


Um 23:25 Uhr gehen wir noch einmal auf das Außendeck. Draußen ist es hell.

Molde, die Stadt der Rosen

Wir erreichen Molde etwas später als geplant, gegen 8:00 Uhr. In unserem Beitrag Molde informieren wir über den Ort und seine Sehenswürdigkeiten. Viel Zeit haben wir nicht. Schon um 13:00 Uhr wird die Costa Pacifica ablegen, und wir müssen 30 Minuten vorher an Bord sein. Wir wollen auf den Varden, Moldes Hausberg. Der Rundblick von oben – immerhin 407 Meter über Meereshöhe – gilt als einer der schönsten Norwegens.

Auf dem Varden

Das Wetter passt morgens leider nicht dazu, es ist bewölkt. Aber Wetter kann sich ändern und wir haben keine Wahl.

Die Varden Hütte in Molde

Die Varden Hütte in Molde


Eineinhalb Stunden brauchen wir den Varden hinauf, gut eine Stunde hinunter, und wir sind absolut erledigt. Die Knie, die Hüften, alles schmerzt. Wir haben unsere Kondition überschätzt. Aber es ist ein gutes Gefühl etwas geschafft zu haben. Und ab und zu gibt es sogar blauen Himmel.

Rundgang durch Molde

Die verbleibende Zeit nutzen wir für Molde. Wir gehen durch die Gartenanlage des Chateauet, und schauen von außen die historischen Gebäude des Romsdalsmuseum an. Zum Schluss bleibt noch die hübsche Domkirche, dann gehen wir zum Schiff zurück.

Durch die Fjorde nach Åndalsnes 

Pünktlich um 13:00 Uhr verlässt die Costa Pacifica Molde. Inzwischen ist der Tag strahlend schön. Am blauen Himmel ist keine Wolke zu sehen. Die Fahrt durch den Romsdalsfjord und den Isfjord nach Åndalsnes bietet Panoramablicke ohne Ende.

Inselwelt vor Molde und die Sunnmøre-Alpen

Inselwelt vor Molde und die Sunnmøre-Alpen


Die Fjorde, die Schäreninseln, die Gipfel der Sunnmøre-Alpen; wir halten uns während der gesamten Fahrt an Deck auf und genießen das Bilderbuch-Panorama.

Åndalsnes im Isfjord

Auch Åndalsnes erreichen wir später als geplant. Der Ort liegt am Ende des Isfjord vor bewaldeten Hügeln und eklatanten Felsformationen. In unserem Beitrag Åndalsnes informieren wir über den Ort und seine Sehenswürdigkeiten.

Zwischen Molde und Andalsnes

Zwischen Molde und Andalsnes


Trollwand und Trollstigen

Wir haben für unseren Aufenthalt eine von Costa Crociere organsierte Tour zur Trollwand und zum Trollstigen gebucht. Das Zeitfenster für Åndalsnes ist heute zu knapp bemessen für eine individuelle Planung. Grundsätzlich gehen wir lieber auf eigene Faust.
Auch die Tour startet verspätet. Treffen ist um 15:45 Uhr im Theater, los geht es dann um 16:20 Uhr. Die Wartezeit ist unangenehm, weil es wenig konkrete Informationen gibt, dagegen mehr bemühte Späße und viel dummes Gerede des Tourenteams. Auch ein Grund für uns Landausflüge individuell zu unternehmen.

Europas höchste Steilwand

Die Tour selbst ist sehr gut. Das Wetter ist nach wie vor traumhaft schön, und die Sicht ist hervorragend. Wir fahren durch das Romsdal bis zur Trollwand. Sie ist mit rund 1700 Metern Europas höchste Steilwand.

Im Romsdal
Die Trollwand
Am Trollveggen Besokssenter
Schautafel der Trollwand mit der Projektion des Eiffelturms

Mit gefällt eine vor dem Massiv aufgestellte Schautafel. Dort werden die verschiedenen Höhen der Trollwand mit einer Projektion des Eiffelturms verglichen. Der Eiffelturm sieht winzig aus.

Eine spektakuläre Bergstrecke

Der Trollstigen beginnt hinter Åndalsnes im Isterdal und steigt in Serpentinen mit einer Steigung von durchschnittlich 12 % bis zur Passhöhe auf 700 Meter an. Die 18 Kilometer lange Strecke kann nur wenige Monate im Jahr befahren werden und ist wegen der spektakulären Aussichten ein Besuchermagnet. Die Straße überquert auch den über 300 Meter hohen Wasserfall Stigfossen.

Der Stigfossen Wasserfall

Der Stigfossen Wasserfall


Weil kein Fahrzeug entgegenkommt, stoppt unser Busfahrer, damit wir fotografieren können. Auf der Passhöhe haben wir genug Zeit, um zu den beiden Aussichts-Plattformen zu gehen. Von dort kann man auf die Haarnadelkurven des Trollstigen und bis zum Isfjord sehen.

Abend auf dem Balkon

Um 19:15 Uhr sind wir zurück in Åndalsnes. Für ein paar Fotos im Ort reicht die Zeit, dann geht es wieder auf die Pacifica. Wir essen im Buffetrestaurant. Es ist übervoll und außerordentlich schlecht organisiert. Alle Touren waren spät zurück, so dass viele Mitreisende heute das Buffet-restaurant nutzen. Es macht keinen Spaß zu essen.

Abschied von Andalsnes

Abschied von Andalsnes


Wir ziehen uns um kurz nach 21:15 Uhr zurück und genießen die Fahrt durch die Fjorde vom Balkon aus. Was für ein schöner Tag. 

Entlang der norwegischen Küste bis zum Nordkap

Wir fahren an der norwegischen Küste entlang nach Norden. Der nächste Tag auf See ist kühl. Es scheint jedoch immer wieder die Sonne, dann kann man sogar draußen liegen.

Ruhige Momente auf der Costa Pacifica

Ruhige Momente auf der Costa Pacifica


Etwa um 14:00 Uhr passieren wir den Polarkreis, exakt bei Breite 66° 33‘ 42‘‘. Nördlich des Polarkreises geht die Sonne zu dieser Jahreszeit praktisch nicht mehr unter, es ist die Zeit der Mittsommersonne. Später am Nachmittag erreichen wir die Lofoten und fahren lange Zeit zwischen der Inselgruppe und dem Festland.

Kommunikation und Entertainment

Um 10:30 Uhr treffen wir den Hoteldirektor Oscar Sala und die Guest Relations Managerin Susann Wetzel. Kommunikation wird bei Costa wirklich gelebt.
Heute feiert Costa den 70. Geburtstag des Unternehmens. Schon mittags findet ein Bierfest am Lido-Pool statt, abends ist Gala mit einem besonderen Menu.

Costa Crociere feiert den 70. Geburtstag

Costa Crociere feiert den 70. Geburtstag


Im Theater gibt es erst einen Empfang mit dem Captain und den Offizieren und danach eine große Geburtstags-Show. Drei Tänzer, sieben Tänzerinnen, ein Sänger, eine Sängerin und Akrobaten, die Show ist mitreißend. Und danach wird am Pool weiter gefeiert.

Wir umrunden das Nordkap 

Es ist neblig, als wir morgens um 9:30 Uhr das Nordkap passieren. Das Wetter wechselt hier schnell, Nebeldunst, etwas Regen, dann wird es wieder hell.

Vor uns das Nordkap

Vor uns das Nordkap


Die Passage ist nicht spektakulär, aber es ist schon ein gutes Gefühl vom Meer auf das Nordkap zu schauen. Und obwohl die Sicht schlecht ist, erkennen wir den weltberühmten Globus.

Ankunft in Honningsvåg

Pünktlich um 12:00 Uhr legen wir in Honningsvåg auf der Insel Magerøya an. In unserem Beitrag Nordkap und Honningsvåg informieren wir über beide Orte und ihre Bedeutung. Honningsvåg ist das Tor zum Nordkap und der Grund, warum neben den Postschiffen der Hurtigruten auch Kreuzfahrtschiffe in diesem Fischereihafen anlegen.

Landausflug von Honningsvåg zum Nordkap 

Uns geht es wie den meisten Kreuzfahrt-Passagieren. Wir sind nicht wegen des Fischereihafens Honningsvåg in den hohen Norden gereist, sondern weil wir das Nordkap sehen und erleben wollen.

Die Landschaft vor dem Nordkap

Die Landschaft vor dem Nordkap


Das Nordkap liegt auch auf der Insel Magerøya, gut 30 Kilometer nordwestlich von Honningsvag. Es ist seit 1965 über eine gut ausgebaute Straße zu erreichen.

Eine private Tour mit dem Bus

Eine Bustour dorthin haben wir von Deutschland aus bei einem privaten Anbieter gebucht. Alle Busse starten von einem großen Parkplatz in der Nähe des Anlegers. Wir haben Glück, weil nicht viele Menschen eine private Tour gebucht haben. In unserem Bus ist genügend Platz, während die Costa-Touren voll besetzt sind und in zeitlich enger Taktung durchgeführt werden. Unsere Tour beinhaltet Transfer und Eintritt zum Nordkap. Wir betreten das Gelände durch die Nordkapphallen. Die Nordkap-Halle ist das Besucherzentrum am Nordkap.

Im Nebel - die Nordkapphallen
Die Nordkapphallen Grotten

Hier befinden sich Ausstellungs-, Präsentations- und Veranstaltungsräume, eine Cafeteria, eine Kapelle, ein großer Souvenirshop und ein Restaurant mit Blick auf die Barentssee.

Position 71°10‘21‘‘ nördlicher Breite

Wir halten uns nicht in der Halle auf. Erst einmal gehen wir zum Globus, dem berühmten Symbol des Nordkaps. Die Weltkugel aus Stahl zeigt die Längen- und Breitengrade sowie die Neigung der Erdachse.
Die exakte Position des Nordkaps lautet 71°10‘21‘‘ nördlicher Breite. Hier gibt es Regen und schlechte Sicht an 350 Tagen im Jahr. Auch heute herrscht dieses Nordkap-Standard-Wetter.

Der Globo des Nordkaps
Blick vom Nordkap

Einen Tag später - meine Freundin ist im Rahmen einer Nordland-Rundreise am selben Ort – gibt es das so seltene gute Wetter mit einer perfekten Mittsommersonne.

Der Globo des Nordkaps im Schein der Mitternachtssonne

Der Globo des Nordkaps im Schein der Mitternachtssonne


Denkmal der Kinder der Welt

Nachdem wir den Globus ausgiebig und von allen Seiten bewundert haben, gehen wir durch die Ausstellungen der Nordkap-Halle. Zuletzt besichtigen wir noch „Barn av Jorden“, das Denkmal der Kinder der Welt. Es wurde von sieben Kindern aus sieben Nationen erstellt und steht für Freundschaft, Hoffnung, Zusammenarbeit und Freude über alle Grenzen hinweg. Überall auf der Welt gibt es besondere Orte.

Same mit jungem Rentier
Die Barn av Jorden Reliefs

Auf dem Rückweg machen wir noch Halt bei einer Samenfamilie und besuchen Skarsvåg, das als nördlichstes Fischerdorf der Welt bezeichnet wird. Nach unserer Tour schlendern wir durch Honningsvåg. Sehenswürdigkeiten gibt es hier nicht. Eine Kirche, einige Kneipen, eine Touristeninformation, das ist es. Ein typischer Fischereihafen, hier wird gearbeitet.

Blick auf Honningsvåg

Blick auf Honningsvåg


Pünktlich um 20:00 Uhr verlässt die Costa Pacifica Honningsvåg. Dieses Mal fahren wir südlich um die Insel Magerøya herum ins offene Meer.

Norwegische Städte und Landschaften

Es geht wieder nach Süden. Früh am Morgen fahren wir in den Ullsfjorden ein und dann in den Tromsøysund. Pünktlich um 8:00 liegt die Costa Pacifica am Breivika Dock, etwa vier Kilometer vom Zentrum Tromsøs entfernt. In unserem Beitrag Tromsø informieren wir über den Ort und seine Sehenswürdigkeiten.Tromsø - Breivika Dock - der erste Eindruck

Tromsø - Breivika Dock - der erste Eindruck


Tromsø bei Regen und Kälte 

Wir haben Pech: Bei etwa 6 Grad fällt leichter, aber beständiger Regen, dazu weht ein teilweise starker eisiger Wind. Nicht der richtige Tag für unseren geplanten Landausflug, aber wir versuchen es zumindest. 

Costa bietet für 15 EUR einen Shuttlebus zum Zentrum und zurück. Wir haben uns vorab über den öffentlichen Nahverkehr informiert. Busse halten in der Nähe des Terminals, ein Tagesticket kostet umgerechnet weniger als 6 EUR. Und dieses Ticket können wir direkt am Anleger an einem Stand der Touristeninformation kaufen.

Im Polaria

Im Zentrum von Tromsø verlassen wir den Bus. Alles sieht grau und trist aus. Der Regen ist inzwischen so heftig geworden, dass wir erst einmal das Polaria besichtigen.

Das Polaria Erlebniscenter

Das Polaria Erlebniscenter


Dort werden Norwegens Polarregionen präsentiert. Das Polaria-Gebäude ist ein architektonisches Highlight. Es symbolisiert an Land geschobene Eisschollen. Die Ausstellungen sind aufwändig und informativ. Es gibt ein Kino mit 180-Grad-Leinwand und Filmen beispielsweise über Polarlichter und Spitzbergen. Im zugehörigen arktischen Aquarium sind wir gerade rechtzeitig zur Fütterung der mächtigen Bartrobben und der Seehunde.

Robbenfütterung im Polaria Erlebniscenter

Robbenfütterung im Polaria Erlebniscenter


Zwei außergewöhnliche Domkirchen

Auf dem Weg zurück zum Zentrum passieren wir das Kunstforening, das Forum für Gegenwartskunst. Danach erreichen wir die Tromsø Domkirke, den weltweit nördlichst gelegenen protestantischen Dom.

Wir folgen der Einkaufsstraße Storgata bis zum Erling Bangsunds Platz. Vor dem alten Rathaus bewundern wir den Musikpavillon und die Statue von König Haakon VII. Er wird verehrt wegen seines Widerstands gegen die Deutschen im letzten Weltkrieg. Daneben liegen die modernen Bauten der Bibliothek und des neuen Rathauses.

Tromsøs altes Rathaus mit Pavillon und König Haakon Statue
Tromsøs neues Rathaus

Unser nächstes Ziel ist die Vår Frue Domkirke, die römisch-katholische Domkirche. Sie ist Sitz der nördlichsten Diözese der Welt und bietet 150 Gläubigen Platz. Wir haben noch nie so einen kleinen Dom gesehen.

Die Eismeerkathedrale

Zu Fuß sind es von der Vår Frue Domkirke bis zur Eismeerkathedrale, der bekanntesten Kirche Norwegens, nur eineinhalb Kilometer. Davon führt jedoch ein Kilometer auf der Tromsø-Brücke entlang, 43 Meter über dem Tromsøysund. Bei schönem Wetter sicher eine Alternative, bei Regen und immer noch eisigem Wind nehmen wir den Bus.

Die Eismeerkathedrale
Eismeerkathedrale - Kirchenschiff und Mosaikglasfenster

Die Eismeerkathedrale ist eine Pfarr- und Seemannskirche. Den Namen Eismeerkathedrale verdankt sie ihrer markanten Form, die an geschichtete Packeisplatten erinnert. Sie ist das Wahrzeichen Tromsøs.

Es gibt kein schlechtes Wetter….

Diesen Spruch habe ich noch nie gemocht. Auch die beste Kleidung nützt uns heute auf dem Berg Storsteinen wenig. Der Storsteinen soll beste Aussichten über Tromsø bieten, und eine Seilbahn fährt regelmäßig bis auf 421 Meter hinauf. Wir verzichten auf die Fahrt, weil die Bergstation der Seilbahn von unten kaum zu erkennen ist.

Der Storsteinen im Dunst

Der Storsteinen im Dunst


Mit dem Bus fahren wir zurück zum Schiff. Trotz des schlechten Wetters haben wir viel von Tromsø gesehen.

Fazit Tromsø 

Tromsø liegt nördlich des Polarkreises auf beiden Seiten des Tromsøysunds in spektakulärer Landschaft. Tromsø besitzt die nördlichste Universität, die nördlichste Brauerei, die beiden nördlichsten Bischofskirchen. Über 100 Nationalitäten leben in Tromsø. Der Ort ist lebens- und liebenswert. Und eines Tages werde ich ihn hoffentlich bei Sonne sehen.

Tromsø bei Sonnenschein

Tromsø bei Sonnenschein


Um 17:00 Uhr verlässt die Costa Pacifica das Breivika Dock. Die Route der Pacifica durch enge Fjorde und an kleinen und mittelgroßen Inseln vorbei muss wunderschön sein. Leider sieht man praktisch nichts außer Dunst und Regen. Das ist so schade.

Abends erreichen wir wieder das offene Meer und fahren in südwestlicher Richtung an der norwegischen Küste entlang. Morgen erwarten uns die Lofoten.   

Leknes und die Lofoten

Morgens um 5:30 Uhr umrundet die Costa Pacifica die Südspitze der Lofoten-Inselgruppe. Gut zwei Stunden später erreicht sie die Bucht des Hafens Gravdal-Leknes an der Ostseite der Insel Vestvågøy. Der Ort Leknes liegt etwa vier Kilometer von der Küste entfernt. Wissenswertes dazu finden Sie in unserem Beitrag Leknes / Lofoten.

Willkommen auf den Lofoten

Willkommen auf den Lofoten


Tendern im Hafen Gravdal / Leknes

Heute wird getendert. Beim Tendern werden die Mitreisenden bevorzugt abgefertigt, die eine von der Cruise Line organisierte Tour gebucht haben. Dazu gehören wir nicht. Wir werden uns die Lofoten auf eigene Faust ansehen. Maria, unsere Betreuerin an Bord, hat uns jedoch ein Tender-Ticket für eine frühe Ausschiffung geschickt, so dass wir schon um 8:30 Uhr den kleinen Hafen erreichen.

Tenderboot der Costa Pacifica am Anleger in Gravdal

Tenderboot der Costa Pacifica am Anleger in Gravdal


Mit dem Linienbus über die Lofoten

Alle Details über unseren Landausflug finden Sie unter Leknes / Lofoten auf eigene Faust. Mit einem Linienbus fahren wir 56 Kilometer über die Inseln in Richtung Süden, wandern über zwei kleinere Inseln und fahren mit einem Bus wieder zurück. Morgens ist es stark bewölkt. Dann wird es immer klarer und ab mittags haben wir den schönsten Sonnenschein.

Reine/Lofoten
Sakrisoy/Lofoten
Rambergstrand auf den Lofoten
Landschaft vor Leknes

Die Bilderbuchkulisse der Lofoten

Die Landschaften auf den Lofoten sind atemberaubend. Wir fahren an Fjorden entlang und an Stränden, die denen der Südsee gleichen. Wir sehen malerische Orte mit roten und weißen Häusern vor schroffen gewaltigen Felsen. Und dazwischen liegen sanfte Hügel und grüne Wiesen. Eine Bilderbuchkulisse. Eine schönere Panoramatour hätte uns auch ein organisierter Landausflug nicht bieten können.

Landschaft bei Leknes

Landschaft bei Leknes


Weiße Nacht auf der Pacifica

Wir verlassen die Bucht von Gravdal / Leknes um 19:00 Uhr. Wie am Morgen fahren wir zwei Stunden an den Inseln entlang und genießen die Aussicht. Und passend zu den hellen Nächten – wir sind immer noch nördlich des Polarkreises - bietet Costa eine „Weiße Nacht“ auf dem Lido Deck. 

Die Wikingerstadt Trondheim 

Nachts fährt die Costa Pacifica entlang der norwegischen Küste in südwestlicher Richtung und überquert den Polarkreis. Es gibt also wieder Sonnenaufgang – heute um 3:08 Uhr - und Sonnenuntergang – heute um 23:32 Uhr.

Fahrt im Trondheimfjord

Morgens erreichen wir den Trondheimfjord. Er ist mit 130 Kilometern Norwegens drittlängster Fjord. Die Fahrt bis zur Stadt Trondheim, dem Ziel des heutigen Tages, verbringen wir auf dem Panoramadeck und genießen die abwechslungsreiche Fjord-Landschaft.

Insel Munkholmen vor Trondheim

Insel Munkholmen vor Trondheim


Morgens ist es kühl und bewölkt, aber mittags schlägt das Wetter um und es wird wunderschön.

Um 13:00 legt die Costa Pacifica am Quai 68 in Trondheim an. In unserem Beitrag Trondheim informieren wir über den Ort. Unser Aufenthalt beträgt nur sechs Stunden. Die meisten Sehenswürdigkeiten sind jedoch von unserem Liegeplatz nicht weit entfernt und fußläufig gut zu erreichen. Details dazu finden Sie unter Trondheim Sehenswürdigkeiten.

Vom Quai 68 zum Torvet

Trondheim ist für mich eine Überraschung. Trotz der guten Vorbereitung auf unsere Nordland-Kreuzfahrt hatte ich diese attraktive Universitätsstadt nicht erwartet. Gleich am Anleger befinden sich in modernen Bauten das Erlebnisbad Pirbadet und das Rockheim, das Museum für Rock-, Pop- und Volksmusik Norwegens. Wir folgen der Promenade um den Yachthafen, überqueren die Bahnlinie und den Østre Kanalhavn und gehen in Richtung Altstadt. Trondheims Altstadt liegt in und an der Schleife des Flusses Nidelva.

Trondheim - Blick auf das Erlebnisbad Pirbadet
Trondheim - das Rockheim

Unser Rundgang führt uns zum Fischmarkt Ravnkloa. Von dort sieht man gut die Insel Munkholmen, die vor Trondheim malerisch im Fjord liegt, und in entgegen gesetzter Richtung den Turm des Nidaros Doms. Wir folgen der Munkegata und passieren das prächtige Holzpalais Stiftsgården, Residenz der norwegischen Königsfamilie in Trondheim. Auf dem Torvet, dem 90 mal 90 Meter großen zentralen Marktplatz, erinnert eine Statue an Trondheims Stadtgründer, den Wikinger Olav Tryggvason.

Trondheim - die Munkegata mit dem Nidaros Dom
Trondheim - der Stiftsgården

 

Liebfrauenkirche und Nidaros Dom

Wir machen einen Abstecher zur Vår Frue Kirke, der Liebfrauenkirche. Die ältesten Teile dieser kleinen, aus Bruchsteinen erbauten Kirche stammen aus dem Mittelalter. In der Kirche finden Gottesdienste statt, sie dient aber auch als Wärmestube für Menschen in Not.

Unser nächstes Ziel ist der Nidaros Dom. Er ist Trondheims bekannteste und berühmteste Sehenswürdigkeit. Wir verzichten auf die Besichtigung, weil der Andrang einfach zu groß ist. Im Garten des Doms ist es dagegen ruhig und das genießen wir.

Trondheim - der Nidaros Dom

Trondheim - der Nidaros Dom


Neben dem Dom liegt das Erzbischöfliche Palais. In den aufwändig restaurierten Gebäuden befinden sich Museen und Ausstellungen. Der Innenhof gefällt mir besonders gut.

Gamle Bybrua und Festung Kristiansten

Wir überqueren die Nidelva auf der Gamle Bybrua. Die alte Holzbrücke mit dem Lykkens Portal, dem Glücksportal, gehört zu Trondheims Top-Fotomotiven. Von der Brücke hat man zudem einen uneingeschränkten Blick auf die farbigen Speicherhäuser am Flussufer.

Trondheim - das Glücksportal der Gamle Bybrua
Trondheim - Bauten am Nidelva Fluss

Auf der anderen Seite der Nidelva beginnt der Anstieg zur Festung Kristiansten.

Hier sehe ich zum ersten Mal in meinem Leben einen Fahrradlift. Er funktioniert ähnlich wie eine Cable Car in San Francisco. Mit einem im Boden laufenden Zugseil werden Rad und Fahrer den Berg hochgeschoben. Die Strecke ist 130 Meter lang, die durchschnittliche Steigung beträgt 18%. Wir schauen einigen Fahrern bei der Benutzung des Lifts zu. Mit etwas Übung könnte ich das auch.

Die Festung Kristiansten ist nicht besonders groß, aber die Aussicht von den Wällen auf Trondheim ist besonders schön.

Trondheim - Festung Kristiansten

Trondheim - Festung Kristiansten


Entlang der Nidelva

Wir gehen zurück zur Nidelva und schlendern durch die Altstadt Bakklandet. Hier scheint die Zeit stehen geblieben zu sein. Hübsche Cafés laden zum Ausruhen und kleine Läden zum Stöbern ein. Am Fluss gehen wir erst an den alten Speicherhäusern vorbei, dann folgen moderne Wohn- und Geschäftsbauten.

Trondheim - Straße Øvre Bakklandet
Trondheim - Häuser am Nidelva Fluss

Auf der nächsten Brücke, der Bakke Bru, überqueren wir die Nidelva. Dann gehen wir am Seefahrt Museum vorbei in Richtung Bahnhof und dem Liegeplatz am Quai 68. Es war ein sehr schöner Stadtrundgang. Wir haben uns Zeit gelassen und sind nach vier Stunden wieder zurück am Schiff.

Fazit Trondheim

Die Stadt Trondheim hat uns gut gefallen. Die Lage am Trondheimfjord und an der Nidelva ist außergewöhnlich. Dazu kommen breite Straßen und weite Plätze mit hohen Bäumen, ein beeindruckender Dom, Holzhäuser und Steinhäuser, alt und neu nebeneinander. Und das viele Grün, das man besonders gut von der Festung Kristiansten sieht.

Trondheim - Panorama

Trondheim - Panorama


Nach dem Auslaufen der Costa Pacifica suchen wir uns einen ruhigen Platz im Buffetrestaurant. Von dort genießen wir einen Großteil der 90-Kilometer-Fahrt durch den Trondheimfjord bis zum offenen Meer.

Fortsetzung folgt

 

 

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